Dienstag, 21. Mai 2019

Die Kraft des Gänseblümchens

Ausgabe 03/2013

Der Winter ist nun langsam vorbei.


Foto: Claudia Hautumm - pixelio.de

Bei allen Annehmlichkeiten, die diese Periode im gesunden Jahresrhythmus für die Natur mit sich bringt, sind wir dennoch dankbar, dass die Sonne wieder mehr Mitspracherecht bekommt. In diesem Zusammenhang warten wir auf eindeutige Boten, die ankündigen, dass das Frühjahr endlich Einzug hält. Zu diesen heiß ersehnten Gesandten der Pflanzenwelt zählen nicht nur das Schneeglöckchen, das Leberblümchen oder die stäubenden Haselstauden. Inmitten der grasigen Flächen erheben nun ganz bescheiden, aber bestimmt die Gänseblümchen (Bellis perennis) ihre strahlend weißen Blütenköpfe.
Diese uns sehr sympathische Art zählt zu den Korbblütlern und ist sehr weit verbreitet. Das Gänseblümchen stellt keine großen Ansprüche an den Boden und nutzt die Zeit, da der Rasen noch eine Weile braucht, um die grünen Halme Richtung Himmel wachsen zu lassen, um im Blühen einen kleinen Vorsprung zu haben. Es sind aber nicht nur wir Menschen, die nach den Frühlingsblumen Ausschau halten. Bevor wir darangehen, die heilende Wirkung der kleinen weißen Rasensternchen unter die Lupe zu nehmen, dürfen wir ruhig unseren emsigen Mitgeschöpfen, den Insekten, den Vortritt lassen. Denn nicht wenige Bienen, Hummeln und Schwebefliegen schätzen es, jede nur mögliche Nahrung und Stärkung zu ergattern, um wieder gut in die wärmere Zeit starten zu können.


Für uns Zweibeiner ist vor allem die entgiftende Kraft von Interesse, die in den Gänseblümchen steckt. Somit erhält der Stoffwechsel in unserem Organismus einen wichtigen Impuls, sofern wir die Inhaltsstoffe dieses Wiesenkrautes in uns aufnehmen. Das kann auf verschiedene Weise erfolgen. Zu einer Frühjahrskur kann es z. B. gehören, die frischen Blätter mitsamt den dazugehörigen Blüten klein zu schneiden und 2 Teelöffel davon mit ¼ Liter kochendem Wasser zu übergießen. Ca. 15 Minuten lang ziehen lassen und dann abseihen. Von diesem Gänseblümchen-Tee kann man drei Schalen am Tag zwischen den Mahlzeiten trinken. Um eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, ist es nicht das Schlechteste, ab und zu etwas Rohkost einzubauen. Auch dafür steht das Gänseblümchen zu Diensten. Ein frisch zubereiteter Salat aus Blüten und Blättern dieses Heilkrautes schmeckt angenehm nussig und knackig. Er wirkt durch den Verzehr harntreibend, entgiftend und gleichzeitig stuhlfördernd. Gerade Menschen, die auf ihre Leber achten wollen oder müssen, sei jetzt im Frühjahr das Gänseblümchen besonders ans Herz gelegt.

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