Sonntag, 22. September 2019

Die letzte Zigarette!

Ausgabe 07-08/2013
Seite 1 von 2

Am ersten Jänner haben Sie es nicht geschafft? Kein Problem – der Rauchstopp ist ohnehin eine ganz individuelle Angelegenheit. Wir zeigen, wie Sie jetzt zum Nichtraucher werden können!


Foto: Can Stock Photo Inc. - bds

Es gibt nichts Leichteres, als mit dem Rauchen aufzuhören. Ich selbst habe es schon 137-mal geschafft“, sagte der  amerikanische Schriftsteller Mark Twain schon im 19. Jahrhundert, und viele Raucher wider Willen werden ihm wohl auch noch heute zustimmen. Tatsächlich ist der Rauchstopp damals wie heute so etwas wie ein Kraftakt, und die Rückfallquote von Neo-Nichtrauchern ist hoch. Denn das über den Tabakrauch aufgenommene Nikotin hat das höchste Suchtpotenzial aller Suchtmittel und ist etwa im Vergleich zu Heroin oder Kokain sogar schneller wirksam.

Kein Lifestyleproblemchen.
Rauchen ist also alles andere als ein kleines Lifestyleproblemchen, und heute weiß man nicht nur, dass der blaue Dunst körperlich wie psychisch abhängig machen kann, sondern man hat sich auch wissenschaftlich mit den verschiedenen Methoden der Unterstützung beim Rauchstopp auseinandergesetzt. „Jeder Mensch ist anders, und es ist wichtig, in dieser Angelegenheit auch auf die individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten einzugehen“, sagt der Internist Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf, der kürzlich die neuen „Standards und Richtlinien der Tabakentwöhnung“ herausgegeben hat. So weiß man heute aus zahlreichen wissenschaftlichen Studien, dass die meisten Raucher gut beraten sind, professionelle Unterstützung zu suchen, und dass die Kombination mehrerer Methoden zur Raucherentwöhnung am wirksamsten ist.

20 Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören

Rauchen schadet der Gesundheit. Doch wie schädlich ist es wirklich?

  1. Krebs kann durch das Rauchen an mindestens 21 verschiedenen Stellen am Körper gehäuft auftreten. 25 bis 40 % aller Menschen, die an Krebs sterben, sind durch das Rauchen gestorben.
  2. Herz- und Kreislaufkrankheiten sind die häufigste Todesursache bei Rauchern. Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast ausschließlich Raucher.
  3. Raucherbein nennt man Gefäßverengungen und -verschlüsse der Beinarterien, die zu heftigen Schmerzen beim Gehen führen. Jährlich werden in Österreich 1.000 Beinamputationen durchgeführt. 99 % davon sind Raucherbeine.
  4. Chronische Bronchitis ist eine Erkrankung der Atemwege mit Husten und Auswurf. Sie wird oftmals durch den Teer im Tabak hervorgerufen.
  5. Osteoporose (Knochenschwund)  wird durch das Rauchen beschleunigt.
  6. Die Haut wird schlechter durchblutet. Sie altert rascher.
  7. Der Alterungsprozess wird beschleunigt.
  8. Bei chirurgischen Eingriffen gibt es mehr Komplikationen.
  9. Frauen kommen früher in die Wechseljahre.
  10. Bei Frauen kann Rauchen die Libido beeinträchtigen.
  11. Rauchende Frauen haben einen höheren Cholesterinspiegel und mehr „schlechtes“ Fett (LDL).
  12. Rauchen erhöht den Blutdruck.
  13. Rauchen erhöht die Gefahr einer Magenschleimhautentzündung.
  14. Rauchen fördert Zahnfleischerkrankungen.
  15. Die Leber wird geschädigt.
  16. Verengungen der hirnversorgenden Gefäße führen zu Schwindel oder Halbseitenlähmungen
  17. Raucher haben ein bis zu 3-mal größeres Sehschaden-Risiko wie Nichtraucher.
  18. Das Nikotin in den Zigaretten kann zur Alzheimer-Krankheit führen.
  19. Unter den impotenten Männern befinden sich doppelt so viele Raucher wie Nichtraucher.
  20. Rauchende Mütter neigen eher zu Früh- und Fehlgeburten als nichtrauchende Mütter.

Schon Kurzbehandlung wirkt!
„Die echte Behandlung der Tabakabhängigkeit ist über eine große Bandbreite der Betroffenen hinweg effektiv. Wirksamkeit ist schon für eine Kurzbehandlung wie zum Beispiel eine mehrminütige Beratung und Information nachgewiesen. Denn diese ist oft der erste Anstoß zur Veränderung des Rauchverhaltens, und selbst wenn die Raucher zu diesem Zeitpunkt keine Entwöhnung umsetzen wollen, verbessert dies eine später stattfindende Intervention“, so Experte Lichtenschopf, der nach der Sichtung der Studien zu diesem Thema auch Effektivität für Einzel-, Gruppen- und Telefonberatungen konstatiert.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Die letzte Zigarette!
Seite 2 Rauchrituale „verlernen“

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-09 130x173

Aktuelles Heft 09/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 4. Oktober

 

Unsere Ausgabe 07-08/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Hand aufs Herz – wie nutzen Sie Ihr Handy?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information