Dienstag, 17. Juli 2018

Achte auf Deinen Darm!

Ausgabe 2017.12/2018.01

Gesunder Lebensstil


Foto: iStock-PeopleImages

1. PRÄVENTION
Gesunder Lebensstil. „Es wird uns immer mehr bewusst, dass die Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt auch Risikofaktoren für Darmkrebs sind“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Monika Ferlitsch. Ein gesunder Lebensstil hilft also, das Krebsrisiko zu minimieren, und unterstützt die Darmgesundheit. „Vermeiden Sie Übergewicht, rauchen Sie nicht, gehen Sie verantwortungsvoll mit Alkohol um, gönnen Sie sich Entspannungsphasen und achten Sie auch auf eine ausgewogene Ernährung“, erläutert die Medizinerin die wichtigsten Richtlinien. Mindestens dreimal pro Woche sollte zudem sportliche Betätigung in den Alltag involviert werden, denn: Das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, ist bei körperlich aktiven Personen um 25 % geringer!

Achten Sie auf Ihre Ernährung. Die Ernährungsweise ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Darmkrebsvorsorge.

Die Österreichische Krebshilfe rät zu folgenden 10 Richtlinien:
1.    Essen Sie lieber kleinere Portionen, dafür häufiger.
2.    Ernähren Sie sich ballaststoffreich.
3.    Essen Sie häufig Fisch.
4.    Reduzieren Sie den Verzehr von fettigen, frittierten und geräucherten Speisen.
5.    Essen Sie häufiger fermentierte Lebensmittel.
6.    Wählen Sie häufiger mageres Fleisch.
7.    Essen Sie 3 Milchprodukte täglich.
8.    Trinken Sie mehr als 2 Liter pro Tag.
9.    Nehmen Sie sich für Ihr Essen ausreichend Zeit.
10.    Achten Sie auf Ihren Body-Mass-Index.

2. Vorsorge

Früherkennung. Um das 40. Lebensjahr sollte ein erstes Gespräch mit einem Arzt stattfinden, in dem auch vorhandene Risikofaktoren wie die genetische Veranlagung und eventuelle andere Darmerkrankungen erhoben sowie die beste individuelle Vorsorgemethode geklärt werden sollen. Ebenfalls ab dem 40. Geburtstag ist einmal jährlich ein Okkulttest zu empfehlen. Damit kann verborgenes Blut im Stuhl, das von Polypen oder bösartigen Tumoren im Darm stammen kann, entdeckt werden. Die Koloskopie gilt als bestmögliche Vorsorge zur Früherkennung von Polypen und Adenomen. Sie wird von der Krankenkasse als Vorsorgeleistung übernommen und sollte, sofern keine Risikofaktoren vorhanden sind, mit 50 erstmals durchgeführt werden. Ist das Ergebnis unauffällig, kann man sich mit der nächsten Darmspiegelung zehn Jahre Zeit lassen.

3. Information

Österreichische Morbus Crohn/Colitis  Ulcerosa Vereinigung: www.oemccv.at
Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH): www.oeggh.at
Österreichische Krebshilfe: www.krebshilfe.net
Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge: www.vorsorgekoloskopie.at
Initiative Gesunder Darm: gesunderdarm.at

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