Sonntag, 19. November 2017

Der Fenchel – gut für den Darm, gut für die Haut

Ausgabe 2017.11

Das Erforschen der Geschichte ist ein spannendes Unterfangen.


Foto: Adolf Blaim

Mithilfe von archäologischen Fundgegenständen und alten Schriftstücken kann man Licht in längst vergangene Epochen bringen, um die Lebensumstände der damaligen Zeit besser verstehen und annähernd rekonstruieren zu können. Dies betrifft jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Heilkräuter. Schauen wir doch in diesem Sinne einmal genauer auf ein uns allen bekanntes Gewürzkorn.
Schon im 9. Jahrhundert hat der kräuterkundige Abt Walahfrid Strabo einen durchaus praktischen Ratschlag mithilfe des Fenchels, um den es konkret geht, für uns parat, der bis heute nicht von der Hand zu weisen ist. So meint er, Fenchelfrüchte zusammen mit Ziegenmilch eingenommen, helfen mit, dass Blähungen zurückgehen und die Trägheit des Darms gemindert wird. Es soll dabei Milch einer Ziege verwendet werden, die gerade ein Zicklein gesetzt hat. Diese Milch gilt bis heute als leicht verdaulich.
Hildegard von Bingen setzt das Lob über den Fenchel fort: „Der Fenchel hat eine angenehme Wärme, schadet auch roh genossen dem Menschen nicht. In jeglicher Zubereitung heitert er den Menschen auf, bewirkt wohltuende Wärme und Schweiß und fördert die Verdauung.“ Ja, der Doldenblütler Fenchel (Foeniculum vulgare) hat in der Tat viel zu bieten. Die Pflanze ist luftig und leicht aufgebaut, so- dass man sie manchmal mit dem Dill verwechseln kann. Jedoch sind seine Blätter und der Stamm blaugrün gefärbt. Der Fenchel hilft nicht nur Kleinkindern, wenn sie unter Blähungen leiden. Er ist generell gut für den Verdauungstrakt, die Milchdrüsen und den Unterleib. Wer den Fenchel zu sich nimmt, kann auch besser aufatmen, denn er hilft Asthmaleidenden, Krämpfe zu lindern und bei Bronchitis den Schleim zu lösen. Gehen wir nun einen Schritt weiter, um die gute Wirkung des Fenchels für die äußere Schutzschicht unserer Physis aufzufinden. Dafür lässt sich ein Hautwasser herstellen und zum Einsatz bringen.
Man nimmt dazu 4 Esslöffel Fenchelsamen und zerstößt diese in einem Mörser, überbrüht diese dann mit einem 3/4 Liter kochenden Wasser und lässt das Ganze 30 Minuten lang ziehen. Danach abseihen und in ein Gefäß füllen, das einen Liter fasst. Das ausgekühlte Ergebnis mit 1/4 Liter 70%igem Alkohol aufgießen und gut durchschütteln. In dunkle Fläschchen füllen und kühl lagern. Am besten verwendet man dieses Hautwasser als Einreibung bei fettiger Haut und bei schlechter Durchblutung derselben.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.kraeuterpfarrer.at

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