Mittwoch, 18. September 2019

Der Quendel bei Grippe und für stärkere Haare

Ausgabe 2017.03

Stellen sich Menschen die Frage, wie man ein erfülltes Leben erlangt, so verbinden sie dies gleichzeitig mit der Suche nach Glück.


Foto: Adolf Blaim

Aber wie soll diese Draufgabe der zeitlichen Existenz beschaffen sein? Für mich besteht Glück etwa darin, bei einem Streifzug durch die sonnenbeschienenen Fluren den Feldthymian zu entdecken. Häufig wird dieser als Quendel (Thymus serpyllum) bezeichnet. Er ist ein Halbstrauch, der eine Höhe von 15 cm erreichen und in verschiedener Gestalt ausgebildet sein kann. Er liebt vor allem trockene Wiesen am Waldrand und kann auch auf Felsen und Mauern wachsen. Um dem Quendel auf die Spur zu kommen, kann man aber auch den Geruchssinn einsetzen, denn schon sein angenehmer Duft deutet auf seine Anwesenheit hin.

Vom Feldthymian sammelt man das blühende Kraut und trocknet es sogleich an der Luft im Schatten. Für mich persönlich ist der Quendel ein enger Verbündeter, wenn es gilt, eine Grippe oder einen ähnlich kräftezehrenden Zustand zu bekämpfen. So kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, immer ein gerüttelt Maß an getrocknetem Quendel zur Hand zu haben, um dieses Heilkraut mit einer irrsinnigen Breitbandwirkung oft einsetzen zu können.

Man kann den Quendel auch äußerlich anwenden. Am besten beginnt man gleich beim Kopf und den Haaren. Um ein Wässerchen zu deren Stärkung herzustellen, nimmt man 100 g frisches oder getrocknetes blühendes Kraut des Quendels und setzt dieses 14 Tage lang in 1 Liter hochprozentigem Alkohol an. Während dieser Zeit schüttelt man täglich den Ansatz einmal pro Tag kräftig durch. Am Ende der Frist abseihen und den pflanzlichen Rückstand in 1 Liter abgekochtem und ausgekühltem Wasser einige Stunden stehen lassen und gut durchrühren. Nochmals abseihen und beide gewonnenen Flüssigkeiten zusammen­leeren. Das so gewonnene Kopfhautwasser bewahrt man licht­geschützt und kühl auf. Bei Bedarf massiert man die Kopfhaut täglich einmal durch. Die günstigste Zeit hierfür ist der Abend.

Noch vieles wäre über den Quendel zu berichten. Daraus möchte ich herausgreifen, dass all jene, die salzarme Kost bevorzugen sollten, weil sie entweder einen hohen Blutdruck haben oder unter geschwächten Nieren leiden, vermehrt getrocknete und pulverisierte Kräuter als Ersatz unter die Speisen mischen können. Dabei darf neben anderen Heilpflanzen der Quendel eine tragende Rolle spielen. Übrigens kann man mit dem frischen Quendelkraut auch Obstsalate aromatisieren. Wie viel man dabei verwendet, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Alles in allem erweist sich der wild wachsende Thymian als enger Verbündeter unserer Gesundheit.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
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www.kraeuterpfarrer.at

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