Dienstag, 19. Februar 2019

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 2018.04
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Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft –rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: iStock-phive2015

 

Schokolade ist gut fürs Herz!

Gute Nachrichten für alle Naschkatzen: Schokolade senkt nachweislich das Risiko von Herzrhythmusstörungen. Forscher der Universität Aalborg in Dänemark und der Harvard T.H. Chan School of Public Healthin den USA untersuchten über einen Zeitraum von 13,5 Jahren insgesamt 55.000 Dänen (Männer und Frauen) im Alter zwischen 50 und 64 Jahren. Bei 3.346 Probanden wurde in diesem Zeitraum Vorhofflimmern diagnostiziert. Jene, die sich ein- bis dreimal im Monat eine Portion dunkle Schokolade (circa 30 Gramm) gönnten, wiesen ein 10 % geringeres Risiko für Vorhof­flimmern auf. Bei Menschen, die einmal wöchentlich Schokolade naschten, war die Rate um 17 % geringer; bei Naschkatzen, die zwei- bis sechsmal wöchentlich in die Nachlade griffen, sogar um 20 % niedriger. Verantwortlich sei dafür laut Studie der hohe Anteil an Flavonoiden in dunkler Schokolade: Diese wirken sich günstig auf die Funktion der Blutgefäße aus.  Doch die Forscher mahnen zur Vorsicht: Zu hoher Schokolade-Verzehr sei wegen des großen Anteils an Zucker und Fett nicht zu empfehlen.

Starke Monatsblutung? Achtung vor Eisenmangel!

Während einer Monatsblutung verliert eine Frau zwischen 5 und 80 ml Blut – das entspricht einem Eisenverlust von 2,5 bis 40 Milligramm. Frauen mit starker Regelblutung verlieren sogar mehr als 80 Milliliter Blut pro Zyklus. „Viele Frauen unterschätzen, wie hoch ihr Blutverlust durch die Menstruation ist“, warnt Dr. Doris Gapp von der Wiener Privatklinik Woman & Health. „Das Risiko eines Eisenmangels ist hoch!“ Dieses Risiko erhöht sich zusätzlich, wenn die Regelblutung mehr als eine Woche andauert oder sich das Regelintervall auf unter 25 Tage verkürzt. Die Symptome eines Eisenmangels: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Haarausfall, brüchige Nägel und eine höhere Infektanfälligkeit. Gapp rät in diesem Fall zu einem Bluttest und, wenn nötig, zu einer Eisentherapie: Diese kann in Form von Präparaten oder Infusionen erfolgen. Übrigens: Ist der Eisengehalt im Körper bereits so niedrig, ist auch ein Mehr an eisenhältiger Nahrung sinnlos. Eine Frau müsste pro Monat rund 15 kg Rindfleisch essen, um den Bedarf von 40 mg Eisen zu decken.

Blutdruckmedikamente nicht für Potenzstörungen verantwortlich

Viele Männer mit Bluthochdruck leiden unter einer erektilen Dysfunktion. Meist werden die dazu benötigten Medikamente dafür verantwortlich gemacht. Zu Unrecht: Die Potenzstörungen sind laut Deutscher Hochdruckliga eher Folge weiterer Gesundheitsstörungen. Eine Meta-Studie untersuchte die Wirksamkeit von zwei Blutdruckmedikamenten und einem Cholesterinsenker bei mehr als 12.000 Menschen. Diese hatten neben einem erhöhten Blutdruck weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Unter den Probanden waren 153 Männer, die zu Beginn der Studie durchschnittlich 61,5 Jahre alt waren, 58 Prozent von ihnen wiesen eine erektile Dysfunktion auf. Rund sechs Jahre wurden sie mit den oben genannten Medikamenten behandelt. Weder unter der Behandlung mit den Hochdruckmedikamenten noch mit dem Cholesterinsenker kam es häufiger zum Auftreten einer neuen erektilen Dysfunktion.

Zahl des Monats 46 %

... der Deutschen nutzen regelmäßig Dr. Google, um sich medizinischen Rat zu holen. Das belegt eine Studie der deutschen Bertelsmann Stiftung. 58 % der Befragten holten sich Informationen aus dem Netz vor einem Arztbesuch, 62 % taten dies nach dem Arzttermin. Damit zählt das Internet nach Gesprächen mit Ärzten und Angehörigen oder Freunden bei unseren Nachbarn zu den drei häufigsten Informationsquellen in Gesundheitsfragen.

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