Dienstag, 21. Mai 2019

Das Echte Labkraut gegen Stress

Ausgabe 2018.11

Hektik und Stress sind Begriffe, die jeder von uns kennt.


Foto: Adolf Blaim

Kein Wunder, wenn die Zeit immer schnelllebiger zu werden scheint. Man muss schon eine große Disziplin aufbringen, um nicht Sklave der sogenannten Neuen Medien zu werden, die durchaus ihre Vorteile besitzen. Aber ein Ausgleich tut allemal gut.

Im Reich der Kräuter kenne ich ein liebenswertes Wesen, das für gewöhnlich als Echtes oder Gelbes Labkraut (Galium verum) bezeichnet wird. Es stammt aus der Familie der Rötegewächse und ist vornehmlich auf trockenen Wiesen, an Hängen, Böschungen und Waldrändern anzutreffen. Wie Goldfedern steht es am Wegrand. Er winkt einem förmlich zu, der verzweigte, rispenartige Blütenstand, übersät mit kleinen zitronengelben Blütensternchen. Auffallend ist überdies der zarte Honiggeruch, den dieses Heilkraut ausstrahlt.

Man erntet es bei sonnig-trockenem Wetter zu dessen Blütezeit. Die Stängel schneidet man knapp über dem Boden ab, bündelt die Triebe und hängt sie an einem luftigen Ort zum Trocknen auf.
Es liegt nahe, das Labkraut als Grundlage für einen Tee zu verwenden. Dazu nimmt man 2 Teelöffel voll des getrockneten und zerkleinerten Krautes und übergießt diese Menge mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und hernach abseihen. Dieser Aufguss kann vor allem am Abend getrunken werden. Tut man das über eine Zeit von zwei bis drei Wochen, so wird dadurch der Magen- und Darmtrakt unterstützt. Leber und Milz profitieren ebenso davon. Bei Nierengrieß ist es ebenfalls ratsam, den Labkrauttee zu trinken. Nicht vergessen möchte ich das Lymphdrüsensystem, das in diesem Heilgewächs einen Animator vorfindet.

Übrigens: Wer das Echte Labkraut in getrockneter Form in ein Kräuterkissen füllt und dieses ins Bett neben sich legt, kann dessen angenehmen Duft auch beim Einschlafen genießen. Das hilft, besser zur Ruhe zu kommen. Diese Anwendung kann sich ebenso als schmerzlindernd bei Gicht- und Rheumaleiden erweisen.

Zum Schluss möchte ich noch einen kulinarischen Tipp weitergeben. Nehmen Sie ein Glas Sauermilch. In dieses rührt man 1 Teelöffel voll trockener Blüten des Labkrautes ein. 15 Minuten zugedeckt stehen lassen, dann noch einmal durchrühren und trinken. Das schmeckt nicht nur sehr angenehm, sondern erweist sich gleichzeitig als gesundheitsfördernd, weil so die besonderen Wirkkräfte des Labkrautes gut über die Verdauung in den gesamtem Organismus gelangen können. Darin kann man u. a. in Grippezeiten eine vorbeugende Maßnahme entdecken.

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