Samstag, 31. Oktober 2020

Winter wunderland Österreich

Ausgabe 2019.12/2020.01
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Auf der Suche nach einem Geheimtipp für den Winterurlaub? Dann kommen Sie mit auf eine Reise ins Winterwunderland Österreich – abseits von Mainstream, kilometerlangen Kunstschneepisten, aufgesetzter Hüttengaudi, Après-Ski und Co.


Foto: © iStock_ FlairImages

Verschneite Berge und Wälder, zugefrorene Seen, bestens präparierte Pisten und Loipen, Winterwanderwege und Rodelstrecken, Berghütten und Wellnesshotels: Das und mehr ist Winter in Österreich. Denn wenngleich unser Land für die großen Skigebiete mit ihren fast schon legendären Skiorten weltweit bekannt ist, haben wir weit mehr zu bieten. Und man muss nicht immer die Ski anschnallen, sondern kann auch anderweitig sportlich aktiv sein – oder einfach mal die Seele baumeln lassen. Beispiel gefällig? Das Montafon zählt zwar nicht zu den unentdeckten Tälern Österreichs, dennoch gibt es dort nahezu unbekannte Ecken wie die Lindauer Hütte am Ende des Gauertals. Von Latschau aus erreicht man die Schutzhütte über einen präparierten Winterwanderweg nach einem rund 2,5-stündigen Aufstieg. Danach geht es köstlich gestärkt oder vielleicht sogar ausgeschlafen, schließlich bietet die Hütte über 100 Schlafplätze, retour – am besten mit einer Rodel. Aber Achtung: „Gerade beim Rodeln sollte man vorsichtig sein, einen Helm tragen und sich kurz aufwärmen, falls das Bergaufgehen ausgelassen wurde“, betont Gesundheitscoach Mag. Vera Mair MSc. aus Wien. Zudem spielt die Muskelkraft für viele Wintersportarten eine große Rolle: „Speziell beim Skifahren ist Rumpf- und Beintraining wichtig – und zwar schon Wochen vor dem Urlaub. Übrigens passieren die meisten Unfälle bei der ersten oder der letzten Abfahrt – hier also doppelt aufpassen.“

Langlaufen und Winterwandern
Bei anderen winterlichen Aktivitäten ist das Aufwärmen zwar nicht obsolet, jedoch gewissermaßen „inbegriffen“: So wird einem etwa beim Langlaufen schon nach wenigen Minuten warm. Ein regelrechtes Langlaufparadies findet man in Leutasch in Tirol: Schneesicherheit und zugleich erstaunlich mildes Klima bieten beste Voraussetzungen, um sich auf die 245 Loipenkilometer zu begeben. Und obwohl Leutasch zur Olympiaregion Seefeld gehört, lebe es sich hier – so die Einheimischen – ein wenig gemütlicher, ein wenig beschaulicher, ein wenig gelassener als in jenem mondän-geschäftigen und weithin bekannten Wintersportort.

Schneesicherheit darf sich auch das Rauristal im Nationalpark Hohen Tauern auf die Fahnen heften. Die im Winter als Tal der glitzernden Weiten bekannte Region verspricht ein vielseitiges Aktivprogramm: Vom klassischen Ski- oder Skitourenvergnügen auf der 2.200 hohen Rauriser Hochalm bis zum Eisklettern oder Schneeschuhwandern. Wer es gemütlicher angehen möchte, dem stehen 35 km Winterwanderwege offen. Laut Mair eine der besten und gesündesten Möglichkeiten, den Winter zu genießen: „In der kalten Jahreszeit kommt es aufgrund der Heizungsluft oft zum Austrocknen der Schleimhäute und in der Folge zu Erkältungen. Daher gilt: Viel trinken, Wohnung oder eben Hotelzimmer regelmäßig lüften und vor allem an die frische Luft gehen. Das stärkt das Immunsystem und beugt Infekten vor.“

Natur erleben
Da im Winter sowieso alles gemächlicher abläuft, darf man es auch mal langsamer angehen: „Urlaub bedeutet auch Entspannung und nicht nur volles Programm. Erleben Sie einfach mal nur die Natur, den Ausblick auf die Berge, ‚baden’ Sie im Wald, spüren und genießen Sie beim Eislaufen das gefrorene Wasser unter den Füßen, nehmen Sie Ihre Umgebung intensiv wahr“, so die Gesundheitsexpertin. Letzteres kann man ganz besonders gut am zugefrorenen Tristacher See bei Lienz. Und mitunter am Neusiedler See: Skifahrer kommen dort freilich nicht auf ihre Kosten, sehr wohl aber Eisläufer, -segler und -surfer – vorausgesetzt, es ist knackig kalt. Dann nämlich wird der See zur größten Eisfläche Mitteleuropas. Während sich der Neusiedler See als Ausflugsziel für die Wiener anbietet, die nicht das Skivergnügen suchen, kann man nur eine Autostunde westlich der Bundeshauptstadt sehr wohl die Skier anschnallen. Und zwar in Michi Dorfmeisters Heimat Unterberg, ein mit 16 Pistenkilometern und 4 Schleppliften kleines, feines Naturschneeparadies, das neben dem Kinderskiland einen tollen Funpark für Boarder und Freerider bietet.

Kraft und Sonne tanken
Wer indes auf der Suche nach Erholung und Entschleunigung ist, macht sich ins märchenhafte Bergdorf Vorderstoder in Oberösterreich auf: Inmitten des Toten Gebirges liegt diese malerische Ortschaft, die seit bald 15 Jahren zu den heimischen Kraftorten zählt. Mit diesem Gesundheitsprojekt wird das Ziel verfolgt, den Ort von negativen Kraftfeldern zu entstören und so das Wohlbefinden aller zu steigern.

Nahezu legendär sonnige Skihänge findet man im steirischen Lachtal, wo im Übrigen mit Nici Schmidhofer ein weiteres heimisches Ski-Ass zu Hause ist. Doch zurück zur Sonne, die wir in der dunklen Jahreszeit so oft wie möglich tanken sollten: „Fast niemand schafft es, im Sommer den eigenen Vitamin-D3-Speicher derart aufzufüllen, dass er den Winter über davon zehren kann“, so Mair. „Umso wichtiger ist es jetzt, das Tageslicht zu nutzen, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Und im Bedarfsfall auf Basis einer Blutuntersuchung Vitamin D zu supplementieren“. Dass es weitaus mehr Freude bereitet, das Gesicht gut eingecremt (!) in die strahlende Sonne zu strecken, ist klar.

Wo immer Sie Ihren Winterurlaub verbringen, gehen Sie es – wie die Natur – ruhig an. Wenn es doch sportlich aktiv sein soll, wärmen Sie sich auf und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. So oder so: Genießen Sie den Winter in unserer wunderschönen Heimat!

Übersicht zu diesem Artikel:
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