Montag, 18. November 2019

Nordic Walking-Tipp: Die richtige Ausrüstung

04. August 2011

Die freie Natur ist das Fitnessstudio beim Nordic Walking - mit speziellen Stöcken und flotten Schritten ist Nordic Walking das natürliche Gesundheits Programm für Körper und Seele.


Foto: Die Wiener Volkshochschulen

Was ist Nordic Walking?

Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

Ein weiser Spruch, der mehr denn je Aktualität besitzt.

Moderner Lebensstil bedeutet vor allem Bequemlichkeit und somit auch Fortbewegung auf die bequeme Art - mit dem Auto.

Angefangen vom Schulweg über den Arbeitsweg bis zu den Wegen für den täglichen Einkauf – zu Fuß werden diese Wege schon lange nicht mehr zurückgelegt.

Die Folgen dieses Lebensstils sind bekannt: Zivilisationskrankheiten, Übergewicht, Haltungsschäden und vermehrt psychische Erkrankungen.

Dagegen gibt es ein einfaches Medikament:
Nordic Walking – das GesundheitsProgramm mit Stöcken und flotten Schritten

Beim Nordic Walking kommen fast alle 656 Muskeln zum Einsatz.

So werden – bedingt durch den Einsatz der Stöcke – speziell die Muskeln der Schultern und des Nackens, die Brust-, Rücken- und Armmuskulatur und natürlich die Beinmuskulatur trainiert.

Beim Nordic Walken bewegt man sich deutlich schneller als bei einem Spaziergang. Damit steigt der Kalorienverbrauch, das Herzkreislauf-System wird trainiert, das Immunsystem durch die Bewegung in der frischen Luft gestärkt und die Ausdauer verbessert. Durch die Diagonalbewegung wird die Koordination geschult.

Das Ganze in der freien Natur in geselliger Gruppe – da kommt auch der Spaß nicht zu kurz!

 

Wozu? Grundprinzipien

Nordic Walking – worauf man achten muss

Die Stöcke mit den speziellen Schlaufen, der richtige Stockeinsatz und die lange Armbewegung sind die „Knackpunkte“ beim Nordic Walken.

Spezielle ALFA-Technik

Die Körperhaltung ist beim Nordic Walken während der gesamten Bewegung immer aufrecht.

Beine und Arme bewegen sich gegengleich, genauso wie beim schnellen Gehen. Wird die linke Ferse auf den Boden gesetzt, wird gleichzeitig der rechte Stock auf dem Boden aufgesetzt und umgekehrt. Der Arm wird weit nach hinten geführt. Um die völlige Streckung des Armes zu erreichen, wird die Hand geöffnet und der abschließende Schub wird über die Stockschlaufe ausgeführt. Danach wird der Stock mit der Schlaufe in einer langen Armbewegung seitlich am Körper nach vorne gezogen und der Griff wird wieder umklammert, um ihn beim Abstoß nach hinten wieder loszulassen.

Durch das ständige Greifen und Loslassen wird Blut in die Arme und Schultern gepumpt.

Der Stock wird immer flach – d.h. in einem Winkel von ca. 55 Grad zum Boden - gehalten. Streng verboten: ein senkrecht eingesetzter Stock!

Die Schritte folgen der Armbewegung. Man braucht daher nicht speziell auf eine bestimmte Schrittlänge zu achten. Man macht angepasste Schritte, angepasst an Gelände und den Umfang der Arm- und Schubbewegung.

Wie lerne ich Nordic Walking?

Auf die Frage nach der Motivation Nordic Walking zu erlernen, lautet die Antwort häufig: „Ich habe es schon alleine ausprobiert, bin mir aber nicht sicher, ob ich es richtig mache“ oder „Ich möchte wissen, worauf es genau ankommt“

Bevor man selbst experimentiert kann ich nur empfehlen, unter der Anleitung eines Profis eingeschul zu werden. Denn schlechte Angewohnheiten lassen sich schwer ausmerzen, das gilt auch beim Nordic Walken.

Einige Stunden müssen Sie schon investieren, um zum Nordic Walker zu werden.

Vor dem Walken sorgt ein sanftes Aufwärmprogramm dafür, dass die Muskeln in Schwung kommen, um Verletzungen wie Muskelzerrungen zu verhindern.

Nach dem Nordic Walken werden die beanspruchten Muskeln gedehnt und dadurch geschmeidig gehalten.


Für wen?

Bei Nordic Walking werden insbesondere „Sportmuffel“ jeden Alters angesprochen, die sich nicht in Fitnessstudios an Geräten abquälen wollen, sondern mit einem sanften Konditionstraining ihr Leben wieder aktiver gestalten wollen – verbunden mit schönen Naturerlebnissen, wo auch der Spaß in der Gruppe nicht zu kurz kommt.

 

  •   ent-spannt statt ver-spannt!

Die spezielle Armtechnik, der kräftige Stockeinsatz mit Öffnen der Hand – das Um und Auf beim Nordic Walken – regt die Blutzirkulation an. Das Blut wird über die Arme zu Schultern und Nacken gepumpt. Dadurch werden Muskelverspannungen und Schmerzen im Nacken und in den Schultern gelöst.

 

  •  fit statt fett !

Beim Nordic Walken wird der gesamte Bewegungsapparat geschont.

Daher ist dieser Sport auch für Personen mit Knie- oder Gelenksproblemen und für Übergewichtige geeignet.

Regelmäßiges Nordic Walken – kombiniert mit einer Umstellung der Ernährung - lässt den Speck schmelzen.

 

  • gesund statt gefährdet!

Bei regelmäßigem Training schwinden nicht nur die Kilos. Ärzte haben beobachtet, dass auch der Bluthochdruck und das Herzinfarktrisiko gesenkt werden.

Körper und Seele schwingen im Einklang

Ist der Körper in guter Verfassung kommt auch die Seele ins Lot!

Drücken trübe Herbsttage aufs Gemüt, lässt sich mit Nordic Walken etwas dagegen tun.

Bewegung in frischer Luft ändert auch den Blick auf die Natur und das Wetter. Der nebelverhangene Park ist auf einmal keine „grausliche Nebelsuppe“ mehr, sondern er wird als stimmungsvoll empfunden, was wiederum die eigene Stimmung hebt.

So kommt mit Schwung und Stockeinsatz auch die Seele ins Schwingen!

Nordic Walking ist der ideale Weg Gesundheit für Körper und Seele zu tanken - in jedem Alter zu jeder Jahreszeit!

 

Tipps zur Nordic Walking Ausrüstung:

Mit den passenden Stöcken, guten Schuhen und bequemer Freizeitkleidung aus atmungsaktiven Materialien ist man bestens gerüstet.

Um sinnvoll Nordic zu walken, genügen keine Wander- oder Schistöcke. Ordentliche Nordic Walking Stöcke sind aus Kohle- und Glasfasern hergestellt und haben eine spezielle Handschlaufe.

Mit dem speziellen Schlaufensystem wird der Stock mittels Klettverschluss fest am Handgelenk fixiert. Nur mit dieser Schlaufe ist es möglich, die Hand zu öffnen und die Arme eng und parallel am Körper zu führen, ohne sich selbst in der Gehbewegung zu behindern.

Neben der Handschlaufe ist auf die richtige Stocklänge zu achten, damit Ellbogen und die Schultergelenke bestmöglich geschont werden. Richtmaß für die optimale Stocklänge: der Unterarm befindet sich zum Oberarm im rechten Winkel (Berechnungsformel: Körpergröße x 0,6).

Zum richtigen Stock gehören noch die „Gummistoppel“ an den Metallspitzen. Diese abnehmbaren Asphaltpads ermöglichen ein Walken auch abseits vom Gelände auf asphaltierten Wegen bzw. auf festem Boden.

Dazu kommen noch ein Paar Schuhe, die gut passen und Halt geben. Ein gewöhnlicher Laufschuh, in dem man sich wohlfühlt reicht aus. Es muss nicht ein spezieller Nordic Walking Schuh sein.
Auch bei der Bekleidung muss man nicht in besondere Nordic Walking-Hosen und T-Shirts investieren, mit einer bequemen Freizeitkleidung, einer leichten Fleece Jacke an kühleren Tage ist man bestens ausgerüstet.

 

Autor: Mag. Karoline Scharnagl, staatlich geprüfte Fitlehrwartin für Fitsport Erwachsene, Nordic Walking Instruktorin



VHS-logo2Quelle: Die Wiener Volkshochschulen
www.vhs.at
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