Dienstag, 26. September 2017

Der Vogelknöterich – für Stoffwechsel und Gefäße

Ausgabe 2017.09

Um eine Veranstaltung möglichst erfolgreich zu machen, braucht es Gäste mit einem hohen Bekanntheitsgrad.


Foto: Adolf Blaim

Sobald Prominenz bei einem Event angesagt ist, bemüht man sich, das jeweilige Ambiente so zu gestalten, dass es sich dem Anlass entsprechend würdig erweist. Immerhin will man sich als Gemeinde, als Verein oder als Firma keine Blöße geben.

Auch bei den Heilpflanzen gibt es viele exotische, prominente und kaum zu übersehende Exemplare. Der Vogelknöterich (Polygonum aviculare) zählt mit Sicherheit aber nicht dazu. Ja, es passiert sogar oft, dass viele von uns auf ihn draufsteigen oder ihn schlichtweg im wahrsten Sinne des Wortes übergehen.
Aber ein genauerer Blick lohnt sich! In Wirklichkeit handelt es sich beim Vogelknöterich um ein Kraut, das eine große Stärke aufweist. Denn der Vogelknöterich besiedelt als Pionierpflanze Böden und Plätze, an die sich die anderen nicht hinwagen, weil dort in keinster Weise ihre Existenz möglich wäre. Doch selbst ein mit Pflastersteinen befestigter Weg stellt für den niedrig wachsenden floralen Freund kein Problem dar.
Das Schöne, das wir beim näheren Betrachten des Vogelknöterichs entdecken dürfen, ist die Tatsache, dass er seine Kraft in verwandelter Weise auch dem Menschen weiterzugeben weiß, der ihn oft unter den pflanzlichen Gästen rund ums Haus gedanklich in die hinterste Reihe der verschiedenen Heilkräuter verweist. Aber: Einmal mehr möchte ich an dieser Stelle ein als Unkraut verrufenes Gewächs rehabilitieren. Erkennt man nämlich, dass im Gefüge der Schöpfung oft die kleinen und unscheinbaren Wesen eine tragende Rolle spielen, verblassen viele willkürlich gesetzten Rangordnungen, die selbst in der Naturheilkunde zu einseitiger Bewertung der Kräuter führen.

Den Stoffwechsel kann man zum Beispiel ganz vorzüglich mit dem Vogelknöterich anregen. Dafür wird das blühende Kraut des Vogelknöterichs an sauberen Standorten geerntet und vorsichtig im zugigen Schatten getrocknet. Von der daraufhin zerkleinerten Droge nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Langsam und schluckweise nach dem Abkühlen trinken. Ähnlich erfährt ein geschwächtes Gefäßsystem eine stärkende Unterstützung durch den Vogelknöterich.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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