Sonntag, 19. Mai 2019

Der Odermennig Gut für unsere Verdauung

Ausgabe 10.2015

Gewiss ist es sowohl bei Menschen als auch bei Pflanzen ein riskantes Unterfangen, diese in Qualitätsklassen einzuordnen.


Foto: Adolf Blaim

 

Auf diese Weise nimmt man nämlich meist subjektive Wertungen vor, die kaum allen gerecht werden können. Aber nicht nur bei Gartenliebhabern stehen Rosen sehr oft an oberster Stelle. Der Duft eines blühenden Rosenstrauches ist ja durchaus etwas Herrliches! Bildlich gesprochen konnte man den ganzen Sommer über eine Dusche darin nehmen, indem man einfach direkt bei den offenen Blüten stehen blieb und kräftig einatmete. Zur botanischen Familie der Rosengewächse zählen aber auch bescheidenere Arten, die mit einem derartigen Aroma nicht aufwarten können, aber dafür andere Stärken besitzen.
So ist z. B. der Odermennig (Agrimonia eupatoria) einer davon. Er liebt die Sonne und vor allem trockene Böden, die er an den Wegrändern im lichten Wald und zwischen den Feldern vorfindet. Der Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze und kann bis zu einem Meter hoch werden. Charakteristisch ist seine schlanke Gestalt, an deren oberen Trieben sich die gelben Blütentrauben bilden, die zwischen Juni bis in den Herbst hinein von unten nach oben aufblühen. In der Naturheilkunde besitzt der Odermennig eine lange Tradition. Der Bogen reicht vom alten Griechenland über den Reichenauer Abt Walahfrid Strabo bis hin zur heiligen Hildegard von Bingen, die diese Heilpflanze als gutes Mittel bei Magenbeschwerden und Hautkrankheiten einzusetzen weiß. Durch seine Inhaltsstoffe wirkt der Odermennig wundheilend, schmerzlindernd und leberstärkend.
Dieses Kraut kann Menschen empfohlen werden, deren Verdauung schleppend ist und die wie auch immer geartete Eindrücke lange bei sich behalten und schlecht verarbeiten können. Bis in den ausgehenden Sommer hinein kann die ganze Odermennigpflanze gesammelt und an einem luftigen und schattigen Ort getrocknet werden. Mit den eingangs erwähnten Rosenstöcken hat der Odermennig eines gemeinsam: Durch seine heilenden Kräfte schenkt er den Menschen Freude! So lässt sich die getrocknete Pflanzendroge des Odermennigs gut mit anderen Kräutern mischen. Ein Beispiel dafür ist die Kombination mit der Echten Goldrute. Ein Tee, der aus einem Gemisch der beiden aufgegossen wird, weist z. B. eine belebende und blutreinigende Wirkung auf.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
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www.kraeuterpfarrer.at

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