Sonntag, 19. Mai 2019

Rennschuh oder Trainingsschuh?

31. August 2011
Füße sind nicht einfach Füße. Sie bestehen zwar alle aus 28 Knochen, fast ebenso vielen Gelenken, 20 Muskeln und 114 Bändern, doch dann hört die Gemeinsamkeit bereits auf. Jeder Fuß ist so einmalig wie der Träger.
Grundsätzlich gilt: „Besser straffer als zu weich!!“



Die Wissenschaft sagt es schon länger; die Praxis zeigt es auch. Trainings- als auch Wettkampfschuhe sollten nicht zu weich sein. Die Zeiten in denen der Schwerpunkt auf besondere Dämpfung lag sind vorbei. Von den ganz dicken Sohlen mit hohen Dämpfungswerten ist wenig übrig geblieben. Ganz einfach ausgedrückt der Bewegungsapparat wurde durch zu starke Dämpfung zu wenig geschützt! Das klingt komisch, ist aber so! Muskeln sowie der Stütz- und Bewegungsappart brauchen den klaren Befehl zu Anspannen und damit zum Schutz. Der Impact sprich Aufprall soll nicht so gedämpft sein, dass der Körper nicht entsprechende reagieren kann. Der Aufprall des 3 fachen Körpergewicht (wie beim Laufen ) passiert, verlangt eine ordentliche Reaktion. Viele Firmen reagieren nun mit Barfuß-Versionen bzw. Sportschuster wie Salomon, die schon immer stabile und „feste“ Schuhe bauten werden bestätigt!

Unser Fußtyp entscheidet darüber, wie der Laufschuh idealer weise gebaut sein muss, und genauso wichtig ist es mittlerweile für welchen Einsatz bzw. für welchen Bereich ich den Schuh brauche. Im Gegensatz zu früher wird dem Fuß heute wieder bewusst vermehrt Freiheit gewährleistet, damit er arbeiten muss und dadurch auch gekräftigt wird.

Wettkampfschuhe:
Reine Wettkampfschuhe sind sehr leicht (ca. 200 Gramm im Vergleich dazu Trainingsschuhe 350-400 Gramm), bieten aber etwas weniger Dämpfung, Stabilität und Führung. Wettkampfschuhe können sich anbieten, wenn Sie einen problemlosen Fuss besitzen und ein technisch guter Läufer mit einer gut ausgebildeten Muskulatur sind. Für schwere Läufer über 90 Kilo und solche mit problematischen Füssen sind Wettkampfmodelle nur bedingt zu empfehlen. Merkmale von Wettkampfschuhen sind sehr niedriges Gewicht, sehr flache Bauweise und stark gebogener Leisten.

Die Frage ist: Was bringen Wettkampfschuhe wirklich?
Ganz einfach ein persönlicher Test: Gehen sie auf eine 400m Bahn und laufen 2x20 min im Schwe Ganz einfach ein persönlicher Test: Gehen sie auf eine 400m Bahn und laufen 2x20 min im Schwe llentempo mit gleicher Pulsfrequenz, einmal mit Trainingsschuhen und einmal mit Wettkampfschuhen. Vergleich sie dabei die Rundenzeiten eigentlich sollten die Zeiten mit dem Wettkampfschuh schneller sein. Da sie besseren Vortrieb leisten und auch leichter sind. Da Wettkampfschuhe 120 – 200Gramm weniger wiegen und sich das bei jedem Schritt sich summiert, kann die Zeitersparnis schon zwischen 2 – 5 Minute bei einem Marathon betragen und das völlig unabhänig vom Leistungsniveau. Wichtig ist aber auch die Tatsache, dass ein langsamerer Läufer aufgrund der unter Umständen fehlenden Stabilität durch die höhere Beanspruchung und Ermüdung der Muskulatur mit zunehmender Laufdauer mehr Zeit verliert als er jemals mit Hilfe des niedrigeren Gewichtes des Schuhes sparen kann.

Trainings- und Stabilitätsschuhe:
Trainings- und Stabilitätsschuhe sind auch für schwere Läufer und für Überpronierer geeignet. Sie bieten maximale Bewegungskontrolle, sind also mit guten Pronationsstützen versehen. Diese Stützelemente sind meistens in der Zwischensohle sichtbar. Stabilschuhe sind auf einem fast geraden Leisten aufgebaut, besitzen demnach nur eine schwache Taillierung auf der Schuhinnenseite.
Noch zu erwähnen sogenannte Lightweight-Tranier, Laufschuhe die ein Kompromiß zwischen Wettkampf- und Trainingsschuhen sind.

Geländeschuhe (Trail-Schuhe):
Trailschuhe sind meist robust gebaut und besitzen ein rutschfestes Sohlenprofil für unebenes und glitschiges Terrain. Das Obermaterial ist wasser- und schmutzabweisend oder ganz wasserdicht. Trailschuhe eignen sich für Lauftrainings querfeldein oder für nasse Regen- und Schneetrainings. Geländeschuhe bieten auch für Problemfüsse (z. B. Fussgelenkprobleme) einen guten Halt und Schutz.

„Fusstrainingsschuhe“:
Neuerdings entsteht eine neue Kategorie Schuhe, die den Fuss nicht einfach nur stützen, sondern auch fordern und zum arbeiten zwingen, damit er seine natürlichen Eigenschaften wieder richtig entfalten kann. In diese Kategorie gehören der seit Jahren bewährte MBT (Infos: www.swissmasai.com) Die Schuhe von MBT lassen dem Fuß genügend Freiheiten durch eine gewollte Instabilität, damit er selber auf Unebenheiten reagieren muss und dadurch die Fußmuskulatur gestärkt wird.

Expertentipp:
Neuartige Pflaster ermöglichen ein Weitermachen trotz Blasen. Wie eine schützenden Schicht kleben diese Pflaster an Ihren Füßen, ohne die übliche Wundauflage. Das besondere an diesen Blasenkillern ist, dass sich die Blasen so gut wie nicht mehr bemerkbar machen. Manche Pflaster müssen zwischen den Händen warmgerieben werden, dann ist guter Halt garantiert. Gute Pflaster z.B. Compeed HYDROCURE® sind wie eine zweite Haut. Wer seine Problemzonen an Füßen und Zehen bereits kennt, kann schon im voraus die ungeliebten Stellen abkleben. Dies erspart Ihnen unnötige Schmerzen.

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