Montag, 18. Dezember 2017

Baldrian – Gelassenheit für Mensch und Tier

Ausgabe 2017.06

Die Welt besteht nicht aus einem isolierten Nebeneinander.


Foto: Adolf Blaim

Wenn das aufgrund der immer wieder gedroschenen Phrase: „Mach, was du willst – Hauptsache, du wirst glücklich dabei!“ zumindest bei der Spezies Homo sapiens auch den Anschein erwecken mag, so liegt es doch auf der Hand, dass unser kleiner blauer Planet sein Angesicht verloren hätte, würden nicht alle und alles auf wunderbare Weise zusammenspielen.

Der Baldrian ist ein gutes Beispiel dafür. Von alters her wird er ob seiner Fähigkeit geschätzt, die gespannten Nervenfäden in ruhigere Bahnen zu legen. An seinem natürlichen Standort schaut der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) gleichsam zu, wie sich der nahe Fluss oder der nahe Bach verändert. Ja, er übersteht auch kurze sommerliche Überflutungen, da er mit seinen Wurzeln tief im Erdreich verankert ist. In den unterirdischen Teilen des Heilgewächses ist ein ätherisches Öl gespeichert, das unserem Körper und unserem Geist gute Dienste erweisen kann.

Wenn wir uns in Erinnerung rufen, dass wir als Lebewesen miteinander verbunden sind, dürfen wir auch die Tiere nicht vergessen. Da entsinne ich mich eines Anrufs einer Leserin, die mir voll Stolz berichtete, dass mithilfe von Heilkräutern ihr Hund, der bereits eingeschläfert werden sollte, noch ein ganzes Lebensjahr geschenkt bekam. Ja, warum soll denn nicht auch für das Tier gut sein, was der Mensch für sich wie selbstverständlich in Anspruch nimmt?

Vielleicht hat jemand zu Hause eine Katze oder deren mehrere, die Abwechslung, Nähe und Wärme ins Leben bringen. Der Baldrian hat sich auch schon bei den schnurrenden Lieblingen bewährt. Bei Krämpfen aller Art kann man den Baldrian bei Katzen als Beruhigungsmittel heranziehen. Das gilt ebenso für Verdauungsstörungen, bei Koliken und Magenverstimmungen. Entweder reicht man Baldriantee als Tagestränke oder man verabreicht mit Klugheit und List ein Pulver aus zerstoßenen und zerriebenen getrockneten Baldrianwurzeln. Bei Katzen reicht eine Menge von ca. 1 ½ Teelöffeln als Tagesration, bei anderen, großen Haustieren können es 20 bis 50 g sein. Übrigens kann man eine Baldriantinktur auch einfach dazu verwenden, um damit einen Wattebausch in einer Duftschale jeden Tag neu zu beträufeln. Wenn sie dann langsam verdunstet, hilft sie, lästige Fliegen und Mücken von den Zimmern fernzuhalten. Gleichzeitig geht mit dieser Anwendung ein beruhigender Effekt für alle menschlichen Bewohner dieser Räume einher. Dies geschieht einfach durch das Einatmen der in der Luft befindlichen Inhaltsstoffe des Baldrians.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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