Mittwoch, 19. Juni 2019

Die Weiße Taubnessel – harntreibend und blutreinigend

Ausgabe 2019.06

Viele von uns haben bereits einen Kurs für Erste Hilfe absolviert.


Foto: Adolf Blaim

Egal ob es sich dabei um den Erwerb des Führerscheins oder um die Ausbildung bei der freiwilligen Feuerwehr handelt: Es sollten eigentlich alle Bescheid wissen, wie man einem Menschen, der in eine physische Notlage kommt, beisteht. Wenn heute an dieser Stelle von der Weißen Taubnessel (Lamium album) die Rede ist, dann möchte ich mit Schmunzeln feststellen, dass dieses Heilkraut im Laufe der Zeit ein ganz anderes Prädikat zuerkannt bekam, nämlich „die letzte Hilfe bei alten Männern“ zu sein.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, handelt es sich hierbei um ein Gewächs, das dazu verwendet wurde, um damit Probleme mit der Blase und der Harnabgabe zu lindern und einer Besserung zuzuführen.

Die Weiße Taubnessel kommt noch häufig in unserer Heimat vor. Als Stickstoffanzeiger liebt sie frisches und mit Nährstoffen reich versorgtes Grünland. Sie ist an ihren reinweißen Lippenblüten zu erkennen und somit von ihren Verwandten mit bunt gefärbten Blüten zu unterscheiden. Ihre Blätter wiederum sind denen der Brennnessel täuschend ähnlich, aber gefahrlos berührbar. Die Blütezeit des früher hochgeschätzten Heilgewächses erstreckt sich von April bis weit in den September hinein. Gerade im Frühjahr hat man die Gelegenheit, die jungen Sprosse und Blätter der Weißen Taubnessel mit Spinat, Brennnessel- und Löwenzahnblättern, Sauerampfer, Giersch und Melde zu mischen und als Gemüse zu kochen. Es ist ratsam, diesen Kräutern 1 Handvoll Petersilie beizugeben, alles einmal aufzukochen, auszudrücken und nach Spinatart fertigzustellen, wobei man das Kochwasser mitverwendet.

Die jungen Blätter der Weißen Taubnessel wiederum eignen sich vorzüglich als Beigabe zu Vogerlsalat.

Um die oben genannten Problematiken mit der Blase bei Männern und bei Frauen in gleicher Weise zu begleiten, bedient man sich eher der getrockneten und zerkleinerten Blätter und blühenden Triebspitzen des Gewächses. Übrigens: Wenn man diese getrocknete und zerkleinerte Droge zu gleichen Teilen mit Majoran mischt, kann man damit einen harntreibenden und blutreinigenden Tee im Heißaufguss zubereiten. Nimmt man davon 3 Tassen pro Tag zu sich, so trägt man dazu bei, vorhandene Wasserstauungen abzubauen und somit den Körper zu erleichtern. 

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