Sonntag, 19. Mai 2019

Cholesterinsenker: Müssen sie wirklich sein?

Ausgabe 2018.12-2019.01
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Um die Cholesterinwerte zu senken, werden gerne Statine verschrieben. Doch die Gefahr von Nebenwirkungen ist groß. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie es schaffen, auf natürliche Weise Ihre Bluttfettwerte zu verbessern.


Foto: Depositphotos_oporkka

Zu hohes Cholesterin! Das hört fast jeder von uns einmal im Leben. Kein Wunder, gehört die Hypercholesterinämie, so der Fachausdruck für erhöhte Cholesterinwerte im Blut, zu den weitverbreitetsten Phänomenen in der Medizin. Interessant: In den nordeuropäischen Ländern ist der Cholesterinspiegel deutlich höher als in südeuropäischen. Dafür sind Unterschiede in der Ernährung und genetischen Veranlagung verantwortlich. In einer Studie des Robert-Koch-Instituts in Deutschland geben 20 Prozent der Befragten an, dass in den letzten zwölf Monaten eine Fettstoffwechselstörung festgestellt wurde. Mit steigendem Alter nimmt sie deutlich zu. Oftmals erhalten Betroffene dann sogenannte Statine, cholesterinsenkende Medikamente.

So senken Sie Ihren Cholesterinspiegel auf natürliche Weise!

Beachten Sie folgende Tipps – und der Cholesterinspiegel sinkt von allein!

• Nicht rauchen
• Kein Zucker, kein Weißmehl
• Kein Fleisch, keine Wurst, keine fetten Milchprodukte
• Keine Fertigprodukte und fetthältigen Backwaren

Stattdessen:
• Regelmäßige Bewegung
• Obst, Salat, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Saaten, Sprossen
• Hafer
• Avocados, Oliven, Kurkuma, rote Zwiebel
• Beeren wie Heidelbeeren und Cranberries
• Sojaprodukte
• Walnüsse und Walnussöl
• Probiotika, Flohsamenschalenpulver
• Hochwertige Fette wie natives Olivenöl, Leinöl, Hanföl, Rapsöl
• Fasten und Entspannung

Ursachen für hohes Cholesterin
„Eine Hypercholesterinämie ist mehr ein Symptom als ein reines Krankheitsbild und meistens die Folge eines bestimmten Ernährungs- und Lebensstils oder die Folge anderer Erkrankungen“, erklärt Primarius Dr. Polys Polydorou, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin, Geriatrie und Stoffwechselerkrankungen im Landesklinikum Baden–Mödling. Durch cholesterinreiche Ernährung oder übermäßigen Alkoholkonsum kommt es zu einer Überlastung des Fettstoffwechsels im Körper und die verursacht hohe Cholesterinwerte im Blut. „Aber auch Krankheitsbilder wie z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Magersucht, verschiedene Nieren- und Gallenerkrankungen oder Zuckerkrankheit können einen erhöhten Cholesterinspiegel verursachen. Außerdem kann es die Nebenwirkung bei der Einnahme von Kortison und anderen Hormonen, Betablockern oder Thiaziden (Therapie von hohem Blutdruck) sein. Genetische Faktoren spielen bei den meisten Fettstoffwechselstörungen eine wichtige Rolle, die aber häufig erst bei einer ungesunden Lebensweise, Übergewicht oder Bewegungsmangel in Erscheinung treten“, weiß der Stoffwechselexperte. Für alle Eltern wichtig ist: „Es gibt Menschen mit einer erblich bedingten Erhöhung des Cholesterins, die bereits in jungen Jahren ein zehnfaches Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall haben. Daher ist es empfehlenswert, schon im Kindesalter die Blutfette bestimmen zu lassen.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Cholesterinsenker: Müssen sie wirklich sein?
Seite 2 LDL, HDL

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