Mittwoch, 22. Mai 2019

Mentale Techniken

31. August 2011
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Hilfreiche Strategien für persönliches Abspannen, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit im Beruf und Sport

Motto: Das Thema (mangelnde und notwendige Fähigkeit, Abzuschalten, Abzugrenzen um Leistungsfähigkeit zu verbessern) Stress und Entspannung im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung umzusetzen!

Ziel: Verhaltensänderung und Verhaltensstabilisation, Umbewertungen

Methode: „Chill Out“ steht für schnell wirksame Kurzprogramme zur körperlichen und mentalen Entspannung und Regeneration. Schnell und effektiv abschalten und rechtzeitig erkennen, wo und wann sich die ersten Anzeichen von Stress im Körper, in der Psyche zeigen - und gezielt die geeigneten Mittel dagegen einsetzen. Die Entspannungsfähigkeit, jüngst auch „chill out“ genannt, wird durch eine spezielle Personal Fitness Software welche als Grundlage für schnell wirksame Programme zur körperlichen und mentalen Entspannung dient, gemessen.

Bei der Biofeedback-Messung spiegeln die Körpertemperatur und der Hautleitwert das Stressniveau wieder und messen so die Entspannungsfähigkeit. Die Rückmeldung von Körperfunktionen über einen Sensor gibt Aufschluss über die Temperaturkurve, Hautwiderstand, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Muskelspannung und Durchblutung. So kann jeder Stresstyp festgelegt werden.

Vorteile: Es werden unterschiedliche chill out - Methoden vorgestellt und durchgeführt. Welche Methoden passen zu meinem Konstitutionstyp? Wie kann ich den Atem gezielt (anregend oder beruhigend) einsetzen, um durch den Atem meine Energie zu optimieren? Im Programm sind Elemente aus Yoga, Qi Gong, der Haltungsschule, der Rückengymnastik, der progressiven Muskelentspannung, Atemtechniken, Visualisierungen, Kurzmeditationen und der Cardio-Regeneration enthalten. Ein flexibles Programm, welches jeweils auf den spezifischen Bedarf der Teilnehmer abgestimmt ist. Im Vordergrund stehen das „Loslassen“, sowie die Optimierung der Leistungskraft.

Die Teilnehmer erhalten einfach anzuwendende Übungen zur Gesundheitsförderung um typische Fehlbelastungen auszugleichen bzw. in einem frühen Stadium zu minimieren. Erhöhte Kompetenz in Gesundheitsfragen zum Thema „Selfcoaching“: „Was kann ich machen? Wie viel macht mir Spaß?“

Verringerung der individuellen gesundheitlichen Risikofaktoren. Steigerung des individuellen Wohlbefindens durch Präventivmassnahmen (um krankheitsbedingte Fehlzeiten und Ausfälle zu reduzieren). Reduktion und Beseitigung von körperlichen und psychischen Stresssymptomen oder körperlich einseitigen Belastungen. Aufklärung über typische Belastungsstrukturen und deren Bekämpfung.

Gesundheitsorientiertes „chillen“ schafft psycho-physischen Ausgleich um Probleme auf unkomplizierte Art zu lösen und verbessert so das Betriebsklima und deren Kommunikation.
Negative Erlebnisse können auf eine gesunde Art abgebaut werden und eine Zufriedenheit mit sich stellt sich ein.

Prinzipiell unterscheiden wir zwei Zugänge der Entspannungstechniken:

1. Von Körper zum Geist: über diverse Bewegungskonzepte (Yoga, Qi Gong, Regenerationspuls, Öffnen durch Stretching, etc.) wird eine Entspannung erreicht. Oft einfach erlernbar!

2. Von Geist zum Körper: über diverse Mentaltechniken (Visualisierungen, Ruhebild, etc.) wird eine Entspannung erreicht. Trainingsintensiver!

Mentale Techniken
Eine wesentliche Grundannahme, warum mentale Techniken funktionieren, ist die Beeinflussbarkeit (Suggestibilität, von lat. suggere = einreden, einflüstern):

Autosuggestion vs. Fremdsuggestion...
Die seelisch geistige Beeinflussung bildet den Kern einiger Verfahren des Mentaltrainings. Diese Beeinflussungen – die sowohl positiv als auch negativ sein können – führen zu unbewussten Auswirkungen. Beispiele: Skispringer, Weiße Maus, Bewegen und Abnehmen, Konflikt in der Familie ...
Suggestionen können sowohl positiv (übliche Absicht im Mentaltraining) als auch negativ (unbewusst) sein.
Suggestionen können direkt („du siehst aber heute gut aus“) oder indirekt („Menschen, die gut aussehen, so wie du übrigens, …“) sein, wobei bei direkten Suggestionen oftmals die Gefahr besteht, dass sie erwogen und nicht angenommen wird, während eine indirekte oft mehr Hintergrund hat und eher angenommen wird. Wichtig sind eine klare und eindeutige Formulierung der Suggestionen und die Tatsache, dass diese niemals der Grundeinstellung des Klienten widersprechen darf (leider in vielen Mentaltrainings praktiziert – „Du schaffst es“). Worte des Versuchens, Zweifelns, etc. sind zu vermeiden!

Suggestionen (und sehr viele mentale Techniken) können verstärkt werden
* durch Wiederholung – Stichwort „Werbung“
* im entspannten Zustand, da sozusagen der nüchterne Intellekt – das Entgegensteuern – ausgeschaltet
bzw. ruhig gestellt ist und Suggestionen somit besser wirken können.
* durch die Art der Wahrnehmung – geschriebenes und bildlich dargestelltes wird besser wahrgenommen
als nur gehörtes. Idealerweise sollten Suggestionen möglichst alle Sinne ansprechen.
* durch Musik – vorausgesetzt es wird die richtige Geschwindigkeit und die passende
Stilrichtung gewählt.

Der Carpenter Effekt
ist ein weiteres Phänomen der Visualisierung (Vorstellung): Nimm einen Faden und befestige daran einen schwereren Gegenstand (Hosenknopf, Kieselstein, etc.) – stütze deinen Ellbogen auf dem Tisch ab und halte das entstandene Pendel absolut ruhig in deiner Hand. Stell dir nun vor – während du die Hand/den Unterarm absolut ruhig hältst – dass sich das Pendel zu bewegen beginnt – obwohl du deinen Unterarm willentlich absolut ruhig hältst wird dein Pendel in die Richtung deiner intensiven Vorstellung zu pendeln oder kreisen beginnen.
Carpenter hat entdeckt dass trotz willentlicher Anstrengung den Arm ruhig zu halten, intensive Vorstellungen feinste, nicht wahrnehmbare Muskelbewegungen bewirken und so das Pendel in die vorgestellte Richtung bewegen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mentale Techniken
Seite 2 Training – der Weg zum Gelingen
Seite 3 Das Ruhebild
Seite 4 Das Ziel des Stresses ist die Anpassung an eine Belastungssituation
Seite 5 Atemübung zur Aktivierung


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