Samstag, 25. Mai 2019

10 Fragen zum Thema Wasser!

Ausgabe 03/2012
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Im März feiern wir wieder den „Tag des Wassers“. Wie wichtig Wasser für unsere Gesundheit ist und was Sie sonst noch rund um das Thema Trinken wissen müssen, verraten wir Ihnen hier.

Foto: iStockphoto.com - Daniel Laflor
Am 22. März wird bereits zum neunzehnten Mal der „Weltwassertag“ gefeiert. An diesem Tag soll die öffentliche Aufmerksamkeit nicht nur darauf gelenkt werden, dass nach wie vor Millionen Menschen in Entwicklungsländern oder nach Naturkatastrophen keinen Zugriff auf sauberes Wasser haben, es wird auch die große Bedeutung von Wasser für die menschliche Gesundheit in den Mittelpunkt gestellt. Nicht ohne Grund nennt die ganzheitliche Medizin „Wasser“ als eine der vier Säulen der Gesundheit (neben „Ernährung“, „Bewegung“ und „Entspannung“).
GESÜNDER LEBEN beantwortet die zehn wichtigsten Fragen rund um die Themen Wasser, Trinken und menschliche Gesundheit.

Wie viel Flüssigkeit soll man täglich zu sich nehmen?
Der menschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser, rund 2,5 Liter davon werden täglich auf natürlichem Weg (Urin, Schweiß …) ausgeschieden. Um den Wasserhaushalt im Körper im Gleichgewicht zu halten, sollten diese 2,5 Liter dem Körper wieder zugeführt werden – sowohl per Flüssigkeit als auch per Nahrung. Die Wiener Ernährungsberaterin Ursula Pabst (www.ernaehrungsinstitut-pabst.at) rät: „Wer viel Gemüse isst, nimmt bereits auf diese Weise einiges an Flüssigkeit auf. Wer dagegen stark salzhaltige Fertiggerichte verspeist, braucht mehr Wasser.“ Der individuelle Wasserbedarf ist sowohl von äußeren Faktoren wie Hitze, körperlicher Aktivität oder Stress, aber auch von Alter und Gewicht abhängig.

Ist es egal, was man trinkt?
Nein! Am gesündesten ist Wasser, da hier viele für den Körper wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten sind. Kräuter- und Früchtetees (am besten ungesüßt) sind abwechslungsreiche und wirksame Durstlöscher, während Obst- und Gemüsesäfte zwar wichtige Vitamine enthalten, aber weniger zur Durstbekämpfung geeignet sind. Milch (enthält wichtiges Kalzium!) und Fruchtsäfte (mit Wasser verdünnt) zählen Ernährungsexperten zu Lebensmittel, da sie zusätzlich Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate liefern.

Was ist gesünder: Leitungs- oder Mineralwasser?
Herbert Schlossnikl, Sprecher des Forums Natürliches Mineralwasser betont, dass österreichisches Leitungswasser zwar von guter Qualität sei, es aber zum Teil mit Ozon oder Chlor behandelt wird. „Die Mineralisierung von Trinkwasser ist meist sehr gering. Mineralwasser hingegen zeichnet sich durch die jeweils besondere Mineralstoffzusammensetzung und seine ursprüngliche Reinheit aus.“ In Mineralwässern sind
u. a. Kalzium, Magnesium, Sulfat, Natrium und Eisen enthalten.

Ernährungsberaterin Pabst allerdings ist der Meinung, dass „Mineralwasser zur Versorgung von Mineralstoffen für gesunde Erwachsene nicht nötig“ sei, da der Bedarf daran durch die Nahrung ausreichend abgedeckt wird.

TEST: Gesünder Leben sucht das beste Mineralwasser Österreichs!
Die fünf GESÜNDER-LEBEN-Tester trafen einander im schicken Wiener Restaurant „schon schön“ (Andreasgasse, 1070 Wien) zur Blindverkostung von sieben österreichischen (prickelnden) Mineralwassersorten. Gut eine Stunde lang wurde probiert, gustiert – und abschließend bewertet. Welches Mineralwasser war das Beste? Und warum? Anhand der Verkostungsnotizen erstellte jeder Tester sein persönliches Ranking, das am Ende zu einem Gesamtranking zusammengefasst wurde. Für das Beste gab es jeweils sieben Punkte, für das zweitbeste sechs – das am wenigsten überzeugende Wasser bekam einen Punkt Hier die Ergebnisse des großen GESÜNDER-LEBEN-Mineralwassertests.

  • Platz 1: Vöslauer. Gleich zwei Juroren setzen das prickelnde Wasser aus Niederösterreich auf Platz 1. Seiwald lobte den „ausgewogenen, milden“ Geschmack. Für Gaisbauer war der Kohlensäuregehalt „genau richtig“. Weitere Attribute der Tester: „frisch, klar, erfrischend“. Nur Gerdenits war weniger begeistert: „Alltagswässerchen“. Dennoch: Klarer Sieg für Vöslauer mit 29 Punkten.
  • Platz 2: Waldquelle. Zwei Juroren favorisierten die burgenländische Waldquelle. Gerdenits erfreute das „Kitzeln am Gaumen“, Aschbacher war von der Frische und Klarheit begeistert. Zwei der Juroren monierten allerdings einen etwas dominanten Säuregeschmack bzw. eine leicht bittere Note. 25 Punkte.
  • Platz 3: Juvina. Strobl war vom feinen Prickeln begeistert („fast wie Champagner!“) und setzte Juvina auf Platz 1. Auch Gerdenits meinte „champagnerprickelnd“. Für Seiwald war es hingegen „zu viel Kohlensäure“. Alle Juroren lobten aber den frischen, neutralen Geschmack. 22 Punkte.
  • Platz 4: Alpquell. Während die meisten Tester Alpquell einen unspektakulär-neutralen Geschmack attestierten, konstatierten Seiwald und Aschbacher einen „sehr pelzigen Nachgeschmack“. 21 Punkte.
  • Platz 5: Römerquelle. Römerquelle kam durchwegs auf durchmischte Kritiken. Seiwald meinte „leicht pelzig auf der Zunge“, die meisten Tester lobten hingegen den sehr neutralen Geschmack, das Wasser eignet sich daher gut für Mischgetränke (G‘spritzter). 20 Punkte.
  • Platz 6: Astoria. Unsere Tester waren sich einig – allesamt setzten sie Astoria unabhängig voneinander auf den vorletzten Platz. „Zu wenig Kohlensäure“ (Gaisbauer), „fad“ (Gerdenits und Seiwald) und „leicht bitterer Nachgeschmack“ (Strobl) waren die Kritikpunkte. 10 Punkte.
  • Platz 7: Gasteiner. Auch Gasteiner konnte die Juroren nicht begeistern. Vier setzen das Wasser auf den letzten Platz. „Leicht säuerlicher und erdiger Nachgeschmack“ (Strobl), „säuerlich“ (Seiwald, Gaisbauer) wurde moniert. Nur Aschbacher konnte sich etwas für Gasteiner erwärmen: „Ich mag den leicht würzigen Geschmack“. Dennoch: 9 Punkte.

Die Tester waren: Mario Aschbacher, Webentwickler; Stefanie Gaisbauer, Studentin der Veterinärmedizin; Elfriede Gerdenits, PULS 4-Moderatorin; Hermann Seiwald, Gastronom „schon schön“; Ralf Strobl, Chefredakteur GESÜNDER LEBEN.


Sollte man zu Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure greifen?
Schlossnikl betont: „Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure ist weniger eine Frage der Gesundheit als eine Frage des Geschmacks.“ In Österreich wird Wasser mit Kohlensäure bevorzugt, so Schlossnikl. Tipp: Mineralwässer mit unterschiedlichem Obst- und Fruchtgeschmack („Near Water-Getränke“) sind eine gute Alternative zu Mineral- oder Leitungswasser und weisen einen deutlich niedrigeren Zuckergehalt auf als Fruchtsäfte.

Wie entsteht eigentlich Mineralwasser?
Mineralwasser entsteht durch Einsickern von Wasser in Gesteins- und Bodenschichten, die dabei gleichzeitig als natürliche Filter und Mineralstofflieferanten wirken – oftmals über viele Tausende Jahre hinweg, vor allen Umwelteinflüssen bewahrt.

Welche Aufgaben erfüllt Wasser im Körper?
Wasser ist der Grundbaustoff unserer Körperzellen und -flüssigkeiten. Je mehr Flüssigkeit man zu sich nimmt, desto gesünder sind unsere Körperzellen. Beim Verdauungsvorgang werden durch die Verdauungssäfte Nährstoffe aus den Lebensmitteln herausgelöst und können so vom Körper verwertet werden. Das Wasser transportiert im Blut und in den Lymphen diese gelösten Nähr- und Wirkstoffe zu den Zellen, Abfallprodukte des Stoffwechsels werden zugleich den Ausscheidungsorgangen zugeführt. Wasser ist also Lösungs- und Transportmittel.  


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 10 Fragen zum Thema Wasser!
Seite 2 Was bedeutet es eigentlich, „Durst zu haben“?

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