Donnerstag, 23. Mai 2019

Das Salz des Lebens

01. April 2011

Ob in Ernährungsfragen oder bei Körpertherapien - jeden Tag werden Figurexperten  mit der Frage konfrontiert: Salz oder nicht Salz? Verfechter von salzarmer bis salzloser Kost stehen den gesunden „Salzigen“ gegenüber, die sich auch beim Verzehr des Dreifachen der empfohlenen Tagesmenge (maximal sechs Gramm) wohlfühlen.


Foto: iStockphoto.com Wer hat nun recht? Die Anhänger des sogenannten Natursalzes (Meersalz, Himalayasalz etc.) oder die Befürworter des ganz normalen Kochsalzes? Was schädigt oder nützt nun unserer Gesundheit? Wir haben uns einen Expertentipp eingeholt:

Silvia Eberharter – Shape-Line Figurexpertin und Nährstoff-Coach 

Erwachsene sollten sich an ein Maximum von sechs bis neun Gramm halten. Zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen sind mindestens etwa zwei Gramm täglich notwendig. Die Fähigkeit, Salz wieder auszuscheiden, ist von Person zu Person verschieden. Daher kann eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch zuviel Salz nicht bestätigt werden. Man weiß, dass eine gesunde Niere durchaus in der Lage ist, sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig auszugleichen und so für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Wasser und Salz im Körper zu sorgen.

TIPP: Ein Großteil des Salzes ist „versteckt“ in Wurst, Käse, Geräuchertem, Gepökeltem und in Fertigprodukten vorhanden. Daher reichen laut FSAI (Irish Food Safety Authority) für 97,5 Prozent der Bevölkerung rund vier Gramm Salz aus. Eine komplett salzfreie Kost führt dagegen in sehr kurzer Zeit zum Tod.

Natursalz oder Kochsalz - welches ist nun gesünder? Und wie viel Salz darf man essen?

Silvia Eberharter meint: „Wir brauchen Salz zum Überleben. Ohne Salz funktioniert im Körper gar nichts. Weder die Muskeln, noch das Gehirn - und auch der Energiehaushalt wäre gestört. Das, was wir dafür brauchen, ist sowohl in Natursalz als auch in Kochsalz drinnen.“

Natursalz enthält 84 lebenswichtige Elemente, Kochsalz hingegen nur noch zwei, nämlich Natrium und Chlorid. Denn alles andere wird bei der industriellen Produktion zerstört. Unser handelsübliche Speisesalz ist jedoch für den Motor „Körper“, wenn man sich insgesamt ausgewogen ernährt, völlig ausreichend.

Durch eine gesunde Ernährung werden dem Organismus alle wichtigen Elemente zugeführt, die er zum Funktionieren braucht (z.B. Kalium, Calcium oder Magnesium). Wollten wir den Tagesbedarf an Mikronährstoffen nur über Salz decken, müssten wir so viel davon essen, dass wir in kürzester Zeit krank wären, da die Mengen an diesen 84 Elementen im Salz so gering sind.

Salz in der Therapie

Anwendungsbereiche gestern und heute

Bereits im dritten Jahrtausend vor Christus erzählt ein Bericht des Arztes Imhotep über die Anwendung von Salz zum Austrocknen infizierter Wunden, um dadurch Entzündungen zu heilen. Die alten Griechen wiederum verwendeten Salzzäpfchen (Mischung aus Honig und Salz) gegen Verstopfung. Auch im Mittelalter war Salz sehr gefragt. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) bediente sich des Salzes genauso zu Heilzwecken wie der berühmte Paracelsus (1493 - 1541). Auch Jahrhunderte später verabreichte Sebastian Kneipp Salzwickel und bis heute hat Salz nichts von seiner Bedeutung für die Heilkunde verloren.

Salzbäder und Salzwickel haben sich bei degenerativen Erkrankungen, Osteoporose, Problemen mit der Wirbelsäule, Schäden am Bewegungsapparat, der Muskulatur, bei Verspannungen aber auch bei Atemwegserkrankungen oder Hautleiden wie Schuppenflechten bewährt. Denn Salzbehandlungen führen zum Öffnen der Hautgefäße und zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung. Durch eine warme Behandlung (30 bis 45 Grad) wird der Heilungsmechanismus durch Schwitzen verstärkt.

„Dieses Prinzip wird auch bei unserem Huminat Salzwickel angewendet. Die Übersäuerung des Körpers wird gestoppt. Säuren, Salze und selbst schwer abbaubare Schwermetalle, die den Organismus vergiften und belasten, werden aus dem Bindegewebe ausgeleitet“, erklärt Silvia Eberharter.

 

shape_logo_3d_deutschQuelle:
Shape-Line

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