Freitag, 22. Februar 2019

Brustkrebs – der Feind in mir

Ausgabe 07-08.2013
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Nicht nur seit sich US-Star Angelina Jolie die Brüste entfernen ließ, ist das Thema Brustkrebs wieder in allen Medien. GESÜNDER LEBEN sagt, wie Sie am besten vorsorgen können.


Foto: Can Stock Photo Inc. - 4774344sean

Brustkrebs ist eine Erkrankung, die uns alle angeht. Statistisch gesehen wird jede achte bis neunte Frau im Lauf ihres Lebens mit der Diagnose konfrontiert, 28 Prozent davon sind unter 50 Jahre alt. Univ.-Prof. Dr. Susanne Taucher, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Fachärztin für Chirurgie an der Universitätsklinik Innsbruck: „Ein kurzer Blick auf die Statistik zeigt, dass die Anzahl der Neuerkrankungen pro Jahr annähernd gleich bleibt, die Sterblichkeit jedoch deutlich gesunken ist.“ Der Grund dafür: „Die moderne Medizin hat viel über die Möglichkeiten der Früherkennung gelernt, und wir können schon in einem sehr frühen Stadium mit der Behandlung beginnen. Und dadurch“, so die international anerkannte Brustkrebs-Expertin weiter, „verbessern sich die Chancen auf ein langes, erkrankungsfreies Überleben.“

Brustkrebs: Die Warnsignale

Stellen Sie ein oder mehrerer Symptome fest, konsultieren Sie Ihren Arzt!

  • Knoten in der Brust
  • neu aufgetretene Einziehung der Brustwarze
  • Größenveränderung der Brust
  • einseitige blutige oder wässrige Sekretion aus der Brustwarze
  • Rötung der Brust
  • Ekzem der Brustwarze
  • Knoten in den Achselhöhlen

Was ist Brustkrebs genau? Das Mammakarzinom ist eine bösartige Veränderung des Brustgewebes und entsteht meist im Drüsengewebe der Brust. Die sogenannten „duktalen Karzinome“ entwickeln sich in den Milchgängen der Brust und sind für rund 80 Prozent aller Brusttumore verantwortlich. Die selteneren „lobulären Karzinome“ gehen von den Drüsenläppchen aus. Von einem „Carcinoma in situ“ spricht man, wenn bösartige Zellen für längere Zeit auf einen kleinen Bereich im Drüsen- oder Ganggewebe begrenzt sind.

Unterschiedliche Diagnoseverfahren. Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung, bei der auch kleine, noch nicht tastbare Tumore festgestellt werden können. Bei dichtem Brustdrüsengewebe (die Brustdichte variiert und nimmt mit dem Alter ab) sollte die Mammographie durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt werden. Taucher, die im Frauengesundheitscenter in Hall in Tirol eine Ordination (www.mammagyn.at) eröffnet hat: „Selbstverständlich gehört zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung auch eine Tastuntersuchung, die Hinweise geben kann auf eine Beteiligung der Haut oder auch alarmierend sein muss bei einer Sekretion aus der Brustwarze.“ Weitere Untersuchungen: Vor allem bei Frauen mit Brustimplantaten und Frauen mit genetisch bedingtem Brustkrebserkrankungsrisiko wird zur Früherkennung eine MRT (Magnetresonanztomografie) gemacht. Taucher:„Allerdings kann mit keiner dieser Methoden mit Gewissheit ein bösartiges Karzinom diagnostiziert werden, Gewissheit bringt nur eine histologische Abklärung.“ Dazu wird unter Lokalanästhesie eine Biopsie gemacht, das entnommene Gewebe wird bei einer feingeweblichen Untersuchung beurteilt.

Brustkrebs: die größten Risikofaktoren

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, hängt von der Ernährung, hormonellen Faktoren und Erbfaktoren ab.

Erhöhtes Risiko: genetische Ursache, familiär gehäufte Brustkrebsfälle, Entfernung einer Brustkrebsvorstufe, Brustkrebs in einer Brust.
Gering erhöhtes Risiko: Beginn der Regelblutung vor dem 11. Lebensjahr und später Beginn des Wechsels, Kinderlosigkeit, erste ausgetragene Schwangerschaft nach dem 30. Lebensjahr, fehlende Stilltätigkeit, Fettsucht, erhöhter Alkoholkonsum, geringe körperliche Aktivität, Hormonersatztherapie länger als 10 Jahre, Krebserkrankungen der Gebärmutter, des Eierstocks oder des Dickdarms.

Übersicht zu diesem Artikel:
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