Dienstag, 22. Oktober 2019

Qigong-Übung: Herz

10. August 2011


Foto: flickr.com - zhouxuan12345678
  • Einer der Hauptansatzpunkt in der TCM ist die Entstehung von Krankheit, insbesondere Zustände von schweren Erkrankungen.
  • Sie haben immer mit einem Stillstand oder einer Verminderung der Lebensenergie zu tun.
  • Durch diesen Stillstand oder diese Verminderung entsteht in den Organen eine Enge.
  • Enge und Angst haben eine gemeinsame Wurzel und sind die energetische Ausgangslage für eine Erkrankung.
  • Das Organ, das sich nicht mehr ausbreiten kann, nicht mehr seinen Raum einnehmen kann, beginnt sich zu verändern.
  • Nach der chinesischen Hierarchie ist das Herz der Kaiser der Organe.
  • Wenn das Herz genügend Sauerstoff zur Verfügung stellt, können sich Krankheiten nicht in großer Intensität ausbreiten.
  • Es gibt eine stille Übung, eine einfache Basisübung, die dem Herzen gilt und in seiner Art und Weise für uns Menschen im Westen gar nicht leicht anzunehmen ist.
  • Denn man wendet sich seinem inneren Organ tatsächlich zu, man spricht es an, man nimmt es wahr. Allein diese Vorstellung verändert bereits sehr viel.
  • Es verändert die Sauerstoffsättigung, der Puls wird dabei aber nicht schneller, sondern langsamer, der Blutdruck nähert sich der Norm von beiden Richtungen.
  • Es tritt ein allgemeines Gefühl von Wärme ein.

DIE HERZÜBUNG
  • Setzen sie sich auf einen Sessel ins vordere Drittel, die Füße stehen parallel und berühren den Boden, ihre Wirbelsäule ist – so wie es körperlich geht - aufgerichtet oder, wenn es ihnen möglich ist, setzen sie sich auf ein Sitzkissen in Meditationshaltung.
  • Jetzt berühren sie mit der Zungenspitze ganz sanft den Übergang der Zähne des Oberkiefers in den Gaumen.
  • Dann schließen sie die Augen, wenden den Blick nach innen und sprechen beim Einatmen in Gedanken/ in der Vorstellung eine Formulierung, die sie mit dem Herzen in Verbindung bringt.
  • Im QI GONG empfehlen wir: „mein liebes Herz, ich nehme dich wahr.“
  • In der Ausatmung „mein liebes Herz, ich lächle dir zu“.
  • Versuchen sie, dieses Lächeln auf ihren Lippen zu spiegeln.
  • Sie lächeln sich selbst zu! Und das jetzt einige Male. Mehr ist nicht tun.

Autor: Ingrid Picha, Dipl. QIGONG-Lehrerin der Österr. QIGONG Gesellschaft, www.qigonggesellschaft.at



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