Mittwoch, 18. September 2019

Let It Roll!

Ausgabe 04/2011
Reichlich frische Luft und noch mehr Lebensfreude: Wenn Fitness auf Fahrspaß auf Rädern trifft, kommt der Mensch in Bewegung – und zwar auch im Kopf!

Foto: istockphoto.com - Maridav
 
1. Inlineskating:  Alles fließt
inlineskating, frauFoto: istockphoto.com - Ivana Brcic

Jetzt steigt bei vielen die Lust auf Aktivitäten. Wenn es draußen nach Tatendrang riecht und die Vögelchen munter zwitschern, kann und soll man sich davon ruhig anstecken lassen. Der Frühling bringt Sie heuer nämlich nicht nur sprichwörtlich ins Rollen: Sport auf Rädern ist vielseitig und vielversprechend. Gesünder Leben stellt die vier effektivsten Sportarten auf mindestens zwei Rollen vor! Skaten ist irgendwie ein Gruppensport. Denn wer sich auf die Rollen wagt, ist eigentlich nie allein. Besonders im Sommer finden sich Hunderte von Skate-Fans auf dem Asphalt zusammen. Und wer weiß, wen Sie in diesem Jahr kennenlernen ...

Fit-Faktor: Im Vergleich zum Jogging verbrennt eine Skating-Einheit fast ebenso viele Kalorien, ist dabei aber deutlich schonender für die Gelenke. Der Bewegungsablauf ist fließend, sodass es zu keinerlei Stößen oder Erschütterungen wie beim Laufen kommen kann.

Figur-Vorteil: Neben der Bein- und Po-Muskulatur werden durch die Vorneigung des Oberkörpers auch der Rücken und der Bauch gefestigt – wirkt auch gegen Orangenhaut!

Safety first: Ohne Helm und Schutz-Protektoren sollte man nie ausfahren. Was viele unterschätzen: Die Handgelenke sind beim Skaten besonders gefährdet. Oft stützt man sich beim Sturz nämlich instinktiv mit den Händen ab. Gepolsterte Handschuhe sind daher ein Muss.

Gut zu wissen: Skaten ist ein Schönwetter- Sport. Bei Regen verliert man mit den Rollen leicht den Halt. Auch Kopfsteinpflaster, Schotter und Matsch sind gefährliche Untergründe.


2. Nordic Skating: Ski auf Rädern

Nordic, WalkingFoto: istockphoto.com - Jeannette Meier Kamer
Man mixe Langlauf mit Skating, Nordic Walking und Cross-Laufen und raus kommt Nordic Skating. Dabei steht man auf kurzen Schienen, die an beiden Enden eine Rolle haben und hat Stöcke, wie beim Nordic Walking. Die Fortbewegung geschieht in einem Bewegungsfluss, ähnlich dem Langlauf. Nur ohne Schnee, dafür (wenn man mag) querfeldein.

Fit-Faktor: Herz- und Muskeln kommen ordentlich auf ihre Kosten. Ideal für alle, die ihre Kondition auf sanfte Weise aufbauen wollen und gleichzeitig etwas für die Muckis tun möchten. Da alle Bewegungen fließend ausgeführt werden, ist Nordic Skating besonders sanft zu den Gelenken.

Figur-Vorteil: Dadurch, dass der gesamte Körper im Einsatz ist (Beine, Arme und Rumpf) wird alles gleichmäßig gestrafft. Fettverbrennungs-Tipp: Der Puls kommt bei Crossfahrten (z.B. über Rasen) noch mehr in Wallung als auf leichtgängigem Asphalt.

Safety first: Durch die eingebauten Bremsen fühlen sich viele auf Cross-Skates sicherer als auf Inline-Skates. Die Gefahren lauern jedoch woanders: Besonders bei hügeligen Untergründen gerät man leicht aus der Balance.

Gut zu wissen: Cross-Skates tragen ihren Namen zu recht: Anders als mit Inline- Skates kann man damit auch unwegsames Gelände (z.B. Wald und Wiese) meistern.

3. Biken: Tritt für Tritt
Biken, FahrradFoto: istockphoto.com - Nicole Hofmann
Verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen: Eine Ausfahrt mit dem Drahtesel, etwa zum nächsten Heurigen, hebt die Laune und bringt Sie in Bewegung.

Fit-Faktor: Beim Radfahren gibt es keine Ausreden – es eignet sich nämlich für jedermann. Dadurch, dass der Sattel und nicht das Skelett Ihr Gewicht trägt, werden sämtliche Gelenke entlastet. Sogar wer Probleme mit den Knien hat, kann radeln: Schalten Sie in diesem Fall einfach in einen leichten Gang, sodass die Knie nicht gegen große Widerstände arbeiten müssen.

Figur-Vorteil: Beim Radeln kommt vor allem die Fettverbrennung in Schwung. Schade bloß, dass im Wesentlichen nur die untere Körperhälfte beansprucht wird. Kräftigende Ausgleichsübungen für den Rumpf und die Arme (z.B. Curls, Bankdrücken oder Liegestütze) sind unerlässlich, um den Körper ganzheitlich zu beanspruchen.

Safety first: An das Tragen eines Helms muss man wohl niemanden erinnern. Was viele dagegen oft vergessen: Auch der Drahtesel braucht nach der Winterpause einen Sicherheits-Check. Der Rahmen darf keine Risse haben, die Kette maximal einen Zentimeter „Spiel“ aufweisen, das Reifenprofil nicht abgefahren sein und die Lampen und Reflektoren müssen voll funktionstüchtig sein.

Gut zu wissen: Bereits kleine Sporteinheiten genügen, um die allgemeine Fitness zu steigern. Wie wäre es also, wenn Sie jetzt das Auto stehen lassen und stattdessen auf den Drahtesel umsatteln?

4. Skateboarden: Balanceübung
SkateboardenFoto: Fotolia.com - Alexander RochauOllie? Grinden? Grab? Sie wissen nichts mit diesen Worten anzufangen? Macht nichts! Denn auch wer das Vokabular der Skater-Szene nicht beherrscht, kann via Rollbrett auf Hochtouren kommen.

Fit-Faktor: Beim Boarden kommt man nicht sonderlich ins Schwitzen (und so auch nicht unbedingt in den optimalen Fettverbrennungsbereich), dafür ordentlich ins Wanken. Der Vorteil: Um ständig in Balance zu bleiben, müssen die sogenannten Mikro-Muskeln arbeiten. Dies sind besonders tief liegende Muskelstränge, die u.a. für die Haltung verantwortlich sind.

Figur-Vorteil: Beim Boarden geht es zwar mehr um den Fun als um die Figur – so ganz ohne positive Begleiterscheinung gleitet man jedoch glücklicherweise nicht davon: Durch das Training der Haltungsmuskulatur hat man auch im Alltag eine ästhetische Aufrichtung.

Safety first: Auf dem Skateboard leisten Ellenbogen- und Knieschutz gute Dienste.

Gut zu wissen: Je länger das Board, desto ruhiger läuft es. Je kürzer es ist, desto wendiger. Man muss also wissen, was man will. Und sich beim Kauf diesbezüglich gut beraten lassen.

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