Montag, 27. Mai 2019

Co-Pilot am Handgelenk

31. August 2011
Neue Hi-Tech-Gefährten zählen nicht nur Minuten, Kilometer, Schritte und Pulsschlag sondern bringen den Läufer via Satellit verlässlich wieder nach Hause, so ihm im Eifer, neue Laufstrecken zu erkunden die Orientierung abhanden gekommen ist.


Eine zeitgemäße Laufausrüstung besteht längst nicht mehr aus einem Paar „Turnschuhen“, Jogginghose und T-Shirt (beides aus Baumwolle). Schlaue Funktionsbekleidung und nahezu maßgefertigte Laufschuhe haben sich längst durchgesetzt. Doch jetzt kommt die Elektronik!

Intellegente Co-Piloten am Handgelenk begleiten den Läufer auf Schritt und Tritt, steuern und optimieren das Training und sorgen für Effizienz und warnen vor Überbeanspruchung. Gelegenheitsläufer winken jedoch oft ab, sobald sie die Trainings-Computer am Handgelenk des Profis sehen. Doch Pulsuhren mit neuen Zusatzfunktionen liefern einen interessanten Blick auf bisweilen verborgene Vorgänge während des Laufens frei. Informativ, nützlich und vor allem auch spannend. Speziell dann, wenn die Handhabung einer Pulsuhr so einfach ist, wie jene der Suunto T6c. Innerhalb von zehn Minuten ist man mit der logischen Menü-Führung vertraut. Höhenmesser, live Trainingseffekt, EPOC und Kalorien machen die T6c zudem zu einem treuen Gefährten für Wanderer, Bergsteiger, Langläufer oder Mountainbiker. Und für den interessierten Trainings-Analytiker wird gleich die entsprechende PC-Software mitgeliefert. Jedes Training ist damit aufgezeichnet, archiviert und jederzeit für vergleichende Auswertungen bereit.

Doch trotz vieler gesammelten Daten bleibt mitunter eine simple Frage: „Was sagt mir das alles?“ Die Antworten liefert der EPOC (excessive post exercise oxygen consumption), dessen Errechnung Nebensache bleiben kann. Diese komplexe Formel kategorisiert die Trainings-Wirksamkeit letztlich in fünf Stufen von „geringer Effekt“ bis „überplanmäßiger Trainings-Effekt“. Somit hat man quasi seinen Trainer am Handgelenk, der über die Qualität jeder Einheit gnadenlos urteilt.

GPS (Global Positioning System) hat nicht nur das Berufsleben der Taxi-Fahrer zum Spaziergang gemacht sondern unterstützt nun auch jede sportliche Aktivität durch verblüffende Features, gesteuert von HiTech-Apparaten am Handgelenk.

So war es für den Läufer bisweilen bei weitem nicht so einfach wie etwa für den Radfahrer die zurückgelegte Strecke zu bestimmen. Nicht weniger kompliziert die Messung der Geschwindigkeit. Heute verfügt nahezu jeder Kleinstwagen über ein „TschiPiEs“ und nun eben auch Trainings-Computer für das Handgelenk. So ausgerüstet gibt das GPS-Gerät jederzeit genaue Auskunft über die zurückgelegte Wegstrecke, die aktuelle Geschwindigkeit und errechnet akkurat abrufbar Durchschnitts-Speed auf frei wählbaren Teilstrecken. Und die Maximal-Geschwindigkeit sowieso. Einziger Haken: GPS-Signale sind kein Laser, dringen also nicht durch Mauern und tun sich mitunter auch schwer, ihren Weg durch Wälder zu finden. Kurz: Der Weg zwischen Handgelenk und Himmel sollte möglichst hindernisfrei sein.

Praktisch alle angebotenen GPS-Trainings-Geräte bieten die Grundfunktionen Strecken- und Geschwindigkeits-Messung Besonders intelligente Modelle bieten auch Navigation. Sie sind also in der Lage, den Läufer an ausgewählte Ziele zu führen, oder – oft noch viel hilfreicher – den Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt zu finden.

Mittlerweile gibt es selbst Geräte die, sagen wir, als „virtueller Trainingspartner“ der Einsamkeit beim Laufen ein Ende bereiten. Sie sagen ihm, wie lange, wie schnell und wie weit Sie laufen möchten und er meldet präzise zurück, ob sie mit Ihrem virtuellen Freund Schritt halten, oder ob Sie ihn gar im direkten Lauf-Duell niederringen. Natürlich wird jeder Wettlauf mit dem GPS-Partner sauber auf dem PC gespeichert, sortiert, analysiert und für die Ewigkeit archiviert.

Ein Produkt, das all diese Features beherrscht ist der „GPS POD“ von Suunto ; geeignet für eine Vielzahl von Sportarten: Wandern, Skilanglaufen, Inline-Skaten, Kajak und selbst Radfahrer trennen sich immer öfter vom traditionellen „Tacho“ und schwören auf die magischen Features vom GPS-POD. Der Pod ist natürlich bestens per Du mit den Herzfrequenz-Messern und gewährleistet astreine Kompatibilität.

Kaum minder schlau sind so genannte „Schritt- und Beschleunigungsmesser“. Der Laufsensor ist ein kleines Gerät, das direkt am Laufschuh befestigt wird und drahtlos mit Ihrem Gerät am Handgelenk kommuniziert. Er gibt so Auskunft über Geschwindigkeit und Wegstrecke. In Verbindung mit der höhenmess-tauglichen Pulsuhr lässt sich auch das gelaufene Strecken-Profil darstellen.

Die „Software“ sorgt dafür, dass Ihr Training zu Hause im Wohnzimmer vor dem PC sauber analysiert wird. Geschwindigkeits-Profile, Diagramme und Vergleichs-Kurven decken Schwächen schonungslos auf oder weisen auf bisweilen nicht genutztes Potential hin.

Der letzte modische Schrei sind Laufschuhe, die mit den allseits beliebten „IPods“ in drahtloser Daten-Verbindung stehen. In diesen Laufschuh-Modellen befindet sich ein unter der Innensohle liegendes Fach, wo sich ein Sensor versteckt. An den „IPod Nano“ wird ein Empfänger gedockt der die vom Sensor im Schuh gesendeten Daten (Geschwindigkeit, Laufstrecke) aufsaugt, verarbeitet und gemeinsam mit den Features des IPods zu einem unterhaltsamen Lauf-Erlebnis mischt: Musik dringt ans Ohr, je nach Wunsch hart peitschend oder sanft motivierend. Feedbacks legen sich quasi in Echtzeit über die Musik und erinnern den Läufer flüsternd daran, dass man sich gerade zu langsam fortbewegt. Zuvor wählt man ganze Menüs aus, die nicht nur das Workout vorgeben (Wegstrecke, Geschwindigkeit, Dauer, Kalorienverbrauch) sondern auch gleich die passende Musik beimengt. Für besonders harte Momente während dem Training haben Sie zuvor Ihren persönlichen „Power-Song“ programmiert..

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