Donnerstag, 21. Februar 2019

Der Kreislauf zum Glück

01. März 2010
Bewegung, Ernährung und Seelische Gesundheit- das sind die drei Säulen fürs Gesundbleiben. Wer nur an einem Rädchen dreht, wird nicht erfolgreich sein.

Foto: flickr.com - Visit Greenwich
Beim Zähneputzen auf einem Bein stehen, kann Ihr Leben verändern! Diese kleine Übung ist nur eine Möglichkeit, in den Kreislauf einzusteigen, der zu einem gesünderen und glücklicheren Leben führt. Denn eines ist klar: Bewegung, Ernährung und seelische Gesundheit hängen unmittelbar zusammen. Experte auf diesem Gebiet ist Prof. Hademar Bankhofer. Und wer ihn sieht, weiß: Dieser Mann lebt, was er predigt. „Nur wer alle drei Säulen pflegt, kann körperliche und geistige Gesundheit aufbauen“, erklärt der Experte.

Alle Säulen sind gleich bedeutsam. Er bringt es auf den Punkt: „Leben ist Bewegung – Bewegung ist Leben. Ein wesentlicher Teil des Lebens ist ausgewogene Ernährung, die uns mit Vitaminen,  Spurenelementen, Enzymenund Bioaktivstoffen versorgt. Ohne diese Nährstoffe haben wir nicht genug Energie für Bewegung. Wenn Bewegung und Ernährung stimmen, fühlen wir uns wohl und schaffen die Basis für seelische Gesundheit.“ Aber ganz klar, nicht jeder Körper ist gleich. Kinder und Jugendliche sind leichter zum Sport zu motivieren, tun sich aber schwer mit gesunder Ernährung. Bei älteren Menschen ist das umgekehrt. Und auch mit dem seelischen Gleichgewicht kann es in der Pubertät schwierig werden. Bankhofer: „Um das persönliche Ziel für Bewegung, Ernährung und seelische Gesundheit zu erreichen, muss man individuell herangehen.“

Benzin oder Diesel? Genauso wie es einem Auto nicht egal ist, mit welchem Kraftstoff es betankt wird, reagiert auch unser Körper empfindlich auf „falsche“ Energiezufuhr. Was gesund ist, weiß man mittlerweile: weniger Fett und Zucker, mehr Obst und Gemüse und alles grundsätzlich in Maßen genießen. Wichtig ist auch, sich bewusst für das Essen Zeit zu nehmen. Ein schnelles Essen im Stehen ist zwar eine vollwertige Mahlzeit, der Körper nimmt sie aber nicht so wahr – und meldet bald wieder Hunger. Also: Wenn’s ein Leberkäse-Semmerl sein muss, dann genussvoll und im Sitzen.

Das sportliche Wochenprogramm, das Hademar Bankhofer im Rahmen der Gesundheitsinitiative von Stadträtin Sonja Wehsely zusammengestellt hat, ist ein guter Einstieg in ein gesundes Leben. Beginnen Sie den Montag mit Badezimmer-Fitness: Kniebeugen und auf einem Bein stehen, kann man gut neben dem Zähneputzen erledigen. Der Dienstag wird zum „liftfreien“ Tag erklärt – 100 Stufen sollten täglich zu schaffen sein. Am Mittwoch wird Rad gefahren – vom Fernsehsessel aus fünf Minuten strampeln! Schönes Wetter am Donnerstag? Eine Stunde spazieren gehen steht auf dem Programm. Alternativ dazu: 30 Minuten rückenschwimmen. Am Freitag versuchen Sie, zwischendurch immer wieder aufzu stehen und ein paar Schritte (z. B. beim Telefonieren) zu gehen. Turnen am Samstag: Statt „normaler“ Liegestütze versuchen Sie „Stehstütze“: Stellen Sie sich in den Türrahmen, legen Sie die Handflächen an diesen und machen Sie dieselbe Abstütz-Bewegung wie sonst im Liegen. Wenn Sie am Sonntag ausgeschlafen haben, stellen Sie sich neben das Bett und wippen auf den Zehenspitzen auf und ab. Und noch was: Gehen Sie doch mal tanzen!

WASSER IST LEBEN
Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Damit Stoffwechsel und Kreislauf funktionieren, muss ständig Flüssigkeit nachgeliefert werden. Und wenn wir durstig sind, ist das bereits ein Alarmzeichen des Körpers. Wer sich bewegt und schwitzt, braucht noch mehr Wasser. Am besten eignet sich pures Wasser zum Auffüllen der Speicher. Während des Sports gilt: nie große Mengen durch die Kehle jagen. Der Körper verliert beim Schwitzen nicht nur Wasser, sondern auch Salze und Mineralstoffe. Das ideale Getränk enthält ausreichend Mineralstoffe und Vitamine, aber wenig bis gar keinen Zucker. Gute Durstlöscher sind stark verdünnte Fruchtsäfte mit einer Messerspitze Salz.

TREIBSTOFF FÜR DEN KÖRPER
Bis drei Stunden vor der sportlichen Aktivität sollte keine „richtige Mahlzeit“ mehr gegessen werden. Eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn sind etwa Bananen, verdünnte Fruchtsäfte oder kleine kohlenhydrathaltige Snacks und Riegel empfehlenswert. Die zuletzt aufgenommene Nahrung sollte fettarm, kohlenhydratreich und leicht verdaulich sein, damit die Energie direkt in die sportliche Aktivität fließen kann. Ideal: Äpfel, Birnen, Bananen, Trockenfrüchte, Studentenfutter oder einfache Müsliriegel – ohne extra Zuckerzusatz!


Mehr Tipps zum Thema Gesundbleiben gibt’s im neuen Ratgeber von Prof. Hademar Bankhofer!
Ihre Gesundheit liegt mir am Herzen: 400 Seiten, EUR 15, Südwest Verlag 2009, ISBN: 978-3517085036


Autor: Marlene Auer, Christine Oberdorfer

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