Donnerstag, 23. Mai 2019

Ehrenamt im Sport

25. Oktober 2011
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Ehrenamt und Freiwilligenarbeit: Heißt das, Leistung zu erbringen, ohne dafür entlohnt zu werden?

Rein finanziell betrachtet, ja. Denn, wie es mancheiner gerne ausdrückt, von einem Ehrenamt kann man nicht leben – man lebt für ein Ehrenamt. In der Zeit, in der Freiwillige Arbeit leisten, identifizieren sie sich sehr stark mit ihrem Tätigkeitsbereich. Womöglich scheint für Außenstehende diese Bindung belastend zu sein, ganz im Gegensatz dazu wird die freiwillige Arbeit für Beteiligte meist als bereichernd empfunden. Von nahezu jeder ehrenamtlichen Tätigkeit fließt auch immer etwas zu einem selbst zurück. Zum einen sind das Erfahrungen, die jeder Beteiligte durch seine Arbeit sammeln kann, zum anderen – und das ist für viele die eigentliche Bereicherung – sind es besondere Momente, die Ehrenamtliche entlohnen. Diese persönlichen Highlights, sei es die Freude an der Arbeit mit Kindern, das Glücksgefühl jemanden zu helfen oder der Stolz mitgestalten zu können, zeichnen die Freiwilligenarbeit aus.

Der Einsatz von Ehrenamtlichen schafft einen enormen Gewinn an Lebensqualität in unserer Gesellschaft und sichert die Zukunft vieler Organisationen und auch Sportvereine. Was verbirgt sich hinter diesem altmodisch klingenden Begriff „Ehrenamt“ überhaupt? Definitionen zu Ehrenamtlichkeit und freiwilligem Engagement gibt es viele. Nicht jede spannt den Begriff des Ehrenamts im gleichen Rahmen.

Definition:
„Grundsätzlich wird unter ehrenamtlicher Tätigkeit jede freiwillig erbrachte, nicht auf Entgelt ausgerichtete, außerberufliche Tätigkeit verstanden. Sie ist am Gemeinwohl orientiert, auch wenn sie für einen Einzelnen erbracht wird. Kostenerstattungen oder Aufwandsentschädigungen stehen der Ehrenamtlichkeit grundsätzlich nicht entgegen“.
(Stecker, Christina: Vergütete Solidarität und solidarische Vergütung: Zur Förderung von Ehrenamt und Engagement durch den Sozialstaat. - Opladen: Leske + Budrich, 2002.)

Nahezu alle aktuellen Definitionen des Begriffs ergänzen zudem die Notwendigkeit der Bindung der ehrenamtlichen Tätigkeit an einen institutionellen Rahmen einer Organisation außerhalb des Haushalts. Andere helfende Tätigkeiten für Nachbarn und Verwandte sind somit aus dem Begriff der ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgeschlossen.

Aus dieser Definition lässt sich der Kern der Ehrenamtlichkeit sehr gut erkennen. Ehrenamtliche erhalten für die geleistete Arbeit kein Gehalt, dennoch sollten einem selbst auch keine Kosten entstehen, außer der investierten Zeit. Kostenerstattungen für eigene Ausgaben sind aber üblich und so gibt es für ehrenamtliche Helfer sogenannte Aufwandsentschädigungen. Diese decken aufgewendete Fahrt- und Verpflegungskosten ab und beinhalten in manchen Fällen kleine Beträge in Form von Taschengeld oder ähnlichem.

Zahlen & Fakten

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Viele Jugendliche sind in Sportorganisationen aktiv und üben dort unterschiedliche Funktionen aus. Sport und Bewegung sind der zweitgrößte Motivator in Österreich für Freiwilligenarbeit (siehe Abb. 1). Nahezu die Hälfte der ehrenamtlich engagierten Jugendlichen sind regelmäßig in ihrem Sportverein tätig. Gerade junge Ehrenamtliche verbringen einen erheblichen Teil ihrer Freizeit in der sportlichen Tätigkeit und identifizieren sich stark mit ihrer Arbeit (siehe Abb. 2).

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Ehrenamt im Sport
Seite 2 Freizeit in der sportlichen Tätigkeit


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