Mittwoch, 01. April 2020

Wir sehen uns oben! - Im Moment leben

Ausgabe 2019.09
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Im Moment leben
Nicht nur der Körper, auch unsere Psyche profitiert vom „Kraxeln“. Zum einen wird die Koordinationsfähigkeit trainiert, gleichzeitig lernt man erneut, im Moment zu leben: Jeder Tritt, jeder Griff muss sitzen. Wenn es an einer Route mal nicht weitergeht, heißt es: nicht die Nerven verlieren! Etwas, das sich auch im Alltag anwenden lässt: „Ich kann heute Stresssituationen besser meistern“, berichtet René. Wie Kerstin schätzt er sportliche Herausforderungen. „Am Bouldern liebe ich, wenn es neue Probleme bei der Route gibt. Dann tüftle oder trainiere ich so lange, bis ich es schaffe. Wenn man nach vielen Versuchen eine Route endlich gemeistert hat, ist das eine große Genugtuung.“ Zusätzlich absolvierten die beiden ein Sturztraining. „Nun lassen wir uns auch regelmäßig fallen, wenn wir gemeinsam klettern“, so Kerstin. Das erweitert nicht nur die eigene Komfortzone, sondern stärkt auch das gegenseitige Vertrauen, ist sie überzeugt. „Ich liebe die gemeinsame Zeit beim Klettern.“

Die besten Kletterhotels

GESÜNDER LEBEN präsentiert Hotels, die sich besonders auf Kletterfans spezialisiert haben.

Südtirol:
Kletterhotel Störesi
Dank 1.000 Klettertouren, 100 Klettergärten sowie zahlreicher Klettersteige mit Mehrseillängen bleibt kein Kletterwunsch unerfüllt. Wer indoor üben möchte, tobt sich auf der 11x5 Meter großen Wand und in der mit 20 Quadratmetern riesigen Boulder-Area aus. Ein professioneller Kletterlehrer bringt Anfängern in Kursen für Kinder und Erwachsene die besten Tricks und Skills bei.
www.hotelstores.it

Vorarlberg:
Hotel Adleri
Bouldern in der Halle, Klettern an den Kletterwänden (Schwierigkeitsgrad 3 bis 8), im Klettergarten oder an den Klettersteigen beziehungsweise entlang der alpinen Routen des Arlbergs, der sich in unmittelbarer Nähe befindet: Langweilig wird es bestimmt nicht! Das urige, aber doch moderne Hotel befindet sich im Bergdorf Warth, das nach einer ausgiebigen Klettertour zum Entspannen einlädt.
www.hoteladler.at

Salzburg:
Salzburgerhof
Ein wahres Kletterparadies: Schon von Weitem sticht die 15 Meter hohe Außenkletterwand ins Auge. Der 250 Quadratmeter großer Kletterbereich bietet 19 verschiedene Routen, die sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene maximalen Kletterspaß garantieren. Highlight ist der beeindruckende Wasserfall entlang der Steinfassade, der im Winter zur Eiskletterwand wird! Bei Schlechtwetter wird im 50 Quadratmeter großen Boulderraum gekraxelt.
www.salzburgerhof.eu

Kärnten:
Heidi Hoteli
Das Kinderhotel am malerischen Falkertsee macht unsere Kleinen zu ganz großen Kletterprofis: Auf einer zwölf Meter hohen Übungswand können Kinder, entlang einer farblich gekennzeichneten Route und natürlich immer top gesichert, ausprobieren, wie es ist, abenteuerlustige Bergsteiger zu sein. Geübtere Kletterer toben sich beim Kinder-Klettersteig aus: An der Spitze des echten Felsens wartet eine rasante Fahrt mit einer 100 Meter langen Seilrutsche!
www.heidi-hotel.at

Steiermark:
Hotel Schwaigerhof
Neben einem umfang- und abwechslungsreichen Wellness- und Spa-Bereich wird für Sportbegeisterte ein Fitnessraum sowie eine Sporthalle geboten – und eine Boulderwand, die es in sich hat: Auf circa 50 Quadratmetern und auf einer Höhe bis 3,25 Metern finden sich 300 Griffe und über 15 abwechslungsreiche Routen in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Der Zwei-Meter-Riesenüberhang sowie der überhängende Schiffsbug sorgen für kreative Erlebnisse an der Wand.
www.schwaigerhof.at

Tipps für Anfänger
Alle, die noch nicht so geübt sind wie René und Kerstin, die mittlerweile verschiedene Sportarten mit dem Klettern verbinden, beispielsweise Bergsteigen und Paragleiten, sollten einige Anfänger-Tipps beachten, rät Expertin Wechner: „Wichtig ist, zu verstehen, dass unsere Muskulatur und unser Kreislaufsystem sich schneller an eine neue Situation anpassen können als unsere Sehnen. Diese brauchen ein bis zwei Jahre, um sich an neue Belastungen zu gewöhnen.“ Um Verletzungen vorzubeugen, so die Klettertherapeutin, sollte man deshalb in dieser Zeit vor allem die Klettertechnik trainieren „und unbedingt auf Zeichen des Körpers hören, also zum Beispiel nicht mit Schmerzen klettern“. Kurse bei Kletterlehrern bieten sich natürlich an.

Therapieklettern
Übrigens gibt es Klettern auch auf Krankenschein: Dann spricht man vom „therapeutischen Klettern“. Hier verfolgt man ein bestimmtes Ziel, zum Beispiel den Muskelaufbau des Rückens nach einem Bandscheibenvorfall. Dazu Wechner: „Beim sportlichen Klettern geht es meist darum, raufzukommen, in der Therapie viel mehr um das Wie und unter Einsatz welcher Muskeln beziehungsweise Gelenke.“ Grundsätzlich ist therapeutisches Klettern für die Rehabilitation vieler Verletzungen geeignet, so Wechner. Eingesetzt wird es in den Bereichen der Orthopädie/Traumatologie, in der Neurologie und in der Therapie mit Kindern. Oft behandelte Krankheitsbilder sind Skoliose und andere Rückenbeschwerden. 

 

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