Sonntag, 22. September 2019

Beerenblätter für unsere Gesundheit

Ausgabe 2019.05

Wer einen eigenen Garten hat, darf sich glücklich schätzen.


Foto: Adolf Blaim

Immerhin bedeutet das, einen Bereich zu besitzen, an den man sich zurückziehen kann. Dort gelten auch ganz andere Maßstäbe als in der oft kräftezehrenden Berufswelt. Leib und Seele baumeln zu lassen, gelingt wohl am besten im grünen Paradies rund ums Haus. Gewiss bedarf es des Einsatzes der eigenen manuellen Fertigkeiten und Stärke, um auch im Garten etwas weiterzubringen, ihn zu hegen und zu pflegen. Die Mühe lohnt sich spätestens, wenn das Ernten losgeht!

Vor allem die Stauden und Pflanzen, die Beeren tragen, sorgen für eine frische Abwechslung am Speise-
tisch und für mundende Köstlichkeiten direkt vor Ort. Für die Naturheilkunde gibt es aber schon früher einen Vorteil, bevor noch die reifen Früchte zur Verfügung stehen. Es handelt sich dabei um die Blätter, die bereits im frühen Sommer für einen guten Ertrag sorgen. Meistens aber übersieht man diese wertvollen Gaben der Natur.

Beginnen wir am besten bei der Walderdbeere (Fragaria vesca). Sie kommt sehr häufig an Stellen vor, die naturbelassen sind. Die meisten von uns werden wohl auch das starke Aroma kennen, das von den reifen Früchten ausgeht. Die Blätter der Walderdbeeren erntet man schon im jungen Stadium, also sobald sich die Blüten bilden und aufgehen. Die alten Exemplare sind bitter und faktisch nicht zu gebrauchen. Als Inhaltsstoffe finden wir in den grünen Teilen Gerbstoffe, Vitamin C und ätherisches Öl. In getrocknetem Zustand kann man die Walderdbeer-Blätter mit anderen Kräutern mischen, um damit einen Tee aufzugießen und somit den Stoffwechsel zu fördern. Wird die Droge solitär verwendet, so kann man damit Erkrankungen der Harnorgane begleiten oder mithelfen, Hämorrhoiden zu reduzieren.

Gehen wir weiter zu den Himbeeren (Rubus idaeus). Die Wildform trifft man vor allem in lichten Wäldern des Berg- und Hügellandes, auf Kahlschlägen oder in Gebüschen an. In den Blättern der rutenartigen Schösslinge finden sich ähnliche Stoffe wie bei den Erdbeeren. Himbeerblätter kann man heranziehen und verwenden, um damit eine gute Funktion der Galle zu fördern.

Und schließlich landen wir noch bei den Brombeeren (Rubus fruticosus). Deren grünen Blätter enthalten sehr hohe Anteile an Gerbstoff. Somit sind sie prädestiniert, um einen Tee damit aufzugießen, den man vor allem bei Durchfall trinken kann, um den Darm wieder zur Ruhe zu bringen. Um die Haut zu stärken, sind Waschungen mit Brombeertee angebracht. 

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