Donnerstag, 24. Oktober 2019

Urlaub mit Weitblick

Ausgabe 2016.09

Der Bio-Tourismus boomt auch in der kalten Jahreszeit. Wir zeigen, warum sich ein Winterurlaub mit dem grünen Plus nachhaltig lohnt.


Foto: www.urlaubambauernhof.com, Tom Lamm

Gerade im Winter zeigt sich Österreich mit seiner idyllischen Berg- und Tallandschaft, verschneiten Touren-Hängen sowie seinen Komfort bietenden, familienfreundlichen Hotel- und Gastronomiebetrieben von seiner besten Seite. Kein Wunder also, dass viele Österreicher in dieser (Ferien-)Zeit nicht das Weite suchen – sondern lieber im Inland ihr Urlaubsglück finden. Immer mehr Menschen krönen diesen Aufenthalt mit dem gewissen „grünen Etwas“ und folgen damit einem von Jahr zu Jahr beliebter werdenden touristischen Trend: „Bio“ heißt das Zauberwort, welches jedem konventionellen Urlaub eine ökologische und nachhaltige Note verleiht. Einzigartige Maßstäbe im Bereich Bio-Tourismus setzt etwa der 1999 etablierte Verein „Bio-Hotels“, der mit seinen strengen Richtlinien mittlerweile 90 Betriebe in sieben europäischen Ländern – 20 davon sind in Österreich beheimatet – umfasst. Was die grünen Urlaubsoasen eint, ist die Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln und nachhaltiger Lebensstil. Auf der Speisekarte stehen daher frisch und schonend zubereitete Gerichte, deren kontrolliert biologische Zutaten meist aus regionaler Landwirtschaft, oft vom eigenen Hof oder eigenen Garten, stammen. Auf die Wünsche von Vegetariern, Veganern oder Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten wird hier natürlich auch eingegangen.

Unser Tipp

Neben dem Verein Bio-Hotels informieren auch andere Anbieter über seriösen Öko-Tourismus. GESÜNDER LEBEN empfiehlt:

Alternative Aktivitäten. Bio-Domizile überzeugen aber nicht nur mit kulinarischen Genüssen. „In der kalten Jahreszeit locken sie vor allem Gäste an, die einen sanfteren Winterurlaub suchen. Man denke zum Beispiel an Langlaufen, Winter- und Schneeschuhwandern oder Rodeln, also naturverträgliche Schneesportarten“, erläutert der Tiroler Bio-Hotels-Gründer Ludwig Gruber. Ein besonderes Freizeiterlebnis wird zwischen Dezember und März am Kärntner Weissensee geboten: Da verwandelt sich dieser in die größte Natureisfläche Europas. „Auf einer etwa halben Meter dicken gefrorenen Schicht können Eisläufer auf Spiegeleis ihre Runden drehen und dabei sogar Fische beobachten“, so Gruber.

Natürlich effizient. Zahlreiche Bio-Unterkünfte punkten – besonders im Winter – mit Wellnessbereichen, die von Sauna über Dampfbad bis zur Infrarotkabine eine Kombination aus Entspannung und Nachhaltigkeit bieten. „Als Vorreiter auf dem Gebiet der Ökologie verwenden alle Betriebe des Vereins ,Bio-Hotels‘ ausschließlich kontrollierte Naturkosmetik – sowohl bei Kosmetik- und Wellnessanwendungen als auch auf den Zimmern“, betont Gruber. Beim Betrieb der Spas, Schwimmbäder und Saunen wird in den Bio-Hotels auf Energieeffizienz geachtet, um den CO2-Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Regelmäßige Kontrollen und das „eco hotels certified (ehc)“-Gütesiegel sorgen dafür, dass der achtsame Umgang mit den Ressourcen gewährleistet ist. Im Winter wird besonders auf eine CO2-neutrale Energiegewinnung – z. B. über Holzhackschnitzelheizungen, Fotovoltaik-Anlagen und Solarmodule – Wert gelegt. Dazu gehört auch eine optimale Wärmedämmung, die mit Materialien wie Holz und Lehm besonders natürlich gelingt.

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