Freitag, 15. Februar 2019

Bewegung gegen Zuckerkrankheit

31. August 2011
Entscheidend ist, dass körperliche Bewegung zu einem fixen Bestandteil des Alltags wird



Nicht an Krebs, sondern an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben die meisten Menschen. „Die klassischen Risikofaktoren der Koronaren Herzerkrankungen sind Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Nikotinmissbrauch und nicht zuletzt die Zuckerkrankheit“, betont Josef Niebauer, Leiter des Universitätsinstituts für Sportmedizin in Salzburg.

Bewegungsmangel und Übergewicht seien die wesentlichen Faktoren, die das Auftreten des leider immer häufiger werdenden Diabetes mellitus Typ 2 begünstigten. Von so genanntem Alterszucker, wie man landläufig dazu sagt, will Niebauer nicht mehr sprechen. Dieser Begriff sei längst überholt, „da mittlerweile immer mehr Kinder und Jugendliche bereits von dieser Erkrankung betroffen sind“.

Wie entsteht Diabetes 2?
Zu wenig körperliche Aktivitäten sowie übermäßiges und ungesundes Essen können nach Angaben Niebauers zu ernsthaften Störungen im menschlichen Stoffwechsel führen. Zunächst entstehe dadurch ein Bedarf an großen Mengen körpereigenen Insulins, dass allerdings zu einem Wirkungsverlust in den Zellen führe. Somit würden immer größere Mengen für die gleiche bzw. gar eine schlechtere Wirkung benötigt.

Die Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, wird überfordert und schränkt ihre Arbeit immer mehr ein. Zuletzt bleibt dann nichts übrig, als Insulin zu spritzen.
Sportmediziner Niebauer ist auch deshalb alarmiert, weil die Krankheit meist erst dann erkannt wird, wenn es bereits zu Folgeschäden gekommen ist. „Die Symptome fallen lange Zeit nicht besonders auf. Durch unbehandelten Diabetes kann es zu Durchblutungsstörungen am Herzen (Infarkt), im Gehirn (Schlaganfall) oder zum typischen Diabetiker-Fuß durch desensibilisierte Nervenzellen kommen. Österreichweit sind derzeit 350.000 Diabetiker erfasst, die Dunkelziffer liegt bei Schätzung von Experten bei 500.000 bis 600.000. Tendenz steigent.“

Je früher die Erkrankung erkannt wird, umso leichter lässt sie sich auch ohne Medikamente in den Griff bekommen, betont Niebauer. In jedem Fall sei in der Therapie körperliche Betätigung eine wichtige Säule. Entscheidend sei aber, dass die sportlichen Aktivitäten zu einem dauerhaften Bestandteil des Alltags würden. „Es geht dabei nicht um Leistungssport, sondern darum, die Freude an der Bewegung zu finden, dass es zu einer echten Umstellung der Lebensgewohnheiten kommt“.

Am Universitätsinstitut für Sportmedizin von Josef Niebauer können Diabetiker an einem maßgeschneiderten Trainingsprogramm für Diabetiker teilnehmen.

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