Dienstag, 20. August 2019

Personal Combat-Übung: Verhaltenstipps bei Aggression und Gewalt

11. August 2011

Die natürliche Kampf- oder Fluchtreaktion steht im Zentrum des Personal Combat System (PCS). Dieses Selbstverteidigungssystem beruht auf instinktiven Bewegungen, praktischen Techniken und wirklichkeitsnahen Trainingsszenarien. Eine schnelle und zielgerichtete Reaktion sowie Stressresistenz sollen dabei entwickelt werden.

Foto: Georg Kaipl



Verhaltenstipps bei Aggression und Gewalt

  • Gefahr erkannt und gebannt

Genau so, wie Sie im Straßenverkehr durch vorausschauendes Verhalten Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden können, ist es möglich, frühzeitig Situationen, die zu Aggression oder Gewalt führen könnten, aus dem Weg zu gehen.

  • Vertrauen Sie Ihrem Gefühl

Gefühle sind häufig ein „Gefahrenradar“. Menschen bemerken meist instinktiv, dass sich eine bedrohliche Situation anbahnt. Angst ist ein wichtiges Gefühl! Verdrängen Sie dieses Gefühl nicht. Im Umkehrschluss ist es jedoch nicht nötig, ständig in Angst zu leben, da Gewalt individuell nur sehr selten vorkommt. Übertriebene Furcht verhindert das Erkennen tatsächlicher Gefahren!

  • Frühzeitig der Gefahr ausweichen

Je früher Sie eine mögliche Gefahr erkennen, umso größer ist Ihre Chance, diese abzuwenden. Gehen Sie Menschen, die auf Sie gefährlich wirken, bewusst aus dem Weg. Begeben Sie sich in Gefahrensituationen möglichst in die Nähe anderer Menschen. Wählen Sie bei Dunkelheit bevorzugt gut beleuchtete und belebte Wege.

  • Unerwartetes tun

Täter erwarten von Ihrem Opfer meist ein bestimmtes Verhalten. Treten Sie selbstbewusst auf und zeigen Sie keine Angst. Wenn Sie angepöbelt werden, setzen Sie keine Gegenreaktion (schimpfen, stoßen, Blickkontakt, ...) sondern gehen Sie ohne anzuhalten einfach weiter. Verblüffen Sie Täter mit überraschenden Aktionen. Täuschen Sie z.B. Telefonate mit dem Handy vor. Simulieren Sie Krankheiten, Übelkeit oder fangen Sie laut an zu singen, um dadurch die Täter aus dem Konzept zu bringen.

  • Grenzen setzen

Weisen Sie klar und unmissverständlich darauf hin, dass Sie bestimmte Dinge, wie z.B. zu dichtes Herankommen oder Anfassen, nicht wollen. Reden Sie die betreffende Person mit „Sie“ an, damit Außenstehende erkennen, dass Sie von einem Fremden belästigt oder bedroht werden.

  • Aufmerksamkeit wecken

Straftaten werden meist dort begangen, wo sich der Täter unentdeckt fühlt und er keine Strafverfolgung und kein Entdeckungsrisiko fürchten müssen. Beziehen Sie andere Menschen (z.B. andere Fahrgäste in der U-Bahn, Fußgänger) mit ein. Schreien Sie laut und machen Sie auf Ihre Lage aufmerksam. Andere Menschen müssen mobilisiert werden. Sprechen Sie Personen direkt an. Sagen Sie konkret, von wem Sie welche Hilfe erwarten, z.B.: „Sie mit der roten Jacke, rufen Sie die Polizei!“
Viele sind bereit zu helfen.

  • Entziehen Sie sich dem Täter und der Situation

Nutzen Sie so schnell wie möglich jede Chance zur Flucht. Flüchten Sie dahin, wo viele Menschen sind (Lokale, Fußgängerzonen, ...).

Autor: Georg Kaipl, Chief Instruktor, www.personalcombatsystem.at



VHS-logo2Quelle: Die Wiener Volkshochschulen
www.vhs.at
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