Mittwoch, 18. September 2019

Die Tanne – gut für Körper und Seele

Ausgabe 2015.12/2016.01

Vor dem Paracelsushaus des Vereines Freunde der Heilkräuter in Karlstein steht ein mächtiger Tannenzapfen, der aus Waldviertler Marmor durch die Hände des bedeutenden Priesterkünstlers Josef Elter in Bad Traunstein herausgemeißelt wurde.


Foto: Adolf Blaim

Er steht als Symbol für das Aufwärtsstreben des Menschen Richtung Himmel und für alle Kraft, die in den vielen Heilkräutern steckt. Dieses Denkmal erinnert an den Gründer des Vereines, den Pfarrer Karl Rauscher (+ 1979), dessen 100. Geburtstag sich im Juni 2016 jährt. Gerade jetzt, wo die Zeit von Weihnachten bestimmt wird, wende ich mein Augenmerk auf eine besondere Kostbarkeit in unseren Wäldern. Es ist eben die Tanne, die forstwirtschaftlich weit hinter die Fichte zurückgetreten ist. Doch freue ich mich immer wieder, wenn ich ihr auf meinen Spaziergängen durch unsere Forste begegne. Die Weißtanne (Abies alba) zählt zur großen Familie der Kieferngewächse. Sie liebt vor allem die Höhenlagen von Mittel- und Hochgebirge. Dort kommt sie auch ganz gut mit unwirtlichen Schattenlagen zurecht. In der letzten Zeit wurde oft über die hohe Feinstaubbelastung debattiert, die in- folge der andauernden Inversionswetterlage die Höchstwerte überschritt. Wer sich im Winter eine Vase voller Tannenzweige ins Zimmer stellt und diese mit Wasser versorgt, hat einen ganz wirkvollen Luftverbesserer zur Hand. In vitaminarmen Zeiten leidet zudem unser Zahnfleisch und beginnt leichter zu bluten als sonst. Daher ist es ratsam, einige Körner Tannenharz zu kauen, um damit Mund und Rachen zu reinigen und zu desinfizieren. Neben der physischen Gesundheit ist meiner Meinung nach genauso wichtig, die Psyche nicht zu vernachlässigen. In dieser Richtung habe ich einen konkreten Vorschlag:
Geh dorthin, wo Tannenreisig und Christbaum herkommen: in den Wald. Suche dir nach Möglichkeit ein altes Exemplar einer Weißtanne und bleibe vor ihr stehen. Nimm mit deinem Geruchsinn das Aroma auf, das dieser Baum verströmt. Werde still und lass die Ehrfurcht in dir Platz greifen. Es hat lange gedauert, bis der alte schöne Baum zu seiner Größe heranwuchs. Unser menschliches Leben ist im Vergleich dazu nur kurz. Nütze daher jeden Tag!

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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