Freitag, 24. Mai 2019

Kraft aus der Natur

Ausgabe 2015.06
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Kraft- und Glücksplätze sind Orte mit einer besonderen Ausstrahlung, denen man beruhigende, belebende und heilsame Energien nachsagt. gesünder leben hat sich auf eine Reise durch Österreich gemacht.


Foto: Tourismus Röbl

Wo einst, vor langer, langer Zeit, Kelten ihre Opfer darbrachten, Schamanen mit der Geisterwelt in Kontakt traten, Priester ihre Erleuchtung fanden, Druiden ihre Tränke mischten oder Elfen vor Freude tanzten – von diesen Plätzen geht heute noch eine ganz besondere Faszination und vor allem auch eine messbare und spürbare Energie aus. Diese Orte bezeichnet man gerne als „Kraftorte“ oder „Glücks-orte“ – und das zu Recht: Nicht selten berichten Besucher dieser Plätze oder Stätten, dass sie eine befreiende, bewegende, erhebende und auch heilsame Wirkung verspüren – fast so, als würden Herz, Seele und Verstand eins werden. Meist liegen diese Orte auf Kraftlinien, die die Erde durchziehen und unseren Energie-Meridianen im Körper entsprechen. Man sagt, dass in grauer Vorzeit nur Gelehrte wie Schamanen, Druiden, Priester oder Propheten in der Lage waren, derlei Orte aufzuspüren.

Herz und Seele. Auch in Österreich gibt es einige solcher Kraftorte. Zugegeben, nicht jeder ist für diese Orte empfänglich. „Man sollte schon offen sein dafür“, ist auch Tourismusexperte Robert Herzog aus Bad Ischl überzeugt. „Jeder empfindet auf Kraftplätzen anders. Manche spüren tatsächlich die Erdenergie, andere genießen wiederum einfach die Idylle, die Natur um sich herum und können aus diesem Grund abschalten und Energie tanken.“ Wie auch immer: Man sollte im stressigen Alltag jede Chance nutzen, um zu sich selbst zu finden und vor allem das In-sich-Hören neu zu erlernen. GESÜNDER LEBEN hat sich auf eine Reise zu den bekanntesten Kraftorten des Landes begeben.

Kraftarena Groß Gerungs. Die Kraftarena im niederösterreichischen Groß Gerungs gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Glücksplätzen Österreichs – nicht überraschend, laden doch gleich fünf Kraftpunkte zum Energietanken, aber auch zum Entspannen ein. Da wäre zum einen die mit 7 Meter Höhe und 16 Meter Durchmesser beeindruckende runde Steinpyramide inmitten des Hochwaldes bei Ober- neustift, die in ihrer Art einzigartig in Mitteleuropa ist. Die von Menschenhand errichtete Steinformation (der Ursprung und die spezielle Bestimmung ist bis heute unklar) wurde auf einer rechtsdrehenden Wasserader errichtet, welche belebende Schwingungen ausstrahlt. Nordwestlich von Groß Gerungs befindet sich ein Opferstein mit einer rund drei Quadratmeter großen Wanne, von der man sagt, dass diese für Blutopfer verwendet wurde. Faszinierend ist das Holz-Klangtelefon vor dem Opferstein: Eigene Töne werden durch Schallübertragung des Summsteins in belebende Körperschwingungen umgewandelt. Die energetische Wanderung (auch mit Wünschelrute und Pendel möglich) führt auch am Kierlingstein vorbei, einem 6 Meter langen Naturdenkmal, dessen Wasser, das sich in einer tiefen Schale befindet, Heilwirkung zugeschrieben wird. Wissenschaftlich belegt ist, dass der magnetische Raum rund um die 500 Tonnen schwere Weltkugel elektromagnetische Belastungen aufhebt und somit beim Entspannen hilft. Der fünfte Kraftplatz ist das Gotteshaus „die Klause“ entlang eines romantischen Waldbaches. Wer die Glocke in der Kapelle bei einmaligem Ziehen des Seils dreimal zum Läuten bringt, dessen Wunsch geht laut Sage in Erfüllung.

Salzkammergut. Vom Glöckerlweg im Almtal, der im Frühling von Tausenden Maiglöckchen gesäumt ist, über den energiereichen Feuerkogel bei Ebensee, wo vor Tausenden Jahren die Sommersonnwendfeuer entzündet wurden, bis hin zur 1000-jährigen Faistenauer Dorflinde: Rund 200 Glücksplätze wurden im Salzkammergut bereits kartografiert. Der Löckersee im Hochmoor bei Gosau gilt wegen seiner atemberaubenden Natur ebenfalls als Ort der Entspannung. Der persönliche Glücksort von Tourismusexperte Robert Herzog ist der Hohenzoller Wasserfall in Bad Ischl: „Es ist der Aha-Effekt, wenn man in den Wald eintaucht, den Wasserfall schon von Weitem hört und, je näher man kommt, auch den feinen Wasserstaub spürt …“

Steinkreise Bürserberg. Voller Geheimnisse sind die gewaltigen neolithischen Steinkreise am Bürserberg (Vorarlberg), deren wahre Bedeutung immer noch Rätsel aufgeben. Die astronomische Ausrichtung deutet auf eine gigantische Kalenderanlage aus der Zeit 5.000 bis 1.900 v. Chr. hin. Die im Kreis angeordneten und zum Teil in den Boden versenkten Monolithen dürften laut Experten ebenso als Kultplätze zur Verehrung der Göttin Raetia gedient haben, die nach altem Glauben über die Natur wachte.

Mirnock. Das südöstliche Ende des Millstätter Sees ist eine Gegend voller Mystik. Der Berg Mirnock (auch als „Weltenberg“ bekannt) beheimatet neben einem Naturmoor in Mooswald bei Fresach auch diverse Kraftorte. Über dem Gipfel kreuzen sich die beiden Energielinien Kult- und Klosterlinie, an der sich auch mehrere Klöster befinden. Zahlreiche Besucher berichten von einem angenehmen Kribbeln und einer wohltuenden Wärme, wenn sie sich an diesem Punkt befinden. Berühmt ist auch die „Himmelsstiege“, deren 30 Stufen der naturgegebenen Geländeformation folgen, sowie der nachgewiesene Kraftort Menhir, eine auffällige Gesteinsformation.

Tiroler Energiewege. Die drei Energiewege in Serfaus-Fiss-Ladis sind in ganz Österreich bekannt. „Hier werden alle Sinne angesprochen und stimuliert“, erklärt die Tiroler Tourismusexpertin  Alexandra Hangl. „Hier kann man innehalten, eins werden mit der Umgebung und Kraft in der Natur tanken.“ Beim „Six Senses“-Energieweg laden viele Sinnesstationen zum Experimentieren mit Täuschungen, Duftwelten und Klangerlebnissen ein. Die Aussichtsplattform „Adlerhorst“ bietet zudem einen tollen Panoramablick über Serfaus. Am „Kraft- und Sinnesweg“ im Dörfchen Fiss geht es vor allem darum, mentale Kraft zu schöpfen und den Körper in inneren Einklang zu bringen. Insgesamt gibt es fünf Stationen (u. a. eine Windrose und ein Sandpendel), das den Körper mit reiner positiver Kraft nährt. Der dritte Weg, der „Fisser Gonde“, folgt einem uralten Pfad, den einst die Bauern benutzten, um zu ihren Bergwiesen zu gelangen.

Chakraweg. Der Chakraweg im oberösterreichischen Eibenstein hat das Ziel, die Besucher im Rahmen der Wanderung im Einklang mit den sieben Körper-Chakren (Wurzel, Milz, Nabel, Herz, Kehlkopf, Stirn, Scheitel) zu bringen. Der Rundkurs (auch mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar) startet bei einem mächtigen, künstlerisch bearbeiteten Granitfindling im Dorfzentrum, von dort geht man zu den sieben speziell ausgewählten und mit Granitsteinen gestalteten Plätzen, die das jeweilige Chakra darstellen. Verweilt man dort ein wenig, spürt man die Energie der einzelnen Wege durch den Körper strömen.

Am Himmel. Seit jeher leben wir Menschen in enger Beziehung mit Bäumen, die als Symbole des Lebens gelten. Um dieser Verbundenheit Ausdruck zu verleihen, schuf das Kuratorium Wald 1997 den Lebensbaumkreis „Am Himmel“ am Rande des Wienerwalds. Als Ort der Erholung und der Stille, aber auch als Ort der Kultur bietet das elf Hektar weite Areal (in vorchristlicher Zeit angeblich ein keltisches Siedlungsdorf) nicht nur einen tollen Blick über Wien, sondern auch einen Kinder-Natur-Spielplatz, ein Caféhaus, den Himmelsweingarten und eine Sisi-Kapelle. Das Highlight ist aber eindeutig der Lebensbaumkreis: Dieser besteht aus 40 Bäumen – 36 Lebensbäumen im Außen- und 4 Jahreszeitenbäumen im Innenkreis – und symbolisiert so die Zeitspanne des ganzen Jahres. Jeder Lebensbaum ist, ähnlich unseren Sternzeichen, einem bestimmten Zeitabschnitt im Jahr zugeordnet, sodass es möglich ist, seinen ganz persönlichen Lebensbaum (Infotafeln informieren über Details) zu finden. An Wochenenden und an Feiertagen verwandelt sich der Lebensbaumkreis dank 40 Lautsprecher in eine Art Amphitheater. „,Am Himmel’ ist eines der positivsten Kraftplätze Mitteleuropas und ist eingebunden in ein riesiges Kraftfeld-Netz; wir haben Besucher aus aller Welt“, betont „Kuratorium Wald“-Geschäftsführer Dr. Gerhard Heilingbrunner.

Ellmauer Steinkreis. Nach einer Wanderung durch schattige grüne Wälder auf der Wochenbrunner Alm (Tirol) findet man den Ellmauer Steinkreis, ein energetisches in sich geschlossenes Natur-Kraftfeld in Form eines riesigen Mandalas. Der Ort lädt zum Meditieren und Seele-baumeln-Lassen ein, hilft beim Nachdenken und Krafttanken. Viele Besucher finden intuitiv den für sie passenden Stein.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Kraft aus der Natur
Seite 2 Interview

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