Sonntag, 15. September 2019

Die Phasen des Burn-out

31. August 2011
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Die Phasen des Burn-out (vgl. Krämer 2010)




1. Überlastungsphase

In dieser Phase hat sich der Betroffene daran gewöhnt, ein hohes Maß an Belastung als normal zu betrachten. Seine Entspannungszeiten sind so gering, dass eine wirkliche Erholung nicht mehr regelmäßig eintreten kann. Es setzt eine Verschlechterung der sozialen Beziehungspflege ein, eine emotionale Instabilität wirkt sich in Gereiztheit und Kommunikationsstörungen aus. Es kommt weiter zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, zu diffusen Dauerschmerzen und zu Verdauungsproblemen. Kompensationsverhalten wie Essen, etc. werden normal. Der Betroffene bewegt seinen Körper zu wenig, er verleugnet seine Überlastung und versucht mit Beschwichtigungen seinen Zustand vor sich selbst zu kaschieren.

2. Alarmierungsphase

Es fehlt die Regenerationsmöglichkeit durch Vitalisierung. Der Körper hat sich an die ständige „Überspannung“ gewöhnt und der Körper hat sich an den veränderten Zustand angepasst (z. B. höherer Blutdruck um die verengten Gefäße zu kompensieren, etc.). Individuelle Schwachstellen (z. B. einzelne Organe) machen sich durch zunehmende Schmerzen bemerkbar. Diese werden vor allem in Ruhephasen bemerkbar wodurch der aktive Belastungszustand sogar als angenehmer empfunden werden kann – was diese Spirale noch weiter nach unten treibt. Bis dann oft der Körper streikt und ein betroffenes Organ seinen Dienst versagt. Oder das soziale System versagt und es zerbricht eine langjährige Partnerschaft. Leider wird trotz dieser deutlichen Alarmzeichen der reale Zustand immer noch häufig verleugnet und ignoriert, was durch die Veränderung der (Selbst)Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit noch zusätzlich begünstigt ist. In dieser Phase ist die Selbstbestimmung und willensbedingte Entscheidungsfähigkeit bereits stark eingeschränkt.

3. Knock out Phase

Der Körper ist u.U. „funktionsfähig“ geblieben, aber vom Gehirn her findet ein „Abstellen“ statt. Der Körper schaltet auf Notfallmodus um – die Reizinformationen können nicht mehr zeitgerecht verarbeitet werden. Das limbische System schaltet – quasi als Schutzmechanismus – alle unvernünftigen, schädigenden und willentlich gesteuerten Verhaltensweisen aus – es kommt zu einem „Einfrieren“ der Lebensenergie. Menschen, die es gewohnt waren Verantwortung zu übernehmen merken nun, dass sie keinen Zugang mehr haben zu ihren gewohnten Strategien. Ihr Körper entwickelt eine Dynamik, der sie jetzt hilflos ausgesetzt sind. Merkmale sind:
  • hohe Antriebslosigkeit, Zukunftsangst
  • Körperfunktionen können nicht mehr willentlich gesteuert werden
  • Gedanken kreisen immer um ein Thema und werden zu Qual
  • Extreme Schlafstörungen. Albträume
  • Konzentrations-, Denk- und Merkstörungen
  • Eigene Steuerungs- und Entscheidungsfähigkeit ist blockiert
  • Diffuse Körpersymptome und Schmerzen, funktionale Störungen

Zurück zur eigenen Kraft – Allgemeine Ressourcenstärkung

Wir arbeiten im Bereich des Mentalen Trainings bzw. Coachings auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Gehirnforschung.

Im Vordergrund steht die Stärkung der individuellen Ressourcen.

Ähnlich der natürlichen Ressourcen (Bodenschätze) gehen wir dabei davon aus, dass der Mensch aus sogenannten „inneren Quellen“ schöpfen kann um die Anforderungen des Alltags zu bewältigen. Diese Ressourcen können einerseits in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sein und andererseits kann dazu ein besserer oder schlechterer Zugang gefunden werden.

Es werden dabei die so genannten primären und sekundären Ressourcen unterschieden – ehe an der Stärkung der sekundären Ressourcen gearbeitet wird sollten immer zuerst die primären entsprechend gestärkt werden. Dies kann in z.B. Form unterschiedlicher Phantasiereisethemen bzw. Imaginationen gesteuert werden:
  • Licht – Sonne tanken auf einer Sommerwiese – wärmend, aufhellend, Ausstrahlung …
  • Kraft – als Baum, fest verwurzelt auf einer Wiese stehen – aufrecht, gesund, Früchte...
  • Ruhe – Einen See am frühen Morgen erleben – friedliche Stimmung, Entspannung,…

Erst danach können und sollten z.B. in einem (Selbst-)Coaching sekundäre Ressourcen (Bewältigungsglaube, Selbstvertrauen, etc.) thematisiert werden.


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Die Phasen des Burn-out
Seite 2 Imagination als Methode zur Entstressung


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