Montag, 18. Februar 2019

Der Lavendel beruhigt und spendet Zuversicht

Ausgabe 2019.02

Der Brauch, unter dem Sammelbegriff „Natur des Jahres“ verschiedene Tiere und Pflanzen für zwölf Monate vor den Vorhang zu holen, lenkt die Aufmerksamkeit vieler Menschen in Richtung dieser Schätze unserer wunderbaren Schöpfung.


Foto: Adolf Blaim

Darunter gibt es etliche, die wir leider als bedrohte Spezies bezeichnen müssen. Beim Lavendel (Lavandula angustifolia) trifft dies Gott sei Dank nicht zu. Unser Verein „Freunde der Heilkräuter“ in Karlstein/Thaya hat ihn zu Österreichs Heilpflanze des Jahres 2019 gekürt. Die Wahl dieses aromatisch duftenden Lippenblütlers soll eine erneute Einladung dazu sein, sich vermehrt und darüber hinaus ganz praktisch mit Heilkräutern auseinanderzusetzen, um so den persönlichen Bezug zur Natur zu vertiefen. Davon profitieren dann ja letztlich auch die seltenen Arten, die wiederum für sich selbst dem aufbrauchenden Zugriff des Menschen durchaus entzogen bleiben sollen.

Im Hinblick auf die eigene Gesundheit ist der ursprünglich mediterran beheimatete Lavendel ein Wärmebringer, der in erster Linie das Gemüt erreicht. Hält man sich z. B. an lauen Sommerabenden entlang der Beete auf, die mit den Stöcken der blauviolett blühenden Kräuterfreuden bestückt sind, so wird man unweigerlich von einem herrlichen ätherischen Duft eingehüllt. Das allein bringt schon einen beruhigenden Effekt mit sich.

Aber auch für die Herzgesundheit ist Lavendel anzuraten. Dazu kann ein Tee etwas beitragen, den man ganz einfach zubereitet. Von einem Gemisch getrockneter Blüten und Blätter des Lavendels nimmt man 2 Teelöffel voll. Diese Menge übergießt man mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, ehe man den Aufguss abseiht und in eine Tasse leert. Dann mit etwas Zitronensaft und Honig anreichern. Den wohlschmeckenden Tee schluckweise zu sich nehmen. Das erweist sich vor allem bei depressiv anmutenden Phasen als belebend und aufweckend und hebt gleichzeitig den Willen zum Guten. Strapazierte und überreizte Nerven profitieren ebenso von diesem Getränk.

Zusätzlich möchte ich auch auf die Büscherl nicht vergessen, die man binden kann, wenn man die getrockneten Blütenstängel des Lavendels zusammenbündelt. Man kann diese sehr gut in Wohnräumen aufhängen, um das dortige Klima zu verbessern. Lästige Insekten wie Fliegen und Mücken meiden diesen Geruch. Muss jemand das Krankenlager hüten, dann ist es auch sinnvoll, den getrockneten Lavendel in dessen Nähe zu positionieren. Das kann sich nämlich unterstützend auf den Gesundungswillen des Patienten auswirken. Seien wir prinzipiell dankbar dafür, dass es die verschiedenen Heilkräuter von Natur aus gibt, um unser Leben zu bereichern! 

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