Samstag, 21. September 2019

Das große Krabbeln

Ausgabe 2018.09

Jeder, der Kinder hat, wird irgendwann mit einer Plage konfrontiert: Denn Kopfläuse verbreiten sich bei den Kleinen besonders rasch. 


Foto: iStock-STUDIOGRANDOUEST 6

 

Es beginnt mit dem großen Kratzen.Und der Grund allen Übels ist nur drei Millimeter groß: die Kopflaus. „Diese sechsbeinigen Insekten sind sehr flink“, erklärt Dr. Judith Glazer, Präsidentin der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs. „Sie können nicht fliegen oder springen, aber verbreiten sich rasch auf krabbelnde Weise.“ Deshalb sind auch Kinder so häufig betroffen. Die Kleinen stecken gerne die Köpfe zusammen und bieten den Plagegeistern dadurch perfekte Umzugsmöglichkeiten von Kopf zu Kopf. Gerade deshalb ist es wichtig, den Kindergarten bzw. die Schule zu verständigen, sobald Kopfläuse beim Nachwuchs bemerkt wurden.

Rasche Hilfe
Durch eine rasche Behandlung kann man die kleinen Quälgeister schnell loswerden. Dabei gilt es, sowohl den erwachsenen Läusen als auch ihrem Nachwuchs, den Nissen, an den Kragen zu gehen. Innovative Anti-Laus- Präparate machen sowohl den Nissen als auch den ausgewachsenen Exemplaren den Garaus. „Sie wirken physikalisch, das bedeutet, sie verstopfen oder verkleben die Atemöffnungen der Läuse und die Luftlöcher der Nissen“, so die Ärztin. Die Übeltäter ersticken innerhalb von Minuten und trocknen aus. „Wenden Sie die Produkte nach einer Woche nochmals an, um sicher alle Parasiten abzutöten“, rät Glazer.

Sofortmaßnahmen bei Kopfläusen

Kontrolle ist besser. Juckalarm am Kopf Ihres Kindes? Dann ist eine umgehende Untersuchung angesagt. Erwachsene Läuse sind mit freiem Auge erkennbar, Nissen entdecken Sie mit einer Leselupe. Eine weitere Möglichkeit: die Verwendung eines Nissen-Kamms.

Keine falsche Scham. Um eine weitere Verbreitung der lästigen Kleinsttiere zu verhindern, ist es notwendig, den Kindergarten bzw. die Schule umgehend zu informieren. Nur so können die anderen Kinder kontrolliert und behandelt werden. Es gibt keinen Grund zu falscher Scham, denn Kopfläuse kann jeder bekommen!

Hilfe aus der Apotheke. Haben Sie Läuse ausgemacht, ist eine sofortige Behandlung mit einem guten Anti-Laus-Mittel gefragt, das den Läusen physikalisch zu Leibe rückt. Fragen Sie nach natürlichen Mitteln aus der medizinischen Aromatherapie.

Alle für einen. Untersuchen Sie alle anderen Familienmitglieder auf Lausbefall. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ist es am besten, die gesamte Familie mitzubehandeln.

Lausfrei. Läuse können abseits des Kopfes zwar nicht lange, aber dennoch einige Stunden überleben. Reinigen Sie daher alle Kämme und Bürsten unter heißem Wasser und wechseln sie die Bettwäsche der gesamten Familie!

Ab zum Arzt! Auch wenn Kopfläuse grundsätzlich „nur“ lästig, aber völlig ungefährlich sind, ist ärztliche Kontrolle notwendig, wenn Kleinkinder unter 2 Jahren betroffen sind.

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