Dienstag, 24. September 2019

Achten Sie auf Ihr Herz– es ist mehr als nur eine Pumpe!

Ausgabe 2019.09
Seite 1 von 3

Trotz Hightech-Medizin gibt es keinen Rückgang bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 33.000 Herz-Kreislauf-Tote (das sind vier von zehn Sterbefällen) gab es im vorigen Jahr in Österreich. Mit provokanten Thesen lässt nun ein deutscher Mediziner aufhorchen. Er plädiert für mehr Achtsamkeit, mehr Bewegung, mehr Lebensfreude. Aber vor allem für eine ganzheitliche Sicht auf das „Wunder Herz“.


Foto: iStock-Natali Mis

Unser Herz ist unser zentrales Organ, der eigentliche Mittelpunkt unseres Organismus. Alle Körperfunktionen sind abhängig von seiner Leistungsfähigkeit. So sorgt es für die gesamte Durchblutung und den Nährstofftransport in jeder Lebenslage“, schreibt Dr. Christian W. Engelbert, Facharzt für Allgemeinmedizin und Rettungsmedizin sowie für Akupunktur- und Naturheilverfahren in Berlin in seinem neuem Buch „Herzbalance“. So weit, so gut. Unser Herz pumpt Blut durch unseren Körper. Ist also eine Pumpe. „Der Begriff Pumpe“, widerspricht der Mediziner, „wird unserem Wunderorgan im Zentrum des Kreislaufs nicht gerecht. Es ist viel mehr als eine Pumpe. Denn unser Herz besitzt Fähigkeiten, die vielen Menschen gar nicht bekannt sind. So misst das Herz zum Beispiel den Mineraliengehalt, den Säuregrad sowie die Volumenschwankungen des durchfließenden Blutes. Es kann mit speziellen Zellen krank machendes Fett ,riechen’ und darauf reagieren. Es staut Blut zurück und verteilt es je nach Anforderung des Organismus. Und“, so Engelbert weiter, „das Herz produziert sogar selbst Hormone, die den Wasser- und Salzgehalt im Körper balancieren.“ Die eigene Hormonproduktion, die Mess- und Regulationsprozesse und, nicht zu vergessen, die seelischen Qualitäten – dazu kommen wir später – würden unser außergewöhnliches Organ auszeichnen. Daher sollte eine Erweiterung im Verständnis von Erkrankungen, die sich am Herzen manifestieren, wie Herzinfarkt, Herzgefäßerkrankung, Herzschwäche, Rhythmusstörungen und Bluthochdruck stattfinden. Hilfreich sei dabei, die Herzfunktion nicht allein aus dem Blick der Mechanik zu erkennen. „Das Herz ist Impulsgeber unseres Lebens und bedarf besonderer Pflege“, ist Mediziner Engelbert überzeugt.

Buchtipp

buch1Dr. Christian W. Engelbert

Herzbalance Wie Sie Ihr Herz unterstützen und stärken und Ihr inneres Gleichgewicht finden

288 Seiten, Herbig Verlag, 20,60 Euro

Mach dein Herz fit!

So pflegen und stärken Sie Ihr Herz einfach und schnell daheim. GESÜNDER LEBEN zeigt bungen aus dem Buch „Herzbalance“.

Ölziehkur
Eine uralte Methode, um in der Früh toxische Stoffe in der Mundhöhle zu reduzieren. Nehmen Sie zwei Teelöffel eines biologischen Pflanzenöls, ziehen und pressen Sie das Öl durch Zähne und Mundhöhle. Sobald das Öl milchig wird, spucken Sie es aus, spülen Sie den Mund mit Wasser und putzen Sie sich die Zähne.

Dauer: je nach Öl bis zu 15 Minuten


Trockenmassage mit der Klosterbürste
Diese spezielle Bürste (im Inneren sind feinste Fäden einer Kupfer-Zinn-Legierung, am äußeren Rand Rosshaar) verbessert die Durchblutung und somit den Stofftransport und die Entgiftung. Und sie trägt dazu bei, den Herz- und den Dünndarmmeridian zu aktivieren. Streichen Sie vor dem Duschen morgens mit der Bürste erst vom rechten Fuß, dann vom linken in Herzrichtung bis zur Hüfte. Es folgen rechter und linker Arm von der Hand ausgehend.

Dauer: 3 bis 5 Minuten


Herzpunkt 7 – klopfen
Die beruhigende, entspannende Wirkung zeigt sich u. a. bei Stress, Herzklopfen, Nervosität und Schlaflosigkeit. Den Punkt am inneren Handgelenk direkt bei der Beuge (rechte Hand linke Seite, linke Hand rechte Seite) mit Zeige- oder Mittelfinger sanft beklopfen.

Dauer: 1 Minute je Seite


Herz-Gruß
Dabei wird das „Ansaugen“ der Energie mit der Vorstellung des „Herz-und-Darm-Haltens“ verknüpft. Hüftbreit mit leicht gebeugten Knien stehen, die Hände nach außen Richtung Himmel richten, Körper und Arme so weit wie möglich in die Höhe strecken und Energie „ansaugen“. Die Arme zum Körper zurückschnellen lassen, die rechte Hand auf die Herzgegend, die linke auf den Bauch unterhalb des Nabels legen. Einige Zeit so verweilen. Dann wieder Körper und Arme strecken und dieses Mal die rechte Hand auf den Bauch und die linke auf die Herzgegend legen.

Dauer: 3 bis 15 Minuten (vier Wiederholungen)


Herz-Lächeln
Auch wenn Ihnen nicht zum Lächeln zumute ist – versuchen Sie es. Die positive Wirkung macht sich sofort (auch bei den Blutdruckwerten!) bemerkbar.

Dauer: Sekunden bis Stunden

Herz-Gefühl
Leiten Sie Ihren Atem zum Herzen und hüllen Sie es in eine hellfarbige Luftwolke. Summen Sie einen für Sie angenehmen tiefen Ton und spüren Sie die Vibration im Brustbereich.

Dauer: beliebig


Herzgefühl-Rückschau
Fördert das bewusste Erleben. Legen Sie die rechte Hand auf Ihre Herzregion, die linke Hand auf den Bauch unterhalb des Nabels. Atmen Sie tief ein, leiten Sie den Atem zum Herzen und versuchen Sie jede Kleinigkeit des vergangenen Tages in Erinnerung zu rufen.

Dauer: beliebig


Atmen als Heilmittel
Das tiefe Ausatmen aktiviert den für Entspannung und Regeneration zuständigen Parasympathikus. Lassen Sie den Atem ruhig ausströmen; sobald die Luft entwichen ist, atmen Sie noch weiter aus, bis der Impuls zur Einatmung kommt. Lassen Sie die Luft ohne Ihr Zutun einströmen. Wiederholen Sie die Übung mehrmals.

Dauer: beliebig

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Achten Sie auf Ihr Herz– es ist mehr als nur eine Pumpe!
Seite 2 Unser Herz
Seite 3 Experten Interview

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