Sonntag, 25. Oktober 2020

Dieser Tag wird ein guter Tag! - Händische oder elektrische Zahnpflege?

Ausgabe 2018.11
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Händische oder elektrische Zahnpflege?
Was macht denn Zähne besser sauber: eine Handzahnbürste oder die elektrische? Beide Varianten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. Eine praktische Eigenschaft der elektrischen Zahnbürste ist, dass das Gerät einen Teil der Arbeit übernimmt und man lediglich darauf achten muss, dass tatsächlich alle Zahnbereiche von der rotierenden Bürste erreicht werden. Dieser Komfort erleichtert das Zähneputzen auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder ältere Menschen. Da die elektrischen Zahnbürsten mit hohen Schwingungszahlen arbeiten, können Beläge auf den Zahnflächen und in den Zahnzwischenräumen einfacher und schneller entfernt werden. Viele Zahnärzte wie auch Dr. Karin Rieger in Wien raten daher eher zur elektrischen Zahnbürste: „Denn die Mehrheit putzt nach wie vor mit der falschen Technik, nämlich kreisend statt fegend-rüttelnd vom Zahnfleisch zu den Zähnen.“ Die elektrische Zahnbürste macht das quasi automatisch richtig, sie ist meist auch schonender für Zahnschmelz und Zahnfleisch. Dies ist vor allem wichtig, wenn man ein Kanditat für Zahnfleischbluten oder Zahnfleischschwund ist. Für beide Varianten gilt: drei Minuten sind das Minimum. Wer trotzdem lieber mit der Handzahnbürste „schrubbt“ – kein Problem: Tests belegen, dass deren Ergebnis durchaus mithalten kann. Rieger schränkt aber ein: „Die richtige Putztechnik und den Gebrauch von Zahnseide vorausgesetzt.“ Wer überprüfen möchte, ob der Zahnbelag ordentlich entfernt wird, bekommt in der Apotheke Kautabletten, die den Bakterienfilm auf den Zähnen einfärben. Hat man gründlich genug geputzt, bleiben die Zähne weiß.

Fieber ausschwitzen oder medikamentös senken?
Als natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist Fieber ein Teil des Heilungsprozesses bei Infektionen. Daher sollte man es nicht vorschnell mit Medikamenten stoppen. „Die erhöhte Körpertemperatur hilft dabei, Krankheitserreger zu bekämpfen. Zudem sind die Abwehrzellen des Immunsystems bei Fieber aktiver“, betont Allgemeinmediziner Dr. Molnár. „Hält das Fieber länger als drei Tage an, kann man zur Tablette greifen.“ Zu den fiebersenkenden Wirkstoffen zählen Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin). Kletterts das Fieber allerdings über 40 Grad, sollte man zum Arzt. Ansonsten reicht es aus, genügend zu trinken und sich zu schonen.

Öfter oder länger trainieren?
Hat man den inneren Schweinehund erst einmal niedergerungen und eine Ausdauer-Sportart wie Laufen oder Radfahren begonnen, stellt sich bald die entscheidende Frage, wie man am besten weitermacht: Bringt es mehr, wenn man öfters Sport macht, oder kann man seine Fitness gezielter mit längeren Trainingseinheiten verbessern? Dafür gibt es laut Experten eine goldene Faustregel: „Zuerst die Häufigkeit steigern, dann den Umfang, am Schluss die Intensität. Wer also bisher einmal die Woche 20 Minuten joggen ging und Lust auf mehr hat, sollte zunächst einen zweiten und dritten Lauftag einplanen und erst danach die Runde verlängern. Ist die Basis-Ausdauer erreicht, etwa nach einem halben Jahr, kann man beim Laufen auch das Tempo steigern und versuchen, die 60-Minuten-Runde auch mal in kürzerer Zeit zu schaffen.“ Generell gilt allerdings: Je länger die Laufrunde dauert, desto niedriger sollte das Lauftempo sein. Ein forciertes Training birgt sonst die Gefahr für Verletzungen.

Nachtruhe: 6, 7, 8 Stunden?
Eine finnische Studie alarmierte vor einiger Zeit passionierte Langschläfer: Laut der Untersuchung soll zu viel Schlaf die Lebenserwartung nachweislich verkürzen. Die Analyse ergab, dass Menschen, die acht oder mehr Stunden pro Nacht schlafen, im Vergleich zu solchen mit einer sechs bis sieben Stunden dauernden Nachtruhe früher sterben. Etwas leichter nachzuvollziehen ist das erhöhte Risiko eines früheren Todes, wenn man lediglich vier Stunden oder weniger schläft. Ähnliches trifft laut Studie für Menschen zu, die häufig zu Schlafmitteln greifen. Laut den Forschern sind durchschnittlich 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht mit Sicherheit ausreichend. Vom medizinischen Standpunkt aus betrachtet gebe es auch keinen Grund, länger zu schlafen. Wem wie viel Bettruhe guttut, ist allerdings von Mensch zu Mensch verschieden, betont Dr. Wolfgang Molnár: „Es gibt deshalb kein Maß für die optimale Nachtruhe. Fünf Stunden Schlaf können für manche ebenso erholsam sein wie neun Stunden.“ Die erforderliche Dauer ist genetisch festgelegt, unser Schlafverhalten ändert sich nach dem 20. Lebensjahr nur wenig. Laut Österreichischer Schlafgesellschaft brauchen immerhin zwei bis zehn Prozent der Österreicher rund zehn Stunden Schlaf und mehr, um sich richtig ausgeruht zu fühlen. Über ihre durchschnittliche Lebenserwartung ist allerdings nichts bekannt.

Welcher Wirkstoff bei Kopfschmerzen?
Es existieren mehr als 200 Kopfschmerzarten – und eine Vielzahl an möglichen Auslösern. In der Akuttherapie von Kopfschmerzen sind laut den Leitlinien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein die Kopfwehmittel der ersten Wahl. Auch bei der Behandlung von Migräne und starken Spannungskopfschmerzen haben sich Kombinationspräparate bewährt. Das enthaltene Koffein kann laut einer Untersuchung ab einer Menge von 100 mg die Wirkung spürbar verstärken. Kombinationspräparate wirken zudem rund 15 Minuten schneller als die entsprechenden Einzelsubstanzen.

Schürfwunde: Pflaster drauf?
Aufgeschlagene Knie und blutige Ellbogen teilen Eltern auf dem Spielplatz in zwei Lager: die Pflaster-Verfechter und die Anhänger der „Wunden brauchen frische Luft"-Theorie. Zwar hält sich seit vielen Jahren der Mythos, dass unbedeckte Wunden besser heilen können. Wissenschaftlich gesehen ist allerdings genau das Gegenteil der Fall. Das liegt an den vorgegebenen Prozessen bei der Wundheilung. Bei Schürfwunden werden die oberen Hautschichten verletzt, die normalerweise eine gute Barriere gegen Krankheitserreger bilden. Schon Minuten nachdem die Haut aufgerissen ist, beginnt die Heilung. Der Körper lässt das Blut gerinnen und bildet Wundsekret, die Wunde nässt – und das ergibt Sinn. Das Sekret ermöglicht die weitere Versorgung der Wunde und den Abstransport von „Müll“. Neben Nähr-, Botenstoffen und Antikörpern, die es zur Wunde transportiert, trägt das Wundsekret auch Bakterien und abgestorbene Zellteile nach außen. Fehlt ein Pflaster, trocknet die Oberfläche der Wunde schnell aus, darunter bleibt aber noch feuchtes Wundsekret erhalten. „Unter der trockenen Schicht befindet sich dann eine Schicht aus Bakterien, Schmutz und abgestorbenem Gewebe, die nicht mehr abtransportiert wird", sagt der Allgemeinmediziner. „Bedeckt man hingegen die Wunde mit einem Pflaster und wechselt dieses regelmäßig, nimmt man immer wieder die obere Sekretschicht mit allem, was sich darin befindet, weg – und damit auch den Abfall.“ Molnár empfiehlt deshalb, einfache Schürfwunden – sobald sie nicht mehr bluten – zu desinfizieren und mit einem normalen Pflaster zu verschließen. „Sobald die Wunde keine Feuchtigkeit mehr abgibt, ist das Pflaster überflüssig. Dann wirkt die Luft positiv und unterstützt die endgültige Abheilung der Wunde.

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