Samstag, 23. Februar 2019

Die Linde – köstlich in der Suppe, gut für die Haut

Ausgabe 2017.05

Man kann die lichtreichere und wärmere Zeit des Frühlings und des darauffolgenden Sommers durchaus mit einer wiedergewonnenen Freiheit vergleichen.


Foto: Lindenblüten - Adolf Blaim

Allein durch die leichtere und luftigere Kleidung von Kopf bis Fuß spüren wir es förmlich, unbeschwerter durchs Leben zu gehen. Die Spaziergänge werden nun auch wieder verlockender. Regelmäßige Bewegung bringt unserer Gesundheit viel Gewinn. Als schweigsame Begleiter unserer Wege stehen die Bäume am Rand. Sie verdienen daher gerade jetzt unsere Aufmerksamkeit. Aus den vergangenen Jahrhunderten haben sich oft die alten Lindenbäume erhalten, die einst wichtige Straßen und Zufahrten säumten. Sie spenden bis heute wertvollen Schatten und tragen nicht unwesentlich zur Verbesserung der Luft bei. Von der Linde kennen wir in unseren Breiten zwei Arten: die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und die Winterlinde (Tilia cordata), deren Bäume eine Höhe bis zu 40 Metern erreichen können. Die Breite der Krone sehr alter Bäume ist Ehrfurcht erweckend. Wie herrlich duftet es, wenn dann die Linden erst blühen und Tausende von Bienen und andere Insekten anlocken. Die Blüten enthalten ätherische Öle, Gerb- und Schleimstoffe und haben einen schweißtreibenden Effekt, der besonders in der Behandlung grippaler Infekte zur Anwendung kommt. Doch kann auch unsere Haut von den Linden profitieren. Dazu nutzt man den gleichen Aufguss, den man sich u. a. zum Unterstützen des Schwitzens unter der Bettdecke zubereitet.

In herkömmlicher Weise 2 Teelöffel getrockneter Lindenblüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Dieser Tee eignet sich hervorragend als Abreibung für den Gesamtkörper und zur Nachbehandlung von Brandwunden und Abszessen. Lindenblütentee schützt unsere Haut vor Infektionskrankheiten und hat eine beruhigende Wirkung auf unseren Gesamtorganismus. Man muss aber nicht so lange warten, um von der Linde eine gesundheitsfördernde Gabe zu ernten. Vergessen wir nicht ihre aufspringenden und sich entfaltenden Blätter. Solange diese nämlich noch ganz zart und jung sind, können sie fein geschnitten und gehackt als Beigabe in einer Suppe landen. Und selbst dann, wenn sie schon größer herangewachsen sind, ist es immer noch möglich, einen Spinat mit diesen grünen Pflanzenteilen der Linde zuzubereiten. Um wieder auf die Blüten zurückzukommen, sei darauf hingewiesen, dass auch diese dafür geeignet sind, als Ergänzung für beliebige Salatmischungen zu dienen. Die Lindenblüten sollten aber in diesem Fall im Stadium des Austreibens gepflückt und verarbeitet werden.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
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www.kraeuterpfarrer.at

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