Dienstag, 19. Februar 2019

Paradiese für Schwindelfreie

Ausgabe 06/2011
Klettern, rutschen, springen – in Kletterparks und Hochseilgärten trifft das Abenteuer im Grünen auf Spaß und Nervenkitzel. Wir stellen Ihnen neue Erlebnis-Parcours für Groß und Klein vor.

Foto: fotolia.com 7 pressmaster
Manche sagen, er kommt ohne Vorwarnung, schleicht sich an und schlägt zu, um für immer zu bleiben: der Klettervirus. Dabei hatte „Kraxeln“ lange Zeit ein ziemlich verstaubtes oder auch ein leicht alternatives Image. Aber damit ist es vorbei: Bald wird als von gestern gelten, wer nicht weiß, was unter einem „Flying Fox“ zu verstehen ist und was „bouldern“ bedeutet. Also: Bouldern meint Klettern an Fels­blöcken oder künstlichen Kletterwänden. Das Besondere daran: Man agiert im Unterschied zum klassischen Klettern ohne Seil. Dafür erreicht man eine maximale Absprunghöhe und im Fall eines Sturzes liegt stets eine Matte parat. Flying Fox wiederum nennt sich eines der Highlights in einem Hochseilgarten. Man gleitet dabei auf Seilrollen und gut gesichert durch den Wald, über einen See, eine Schlucht etc. Höhe, Länge und Geschwindigkeit variieren je nach Schwierigkeitsgrad. Kletterparks trainieren Mut, Selbstbewusstsein, Konzentration und nicht zuletzt alle Muskelgruppen. Und das inklusive beträchtlichem Spaßfaktor. Dass für jedes Fitness-Level und alle Altersgruppen etwas dabei ist, macht sie zum idealen, weil auch gut abgesicherten Outdoor-Freizeit-Programm für die ganze Familie. Nur Höhenangst sollte man nicht haben. Gesünder Leben bietet einen kleinen Wegweiser durch das Dickicht des Angebots:

Mann, Frau, BergeFoto: Kletterpark Lienz
1. Die Vielfältigen
Im „Omunduntn“ Hochseilkletterpark im malerischen Altaussee gibt’s seit Mai über hundert Kletterelemente mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Auch Gäste mit körperlichen Handicaps sind willkommen: Einige Stationen wurden speziell deren Bedürfnissen angepasst.

Auf Superlative setzt Österreichs größter Hochseilpark in Saalbach-Hinter­glemm. So erwarten den Besucher die längsten Seilrutschen des Kontinents und die längste, zu Fuß begehbare Hänge­brücke der Alpen.
  • „Omunduntn“ Hochseilkletterpark, 8992 Altaussee, Tel. 03622/71558, www.loser-outdoor.com
  • Hochseilpark Saalbach-Hinterglemm, Talschlussweg 367, 5754 Hinterglemm, Tel. 06217/29029, www.bauboeck.com

kinderFoto: Kletterpark Lienz

2. Die (Klein-) Kinderfreundlichen
Viele Hochseilgärten erlauben Kindern erst ab 110 cm Größe den Zutritt, etliche auch erst ab 12 oder 14 Jahren. Im Kletterpark Lienz sind die Kleinen im „Kid’s Park“ bereits ab drei Jahren willkommen. Auf Augenhöhe ihrer Eltern können sie ihre ersten Kletterschritte, aber auch lustige Aufgaben bewältigen. Und einen zusätzlichen Anreiz bietet die Lage des Hochseilgartens an der Bergstation des „Osttirodlers“ für Kinder: Zurück ins Tal kann man mit der Ganzjahres-Rodel fahren.

Action auf bis zu einem Meter Höhe erwartet Kinder ab vier Jahren im soeben eröffneten Erlebnispark Gänserndorf auf dem Gelände des ehemaligen Safariparks. Für die Taferlklassler gibt’s einen (beaufsichtigten) Waldkletterparcours in bis zu drei Meter Höhe.

wald, menschenFoto: Abenteuerpark Gröbming

3. Für Wagemutige
Der „Sensationsparcours“ des großen Abenteuerparks Gröbming ist ideal für alle, die einen besonderen Nervenkitzel suchen. Schließlich geht es darum, ohne Sicherungen zehn Stationen in zehn Meter Höhe zu bewältigen. Wer daneben tritt, fällt ins Netz.

Ums Springen selbst geht’s beim sogenannten „Pampers Pole“ im Hochseilpark Hinterstoder: Dort lassen sich Mutige durch Guides gesichert von einem zwölf Meter hohen Baumstamm fallen.
  • Abenteuerpark Gröbming, Stoderstraße 114, 8962 Gröbming, Tel. 03685/22245, www.abenteuerpark.at
  • Hochseilgarten Hinterstoder, Tambergau 23, 4573 Hinterstoder, Tel. 0660/5263755, www.naturesports.at

klettern, frauFoto: Kletterhalle Wien

4. Die Regensicheren
Kletterspaß bei jedem Wetter garantieren kombinierte Outdoor/Indoor-Angebote. Diese sind rar, aber es gibt sie. Bestes Beispiel ist die Kletterhalle Wien, wo kürzlich auch der Boulder-Weltcup stattfand. Anfänger, Fortgeschrittene und Profis erwarten auf 4.200 m2 vielfältige Kletterlandschaften auf Naturstein und Kunstfelsen. Bei täglichen Öffnungszeiten bis 23.00 Uhr kann man sich auch am Feierabend noch ausgiebigst auspowern.

150 Kletter-Routen bei jedem Wetter bietet der vom Alpenverein betriebene Kletterpark Linz/Urfahr.

Eisklettern ist wiederum das besondere Asset von arl.rock in St. Anton am Arlberg – und das sogar im Sommer!
  • Kletterhalle Wien; Erzherzog Karl-Straße 108, 1220 Wien, Tel. 01/8904666, www.kletterhallewien.at
  • Kletterpark Linz-Urfahr; Julius Raabstraße 4, 4040 Linz, Tel. 0732/773295 www.alpenverein.at/linz-kletterpark
  • arl.rock, Bahnhofstraße 1, 6580 St. Anton, Tel. 05446/2625 www.arlrock.at

park, kindFoto: Hochseilpark Böhmerwald

5. Mit dem gewissen Kick
Im Hochseilpark Böhmerwald lockt ein Rutschparcours, bei dem man auf Trapezen, Schlitten oder einem Skeleton durch die Baumwipfel rutscht und gleitet.

Ein Panorama der Extraklasse wiederum liefert der Flying Fox über die Dürnbachschlucht im Nationalpark Hohe Tauern. In sagenhaften 160 Metern Höhe überquert man das Tal gesichert am Seil hängend.
  • Hochseilpark Böhmerwald, Schöneben 10, 4161 Ulrichsberg, Tel.: 0664/ 3282482, www.seilpark.eu
  • Alpin-Adventureschule Unterwurzacher, Wald & Königsleiten, 5742 Wald im Pinzgau, www.unterwurzacher.com

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