Dienstag, 21. Mai 2019

Neues aus Medizin und Wissenschaft

Ausgabe 2017.12/2018.01

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


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Gesundheit & Familie machen uns am glücklichsten

Was Glück wirklich bedeutet, dem ging eine aktuelle Studie des Marktforchungsinstituts MAKAM Research nach. Insgesamt 1.950 Österreicher ab 15 Jahren wurden befragt, was sie glücklich macht und wie sie Glück definieren. Nicht überraschend: Gesundheit, aber auch Familie und Partnerschaft stehen gleichauf auf Platz 1 im Glücks-Ranking: 6 von 10 Befragten gaben an, dass Gesundheit, eine liebevolle Familie sowie eine funktionierende Partnerschaft der für sie größte Glücksfaktor sei. Freundschaften, auf die man sich verlassen kann, werten immerhin 38 Prozent der Österreicher als allerwichtigsten Aspekt, um Glücksgefühle entstehen zu lassen. Für 22 Prozent ist das größte Glück, einem Job, der sie erfüllt, nachgehen zu dürfen, wobei dies häufiger von Männern sowie von Personen mit höherem Bildungsgrad genannt wurde. Ebenfalls 22 Prozent sehen Glück darin, sich über Kleinigkeiten im Leben freuen zu können – dieser Meinung sind allerdings allen voran Frauen. Auf den weiteren Glücks-Plätzen: Sorgenfrei leben zu können (21 Prozent), das Leben zu schätzen und genießen zu können (19 Prozent) sowie finanziell sorgenfrei zu sein (18 Prozent). Letzteres ist vor allem für Singles wichtig.

Neue Behandlungsmethode Kardiogener Schock

34.000 Österreicher erleiden jährlich einen akuten Herzinfarkt. 10 Prozent gehen mit einem Pumpversagen des Herzens einher. Wird dieser „kardiogene Schock“ nicht behandelt, führt er zum Tod. Medizinische Leitlinien geben vor, wie eine unverzügliche Behandlung zu erfolgen hat: „Im Herzkatheterlabor wird das verschlossene Herzkranzgefäß aufgedehnt. Gleichzeitig sagen die Leitlinien, dass in diesem Zuge auch weitere Engstellen der Herzkranzgefäße mitbehandelt werden sollen“, erklärt Prof. Holger Thiele, Uniklinik für Kardiologie am Herzzentrum Leipzig (D). Die Ergebnisse einer Studie mit Thiele als Leiter, bei sich der mehr als 700 Patienten beteiligten, zeigte Erstaunliches: „Wir konnten nachweisen, dass es – in Bezug auf das Überleben und gefährliche Begleiterkrankungen wie schweres Nierenversagen – die Prognose der Betroffenen erheblich verbessert, wenn ausschließlich das für den Infarkt verantwortliche Gefäß behandelt wird“, so Thiele. Zusammengefasst gilt beim kardiogenen Schock für Ärzte also: Keep it simple!

Spezialseide kann bei Akne helfen!

Akne ist die häufigste Hautkrankheit, an der meist Jugendliche und junge Erwachsene leiden. An der Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie in Graz wurde nun eine innovative Therapieoption getestet, die bis dato vorwiegend bei Neurodermitis, Epidermolysis bullosa (Schmetterlingshaut) und Hauterkrankungen im Intimbereich zum Einsatz kommt. Die Ergebnisse machen Akne-Betroffenen Mut: Zehn jugendliche Patienten mit Akne im Bereich des Rückens trugen sechs Wochen lang nachts ein T-Shirt aus DermaSilk, einer medizinisch veredelten Seidenfaser mit antimikrobieller Wirkung. Während der Studie wurden keine Medikamente verabreicht, auch gab es keine Veränderung des Lebensstils. Obwohl DermaSilk nur in der Nacht getragen wurde, zeigte sich bei sieben Patienten eine statistisch signifikante Verbesserung des Hautbildes.

Zahl des Monats 31%

... der österreichischen Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren sind gefährdet, eine massive Essstörung zu entwickeln. Das ergab die „Mental Health in Austrian Teenagers“-Studie. Zur Risikogruppe zählt, wer zwei der folgenden Punkte mit Ja beantwortet: „Absichtliches Erbrechen“, „Kontrollverlust beim Essen“, „Signifikanter Gewichtsverlust“, „Sich dick fühlen, obwohl andere einen für dünn halten“ oder „Starke Beschäftigung mit Essen“.

Imitiere mich, dann mag ich dich!

Eine Studie der Universität Leipzig (D) beschäftigte sich mit dem menschlichen Nachahmungsverhalten beim Kennenlernen. Die insgesamt 139 Probanden kannten sich zuvor nicht. Sie wurden in gleichgeschlechtliche Gruppen aufgeteilt. Jede Person sollte mit den anderen Teilnehmern aus der eigenen Gruppe ein Kennenlerngespräch führen. Davor und danach gab jeder Teilnehmer an, wie sympathisch er die andere Person fand. Die Studie belegt, dass die Wahrscheinlichkeit, das Gegenüber nachzuahmen, umso größer ist, je sympathischer der erste Eindruck ausfällt. Und: Die Nachahmung gibt der imitierten Person das Gefühl, gemocht zu werden, und führt dazu, dass die nachahmende Person als sympathischer wahrgenommen wird. „Durch Nach­ahmung können wir also unsere eigene Beliebtheit steigern“, so die Studienleiter.

Warnung vor Piercings

Obwohl Piercings und Körpermodifikationen an Nase und Ohren offiziell als ungefährlich gelten, warnen HNO-Ärzte vor diesem Modetrend: Wird die Knorpelhaut, die den empfindlichen Knorpel im Ohr- und Nasenbereich schützt und ernährt, durchtrennt, können Bakterien und Viren eindringen und eine Infektion auslösen. Kommt es daraufhin zum Absterben von Knorpelgewebe, kann es zu Deformierungen oder zum vollständigen Verlust von Teilen der Ohrmuschel oder der Nase kommen. Wenn schon ein Piercing, muss dieses unbedingt unter strengen, aseptischen Bedingungen erfolgen. Beim Tunnel-Piercing (hier wird ein Platzhalter im Ohrläppchen eingebracht und langsam aufgeweitet) gibt es ein weiteres Problem: Soll dieses wieder entfernt werden, sind häufig zu wenig Hautreste übrig, um das Loch wieder zu verschließen.

Zehn Jahre jünger Sport treiben!

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. Das zeigt eine Auswertung der deutschen Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“, in deren Rahmen seit 1992 rund 500 Frauen und Männer zwischen 35 und mittlerweile 80 Jahren begleitet und regelmäßig auf Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer oder Feinmotorik getestet wurden. Außerdem ermittelte man dabei Blut- und Körperfettwerte sowie das seelische Wohlbefinden. „An unseren Daten sieht man: Der 50-jährige Aktive ist so fit wie der 40-jährige Inaktive“, erklärt Co-Studienkoordinator Klaus Bös. Die Studie zeige zudem, dass mit fortschreitendem Alter zwar die Wehwehchen zunehmen – die Gesundheitssportler seien allerdings deutlich seltener betroffen.

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