Sonntag, 19. Mai 2019

Den Winter zu Herzen nehmen

31. August 2011
Profis sagen oft sie brauchen keine Pulsuhr, da sie Ihre Werte genau kennen – Einsteiger glauben sie benötigen keine. Beides ist nicht ganz richtig! Auch Fortgeschrittene verschätzen sich oft hinsichtlich ihres Pulses und bewegen sich zu schnell oder auch zu langsam. Bei Einsteigern ist die Pulsuhr besonders wichtig, da der Spielraum hin zu einem effektiven Training sehr gering ist. Kurz, die Belastung ist entweder zu intensiv und es kommt zu einer Überforderung oder man ist zu langsam und verbessert den Stoffwechsel kaum.

Die Pulsuhr dient als Hilfe, die richtigen Trainingsbereiche besser zu „treffen“. Ein genaues, individuelles Training setzt mehr voraus als die meisten Pulstabellen aussagen. Dazu muss man wissen, dass die Herzfrequenz für die Trainingsgestaltung bei unterschiedlichen Personen so verschieden ist wie deren Schuhgrößen.


Man kann also nicht alle Personen durch eine generelle Formel zusammenfassen. Jeder Mensch hat sozusagen seine "persönliche" Herzfrequenz, sowohl in Ruhe als auch bei Belastung. Die geläufige Formel 220 minus Lebensalter und davon 60/70/80 Prozent ist im Einzelfall viel zu ungenau! Interessant ist es zudem zu wissen, dass die Herzfrequenz von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Diese Faktoren sind ausschlaggebend:

  1. Dauer und Intensität des Trainings - wirken sich unterschiedlich auf die Herzfrequenz aus. Je länger eine konstante Belastung dauert, umso eher kann die Herzfrequenz nach oben "abdriften". Gründe dafür sind Flüssigkeitsverlust, steigende Körpertemperatur oder Umstellung auf die Fettverbrennung.
  2. Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Herzfrequenz beträchtlich: Hohe Umgebungstemperaturen führen zu einer Erweiterung der Blutgefässe in der Peripherie (v.a. in der Haut). Die Folge ist eine Herzfrequenzzunahme. Tiefe Temperaturen bewirken das Gegenteil. Oft gelingt es im Winter nicht den „Sommerpuls“ zu erreichen.
  3. Höhe: Der tiefere Sauerstoffpartialdruck in Höhenlagen führt zu einer Herzfrequenzzunahme bei gleicher Belastung. Auch der geringere Sauerstoff in der Luft veranlasst das Herz mehr zu pumpen.
  4. Psychische Überforderung, Nervosität, Angst usw. haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Herzfrequenz. Schon alleine die Aufregung kann den Puls verändern, genauso ein Trainingslauf mit einem langersehnten Laufpartner.
  5. Fieber und Krankheiten führen zu einer Zunahme der Herzfrequenz. Schon der Ruhepuls ist erhöht. Bei Fieber sollte natürlich kein Sport getrieben werden.

Praxistipp: Was Herzfrequenz-Messgeräte oder bessere Pulsuhren betrifft, gibt es verschiedene Entscheidungskriterien. Ein Faktor ist die Übertragungsstärke (Sendestärke) des Brustgurtes. Wichtig für den Alltagsbetrieb ist, dass die Uhr (auch bei dicker Bekleidung) kaum störanfällig ist und ein einfaches Handling hat. Bei Billiggeräten reicht oft die Sendestärke nicht aus, um durch die Regenjacke zu dringen. Die Outdoor-Modelle von Suunto haben weder mit Goretexjacken, noch mit Langlaufanzügen Probleme.

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