Dienstag, 19. Februar 2019

Auto fahren ohne Rückenschmerzen

Ausgabe 2018.11

Gesunder, schmerzfreier Rücken trotz stundenlanger Autofahrten? Ja, es geht! GESÜNDER LEBEN verrät die besten Ausgleichsübungen während langer Autofahrten.


Ob zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Familienfeier oder in den Urlaub: Das Auto ist mit Abstand unser wichtigstes Transportmittel. Wie viel Zeit wir tatsächlich in unserem Auto verbringen, ist aber bedenklich: Laut Studien legt der Europäer rund 15.000 Kilometer jährlich mit seinem Fahrzeug zurück. 40 Prozent der (europäischen) Autofahrer sitzen dabei mehr als anderthalb Stunden pro Tag im Auto. Für viele Fahrer ist der Autositz gleichzeitig gar der Arbeitsplatz. Laut einer Berechnung verbringen wir im Durchschnitt insgesamt zwei Jahre und sechs Monate unserer Lebenszeit im Auto. Das bleibt nicht ohne gesundheitliche Folgen: Fahrer klagen, so berichtet die „Aktion Gesünder Rücken“ (AGR), häufig über Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Nackenbeschwerden, Beschwerden in den Beinen, Schulterschmerzen und Kopfschmerzen. Von Müdigkeit und Konzentrationsproblemen ganz abgesehen.

Stress für Nerven und Rücken
„Autofahren wird von Medizinern und Therapeuten als die schlimmste Form des Sitzens bezeichnet“, bestätigt Detlef Detjen von AGR. „In erster Linie handelt es sich um Verspannungen der Muskulatur, die sich schmerzhaft äußern. Im schlimmsten Fall können auf die Dauer auch die Bandscheiben geschädigt werden.“ Ursachen dafür sind zum einen die einseitigen Belastungen der Muskeln beim Gasgeben oder Kuppeln. Aber auch die erzwungene Bewegungsarmut, Stöße durch Schlaglöcher oder starkes Bremsen sowie ein falsch eingestellter Autositz schaden unserem Skelett. Logisch: Je länger und häufiger die Autofahrten, desto ungesünder sind sie. „Neben Pausen mit ausreichend Bewegung sollte der Fokus auf den Autositz gelegt werden“, rät Detjen. Dieser sollte unbedingt gewisse Mindeststandards erfüllen. Es gilt, so der Experte: „Eine individuelle Einstellbarkeit ist sowohl bei der Rückenlehne als auch bei der Sitzfläche entscheidend.“ Sitzhöhe, Sitzneigung und vor allem die Länge der Sitzfläche müssen den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden können: „Denn nur dann stimmen Sitzdruckverteilung, Komfort und Überblick!“ Ausgeprägte Seitenführungen an Rückenlehne und Sitzfläche verhindern zudem das Verrutschen des Körpers und sorgen „für eine aufrechte, entspannte Haltung“, betont Detjen. Generell raten Ärzte zu einer härteren Sitzfläche, da diese zu einer besseren Haltung führt. Ein kleiner Polster im Kreuz kann die Lendenwirbelsäule unterstützen.

 

ruecken

Foto: Übungen_Auto_Detjen

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