Sonntag, 17. Februar 2019

Bio macht schön!

Ausgabe 2016.11
Seite 1 von 3

In biologischer Kosmetik steckt die Liebe von Mutter Natur. Und das Wissen moderner Forschung. GESÜNDER LEBEN präsentiert die besten grünen Wirkstoffe und zeigt, wie uns Bio schön macht.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - kostolom

Modernen Konsumenten ist Einfachheit ein Bedürfnis geworden. Sie sehnen sich nach schlichter Ehrlichkeit. Ohne viel Schnickschnack. Der moderne Kunde wünscht ein simples Wohlgefühl für sich und seine Haut; natürlich ohne dabei auf Effizienz und Wirksamkeit verzichten zu müssen. Dabei hat biologisch hochwertige Kosmetik nichts mehr mit schwerer Olivenölseife und pickenden Ringelblumencremes zu tun. In Nutzen und Wirkweise zeigt sich grüne Pflege längst auf Augenhöhe mit ihren künstlichen Kollegen. Dabei werden sowohl gezielte Pflegeherausforderungen anspruchsvoller Haut als auch alltägliche Bedürfnisse bedient.

Auf die Verarbeitung kommt es an! Der Unterschied ist lediglich, dass die Rohstoffe direkt aus der Pflanze kommen und nicht aus Erdöl oder chemischen Strukturen gewonnen werden. Die Forschung hat dabei diffizile Aufbereitungsverfahren entwickelt, mit deren Hilfe der maximale Nutzen aus den jeweiligen Naturrohstoffen gewonnen werden kann. So sind natürliche Inhaltsstoffe entstanden, die in puncto Wirksamkeit ihren künstlichen Kollegen in nichts nachstehen. Welche Bestandteile das sind, wie sie aufbereitet werden und woran Sie als Kunde erkennen, ob das Produkt wirklich „grün“ ist? Das verraten wir hier – im großen Naturkosmetik-ABC:
 
 Das ABC der Naturkosmetik
 Wo grün draufsteht, ist auch wirklich grün drin. Jedenfalls, wenn diese Wirkstoffe verarbeitet wurden:

 Algen
Algen sind wegen ihres hohen Gehalts an Eiweiß, Chlorophyll, lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ein beliebter Bestandteil von Naturkosmetik. Besonders gern verarbeitet werden Algen, die in der Tiefsee wachsen, wie z. B. die Blaualge. Warum? Weil Gewächse dieser Regionen wenig bis gar nicht mit Umweltgiften belastet sind. Zudem ist die Blaualge dafür bekannt, die Spannkraft der Haut zu erhalten, die Durchfeuchtung zu unterstützen und regenerierend zu wirken.

 Aloe vera
Auch dieser tropische Klassiker ist aus grünen Cremes nicht wegzudenken. Seine gute Hautverträglichkeit ist dabei längst nicht das einzige Argument. Aloe vera hat mit 160 hautaktiven Wirkstoffen die höchste natürliche Wirkstoffkombination überhaupt. Darüber hinaus gilt sie als eine der effizientesten Feuchtigkeitsspender für trockene Haut. Bis in die tiefe Hornschicht dringt die aus Aloe aera gewonnene Feuchtigkeit ein und wird hier gespeichert. Wegen seiner entzündungshemmenden, ausgleichenden und beruhigenden Eigenschaften wird Aloe vera zudem gern als After-Sun-Pflege eingesetzt.

 Antioxidantien
Auf diese Abwehrstoffe will kein kosmetisches Produkt – egal ob bio oder konventionell – verzichten. Antioxidantien verhindern das oxidative Zellgeschehen und damit eine Verkettung zellzerstörender Prozesse, die bis tief in die empfindliche DNA einer Zelle reichen können. Im Unterschied zu konventioneller Kosmetik setzen Bio-Produkte jedoch auf Antioxidantien natürlichen Ursprungs. Dafür wird vor allem konzentriertes Vi-tamin C oder E aus Zitrusfrüchten gewonnen und in den Produkten verarbeitet.

 Blütenwasser
Neben Lipiden ist es vor allem Feuchtigkeit, die die Basis jeder Creme oder Lotion darstellt. In Naturkosmetik wird für die Feuchtigkeitsversorgung oft und gern mit Blütenwässern gearbeitet. Gewonnen werden diese quasi als Nebenprodukt bei der Herstellung ätherischer Öle. Werden den Blüten nämlich durch ein spezielles Destillationsverfahren die Öle entzogen, bleibt das reine, vitaminreiche Blütenwasser übrig. Seine kosmetische Wirkung kommt jener der Ausgangspflanze nahezu gleich. Blütenwasser ist also mehr als ein bloßer Feuchtigkeitsspender; es ist auch eine wichtige natürliche Nährstoffquelle für die Haut.

 Emulgatoren
Emulgatoren werden bei der Herstellung eines Kosmetikprodukts eingesetzt, um Stoffe miteinander zu verschmelzen, die sich von Natur aus nicht mischen lassen. Öl und Wasser sind Beispiele solcher Essenzen, die grundsätzlich nicht miteinander in Verbindung treten. Während in konventioneller Kosmetik für den Prozess der Emulgation in der Regel  Substanzen auf Mineralölbasis eingesetzt werden, sind in Naturkosmetik solche Stoffe nicht erlaubt. Bio-Produkte bedienen sich des natürlichen Emulgators Lanolin. Es ist eine Art Fett, das aus der Wolle von Schafen gewonnen wird und fähig ist, das Mehrfache seines Gewichts an Wasser aufzunehmen. Findet man in der Zusammensetzungsliste des kosmetischen Produktes also den Wirkstoff „Lanolin“, kann man davon ausgehen, dass hier nicht mit künstlichen Emulgatoren gearbeitet wurde.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Bio macht schön!
Seite 2 Fette
Seite 3 Öle

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