Dienstag, 24. September 2019

Das Beifußkraut bei Magen- und Darmstörungen

Ausgabe 2019.09

Im Reich der Kräuter gibt es viele Varianten an Erscheinungsformen.


Foto: Adolf Blaim

Meist sind es die Blüten, die unsere Blicke begeistern und faszinieren. Vor allem in der botanischen Familie der Korbblütler finden wir zahlreiche Beispiele. Zu dieser Gruppe zählt auch der Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris), der auch als Wilder Wermut bezeichnet wird. Von diesem Heilkraut kann man wohl nicht behaupten, dass es sich durch sein Äußeres von seiner Umgebung markant abhebt. Eher begleitet er trockene Wege und bewächst sandige Böschungen und fügt sich mit seinen dunkelgrün gefärbten Blättern gut in seine Umgebung ein. Die Blüten des Beifußkrautes sind ganz klein und unscheinbar ausgebildet. Und dennoch gilt es, vor diesem Gewächs Achtung zu haben. In erster Linie sind es die Bitterstoffe, die schon unsere Vorfahren über viele Generationen hinweg zu schätzen wussten. Diese erweisen sich bis heute als vorteilhaft, wenn es gilt, ein Gewürz für fette Speisen parat zu haben.

In der Tat hilft der Beifuß mit, die Fettverdauung zu beschleunigen, nachdem z. B. ein deftiger Schweins- oder Gänsebraten genossenwurde. Da dieses Gewächs nicht zu den gefährdeten Arten unserer Heimat zählt, kann man vor allem im ausgehenden Frühjahr darangehen, einen Stock des Wilden Wermuts an einer passenden Stelle in der Natur auszugraben, ihn zu teilen und das Gewächs in den eigenen Kräutergarten zu pflanzen. Gerne darf man den Beifuß dann in getrockneter Form dazu heranziehen, um ihn als fäulniswidriges und innerlich reinigendes Hausmittel zu verwenden. Das gilt in besonderer Weise für alle Magen- und Darmstörungen, die zudem mit unangenehmen Gerüchen verbunden sind.

Für einen Aufguss nimmt man 2 Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Blätter der Beifußpflanze, übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt beides zusammen 5 Minuten zugedeckt ziehen. Danach abseihen und ungesüßt trinken. Am besten nimmt man dann gleich morgens nach dem Aufstehen und am Abend je 1 Tasse davon schluckweise zu sich.

Übrigens erweist sich eine derartige Anwendung auch günstig für all jene, die unter zeitweiligen Schwindelanfällen leiden. Ebenso profitieren Frauen davon, die während ihrer Periode unter Unpässlichkeiten leiden. Achtung! In der Schwangerschaft nicht anwenden! 

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-09 130x173

Aktuelles Heft 09/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 4. Oktober

 

Unsere Ausgabe 07-08/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Hand aufs Herz – wie nutzen Sie Ihr Handy?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information