Dienstag, 19. Februar 2019

Dieser Tag wird ein guter Tag!

Ausgabe 2018.11
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Zähne putzen, frühstücken, Sport – vieles machen wir aus Gewohnheit auf ganz bestimmte Art und Weise. Und vieles davon falsch. Begleiten Sie GESÜNDER LEBEN durch die Welt kleiner alltäglicher Entscheidungen. Denn mehr Lebensqualität und Gesundheit sind oft ganz einfach zu erreichen …

Foto: iStock-154971799_neoblues


Im Alltag stehen wir vor kleinen oder größeren Entscheidungen, die unseren Körper und unsere Gesundheit betreffen: Sollen wir lieber händisch oder elektrisch Zähne putzen? Eher Butter oder Margarine kaufen? Besser grünen oder schwarzen Tee trinken? Die GESÜNDER LEBEN-Gesundheitsexperten verraten, wie tägliche Routine zu mehr Wohlbefinden führt.

Butter oder Margarine?
Gut fünf Kilo Butter und etwa genauso viel Margarine verspeist jeder Bürger im Durchschnitt pro Jahr. Die Wahl des Brotbelags ist aber nicht allein eine Geschmacksfrage: Seit mehr als 50 Jahren tobt eine Diskussion darüber, welcher der fettigen Aufstriche nun gesünder ist. Eine genaue Analyse zeigt: Butter ist besser als ihr Ruf. Mit einem Cholesterin-Gehalt von 220 Milligramm pro 100 Gramm galt Butter lange Zeit als ungesunde Fettbombe. „Ernährungswissenschafter gehen mittlerweile eher davon aus, dass Cholesterin aus Milchfetten keine große Gefahr für Gesunde darstellt. Außerdem punktet Butter mit einem guten Verhältnis von Fettsäuren und ist leicht verdaulich“, erklärt die Diätologin Birgit Brunner. Zusätzlich liefert sie Vitamin A und Betacarotin. Wie gesund Margarine ist, hängt vom darin verarbeiteten Öl ab: Eine optimale Mischung an Fettsäuren bieten Raps-, Oliven- oder Leinöl. Als Faustregel gilt: Teurere Margarine enthält zumeist auch die besseren Inhaltsstoffe. Ein Vergleich lohnt sich jedenfalls. Brunner: „Hier sollte man vor allem auf die Aufschrift gesättigte Fettsäuren achten. Oft handelt es sich um schädliche Transfettsäuren.“ Vorsicht bei Margarinen, die vor Krankheiten schützen sollen oder man damit Cholesterinwerte senken kann: „Diese Pflanzenmargarinen richten sich oft an bestimmte Personengruppen – Schwangeren und Kindern wird der Verzehr nicht empfohlen!“ Wer Butter mag, greift übrigens am besten zu Produkten, die aus Milch von Weidekühen gemacht ist. Sie enthalten die meisten Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Wie auch immer – man sollte weder Butter noch Margarine fingerdick auf sein Weckerl schmieren: „Denn mit 80 Gramm Fett und mehr als 700 Kalo-rien pro 100 Gramm haben beide unterm Strich im selben Ausmaß das Zeug zum Dickmacher.“

Verspannungen: Schmerztablette oder Salbe?
Da Salbe und Tablette unterschiedlich wirken, nimmt man sie am besten gemeinsam. „Bei schmerzhaften Muskelverspannungen sollte man erst die Durchblutung fördern, zum Beispiel mit einer Wärmecreme oder einem heißen Bad.“ Der direkte schmerzlindernde Effekt von Salben ist aber gering, weil der Wirkstoff bei größeren Muskelgruppen wie Nacken oder Rücken nicht bis zum Nerv durchdringt. Daher ist es empfehlenswert, eine Schmerztablette zu nehmen, wenn sich zwar die Verspannung bessert, aber der Schmerz nach wie vor die Beweglichkeit beeinträchtigt. Das Medikament verhindert eine Schonhaltung, die eine neuerliche Verspannung hervorrufen kann.

Grüner oder schwarzer Tee?
Teetrinker tun sich grundsätzlich etwas Gutes. Einerseits füllen sie mit dem Heißgetränk den Flüssigkeitsspeicher gezielt auf, andererseits enthalten Tees wichtige Vitalstoffe. Wer sein Augenmerk auf die belebende Wirkung von Tees setzt, hat die Wahl zwischen schwarzem und grünem Tee. Welche Sorte leistet mehr für die Gesundheit? Die Mehrheit würde hier wohl auf grünen Tee tippen. Doch gerade bei dieser Frage sind sich sogar Experten nicht ganz einig. Denn beide Sorten stammen vom Teestrauch Camellia sinensis. Den Unterschied erklärt Allgemein- und Komplementärmediziner Dr. Wolfgang Molnár: „Für schwarzen Tee werden die Blätter zerkleinert, damit sich die Zellsäfte mit Sauerstoff verbinden. Dabei werden bestimmte Inhaltsstoffe abgebaut.“ Zum Beispiel Flavonoide, die für das Aroma und auch gesundheitsfördernde Eigenschaften verantwortlich sind. Einige dieser Vitalstoffe unterstützen den Körper als Schutz gegen Krebszellen und in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch die sanfte Verarbeitung ist daher der Grüntee dem schwarzen eine Nasenlänge voraus. Aber: Der Benefit hängt auch von der Zubereitung ab. Laut einer Studie der Berliner Charité kann ein Schuss Milch die positive Wirkung aufheben. Ein Spritzer Zitrone hingegen bewahrt die Flavonoide davor, im Magen zerstört zu werden.

Übersicht zu diesem Artikel:
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