Donnerstag, 01. Oktober 2020

Das neue Anti-Stress-Programm: Nützen Sie Ihr kluges Herz! - In drei Schritten zu positiven Gefühlen

Ausgabe 2020
Seite 2 von 3

 In drei Schritten zu positiven Gefühlen

Auch Sie können bei Stress auf Ihr Herz hören!
Probieren Sie es einfach aus!

1. Stressreduktion im Moment selbst
Um dies zu erreichen, lautet die erste Aufgabe, in der Stresssituation kurz auf die Pause-Taste zu drücken und die Aufmerksamkeit auf die Herzgegend zu richten. „Wir verbinden uns mit unserem Herzen, indem wir unsere Atmung bewusst beobachten, etwas verlangsamen und uns vorstellen, dass wir durch unser Herz ein- und ausatmen“, so Krutti. Durch diese Atemfokussierung wird der Parasympathikus aktiviert – jener Teil des autonomen Nervensystems, der für Regeneration und Ruhe zuständig ist. „Zudem entziehen wir dadurch auf der mentalen Ebene den stressauslösenden Gedanken und Gefühlen unsere Energie und Aufmerksamkeit“, ergänzt Dr. Wolf-Dieter Nagl. Der Arzt für Allgemeinmedizin, psychosoziale und psychosomatische Medizin hat bei Reiner Krutti die Ausbildung zum HeartMath-Coach absolviert und wendet die Methode bei vielen seiner Patienten in seiner Praxis in Mödling an.

2. Neue emotionale Reaktionsmuster
„Im nächsten Schritt geht es darum, zu lernen, wie wir unsere Emotionen regulieren können“, so Krutti. „Wir fühlen, was wir denken. Daher gilt es, das Gefühl – zum Beispiel Gelassenheit – in den Körper zu bringen.“ Am besten gelinge das, so der Coach, wenn man an etwas Positives denke, etwa seinen Lieblingsort. „Versuchen Sie, diesen Ort zu visualisieren und ihn sich so genau wie möglich vorzustellen. Liegt der Ort am Meer, dann denken Sie an das Rauschen der Wellen und Ähnliches.“ Das Ziel: an das Gefühl heranzukommen, das der Ort bei einem auslöst. „Unsere emotionalen Muster sind antrainiert. Wenn ich also immer wieder bewusst und aktiv das Gefühl der Gelassenheit in Stresssituationen hervorrufe, wird das alte Gewohnheitsmuster ab- und ein neues aufgebaut.“

3. Sich mit dem Herzen verbinden
„Wenn ich diese Übung immer wieder anwende, höre ich automatisch auf mein Herz und muss in Folge immer seltener Stressmanagement anwenden, da die Resilienz – unsere Widerstandskraft – gestärkt wird. Und das Ergebnis dieser Übung ist direkt und sofort über Biofeedback messbar“, so Krutti. Nicht nur Coaches, Ärzte, Therapeuten und Sporttrainer wenden die HeartMath-Methode an. Immer öfter halten die Übungen auch Einzug in große Konzerne, Banken oder Medienhäuser. In den Niederlanden werden selbst Polizisten seit Jahren in HeartMath trainiert, um unter Druck klarer denken und handeln zu können.

„Jeder kann dieses einfache Stressmanagement selbst im Alltag anwenden“, so Krutti. Personen mit speziellen Angstthemen rät der Coach zu professioneller Begleitung. „Oft ist man sich seines Stresslevels gar nicht bewusst und würde sich als entspannt beschreiben“, so der Trainer. „Da braucht es dann auch jemanden, der die richtigen Fragen stellt, feinjustiert und hilft, das Beste aus der Methode herauszuholen.“ Auch Dr. Nagl rät dazu, sich die Übungen anfangs zeigen zu lassen: „Wir arbeiten unter anderem auch mit Visualisierungen, die sofort im Kopf bleiben, wenn man sie einmal gesehen hat, und die die Übungen am Anfang erleichtern“, so der Arzt. Das Feedback seiner Patienten fällt durchwegs positiv aus: „Das liegt auch an der einfachen Anwendung der Übungen im Alltag. Ich kenne keine stressreduzierende Methode, die einfacher, einladender und effektiver ist als HeartMath.“

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Das neue Anti-Stress-Programm: Nützen Sie Ihr kluges Herz!
Seite 2 In drei Schritten zu positiven Gefühlen
Seite 3 Experten Interview

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