Montag, 13. Juli 2020

Achten Sie auf Ihr Herz! - Dicker Bauch

Ausgabe 2020.06
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Dicker Bauch
„30 Prozent der Herz-Patienten sind manifest zuckerkrank. Und ein Drittel davon weiß es gar nicht“, so Prof. Huber, der in dem Zusammenhang auch vor einer Zunahme des metabolischen Syndroms warnt – einer Kombination aus Übergewicht, Insulinresistenz (Vorstufe des Diabetes), Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Beim Übergewicht ist oft von bauchbetonter Fettsucht die Rede, denn mittlerweile ist man der Meinung, dass der Bauchumfang mehr Aussagekraft hat als der BMI (Body-Mass-Index). „Gemessen wird dieser in der Höhe des Bauchnabels und ohne dass man den Bauch einzieht. Unter einem Umfang von 94 Zentimetern bei Männern und 80 Zentimetern bei Frauen ist das o. k. Mehr sollte es nicht sein. Liegen wir allerdings beim Mann über 102 Zentimeter und bei der Frau über 88 Zentimeter, muss man schleunigst aktiv werden und abnehmen“, so der Experte. Crash-Diäten sind wegen des Jo-Jo-Effekts nicht zu empfehlen. Besser, man stellt die Ernährung langsam, dafür aber langfristig um.

Herzhaft gesund
Während man einerseits auf Fett, rotes Fleisch und zuckerhaltige Getränke verzichten sollte, gibt es andererseits zahlreiche Lebensmittel, die einen positiven Effekt auf Blutdruck, Blutfettwerte und das Entzündungsgeschehen im Körper haben. So verbessert beispielsweise grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold oder Salat dank seines Vitamin-K-Gehalts die Gefäßfunktion und gilt aufgrund der ebenfalls darin enthaltenen Nitrate als natürlicher Blutdrucksenker. Vollkorn versorgt uns mit Ballaststoffen, die das „böse“ LDL-Cholesterin senken. Auch Walnüsse und Mandeln helfen, das LDL-Cholesterin in Schach zu halten und das „gute“ HDL-Cholesterin zu erhöhen. Da Nüsse aber sehr fetthaltig sind, sollte man nicht mehr als eine kleine Handvoll pro Tag davon essen. Apropos Fett: Zu viel Butter, Käse, Chips und Fast Food, frittierte Speisen und Beilagen schaden, fetter Fisch indes wie etwa Lachs senkt Blutdruck und Blutfette. Genießen Sie also zwei-, dreimal pro Woche Fisch und reichen Sie zum Beispiel einen Paradeisersalat mit Olivenöl dazu. Sowohl Paradeiser als auch Oliven enthalten Antioxidantien und beugen dadurch versteckten Entzündungsprozessen im Körper vor. Weiters sind Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Erbsen, Linsen) zu empfehlen. Dank ihres hohen Eiweißgehalts stellen sie nicht nur einen hervorragenden Fleischersatz dar, sondern helfen unter anderem, Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu senken. Für Naschkatzen gibt es antioxidative Beeren und dunkle Schokolade, deren hoher Kakao-Anteil das Risiko für Gefäßverkalkungen senken kann. Selbstverständlich nur, wenn mit Maß und Ziel „gesündigt“ wird.

Kurz und gut:
Durch einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung, Verzicht auf Nikotin, und zu viel Alkohol und nicht zuletzt durch eine positive Lebenseinstellung tragen Sie wesentlich dazu bei, dass Ihr Herz lang gesund bleibt.

 

Übersicht zu diesem Artikel:
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