Montag, 26. Juni 2017

Auf in den Thermensommer!

Ausgabe 2017.06

Thermen sind nicht nur in der kalten Jahreszeit ein Genuss: Auch im Sommer bieten die österreichischen Thermen ein vielfältiges Angebot. So wird die Hitze ganz schön cool!


Foto: © Can Stock Photo - 4774344sean

Im Sommer müssen es nicht immer Freibäder sein: Wieso nicht auch mal in einer Therme den heißen Tag verbringen, die Seele baumeln lassen und vor allem das herrliche Wetter gepaart mit erfrischender Abkühlung genießen? Die Meinung, dass Thermen nur im Herbst und Winter interessant sind, ist längst überholt, wie auch Wolfgang Wieser, Geschäftsführer der Therme Loipersdorf, bestätigt: „Unser stärkster Monat im Jahr ist der August. In den beiden Monaten Juli und August liegen wir um je 30 Prozent über den Durchschnittsmonaten der Wintersaison.“ In der Therme Wien hat nach Angaben von Geschäftsführer Edmund Friedl die Sommerauslastung bereits zwei Drittel (65 %) jener der Wintermonate erreicht, und auch Markus Achleithner, Geschäftsführer der Eurothermen, meint: „Entspannung unter freiem Himmel liegt absolut im Trend. Um erfolgreich zu sein, sollte man sich auch im Sommer vom Mitbewerb erkennbar unterscheiden – sei es in puncto Infrastruktur oder Dienstleistung.“

Egal, welches Wetter. Um gegen die Konkurrenz der Freibäder bestehen zu können, ist es wichtig, „den Kunden klar darzustellen, dass ein Thermenbesuch bei jedem Wetter eine gute Idee ist“, meint Alpentherme-Gastein-Chef Klaus Lemmerer. „Das In- und Outdoor-Angebot muss etwas Besonderes bieten und das Preis-Leistungs-Verhältnis muss passen.“ Abgesehen davon, dass Thermen im Sommer meist nicht so überfüllt sind wie Freibäder und hier auch das kulinarische Angebot hochwertiger ist, haben sie den Vorteil, dass sie auch an verregneten Sommertagen große Abwechslung bieten. Thermen bieten zahlreiche Wellnessangebote wie Massagen (zum Teil auch im Freien), Beauty-Behandlungen, Saunagänge (wirken auch im Sommer belebend und gesund!) oder auch Fitnessprogramme. Die Eurothermen beispielsweise haben auch Relaxoasen mit Sprudelliegen, Whirlpools und Entspannungszonen im Angebot. Die Heiltherme Bad Waltersdorf (Oststeiermark) überzeugt mit Behandlungen nach „traditioneller steirischer Medizin“ mit Hochmoor-Erde, Heublumen, Kürbiskernöl und Äpfeln. Und während die Erwachsenen Seele und Geist baumeln lassen, bieten die meisten Thermen ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit speziell geschultem Personal an. Ist das Wetter zwar zu kalt zum Draußen-Schwimmen, aber doch zu sonnig, um den Tag im Indoor-Bereich zu verbringen, haben wir einen guten Tipp: Verbinden Sie Ihren Thermenbesuch doch mit Ausflügen zu nahe liegenden Sehenswürdigkeiten. „Ein Thermenbesuch sollte als Kurzurlaub und als perfekte Alternative zu einer langen Urlaubsreise verstanden werden“, bringt es Lemmerer auf den Punkt.

Vielfalt. Im Sommer will man sich, Wellness hin oder her, vor allem von den wohligen Sonnenstrahlen kitzeln lassen und sich unter freiem Himmel austoben, planschen oder einfach nur entspannen. Hier zeigen sich österreichische Thermen kreativ, denn, so Lemmerer: „Ein einfaches Außenbecken und eine Liegeweise genügen nicht, denn preislich können Thermen mit Freibädern und Strandbädern nicht mithalten. Es muss etwas Besonderes geboten werden.“ Friedl ergänzt: „Zusätzlich ist es wichtig, dass es auch im Freien Ruhezonen, aber ebenso Bereiche für Kinder sowie Sportangebote außerhalb des Wassers gibt.“ Zahlreiche Thermen locken mit traumhaften und außergewöhnlichen Außenpools und idyllischen, parkähnlichen Anlagen. Die Alpentherme Gastein beispielsweise verfügt nicht nur über ein Thermalbecken, ein Sportbecken, großflächige Liegewiesen, einen FKK-Sonnengarten im Saunabereich sowie einen Kinderspielplatz im Familienbereich, sondern ab Juli wird es dort die ersten Thermalwasser-Badeseen Österreichs geben (insgesamt rund 1700 m2 Wasserfläche, mittels biologischer Filteranlage gereinigt), inklusive neuer 4-Bahnen-Wellenrutsche. „Umgeben vom Kurpark Bad Hofgastein und Blick auf die umliegende Bergwelt entsteht mit den Seen ein weitläufiges Erholungsgebiet mitten in der Natur“, erklärt der Geschäftsführer. Einen anderen Weg geht die Therme Geinberg: Hier lockt ein karibischer Palmenstrand und traditionelle Sauna-Blockhütten. Südländisches Urlaubsgefühl kommt dank mediterraner Architektur auch in der Eurotherme Bad Hall auf – ähnlich wie in der Therme Tropicana im EurothermenResort Bad Schallerbach, Österreichs erster Cabriotherme, wo ein Glasdach, das sich öffnen lässt, sowie ein eigener Sandstrand für Südseeatmosphäre sorgen. Ein besonderer Tipp ist auch der langsam fließende „Lazy River“ in der Eurotherme Bad Ischl, Österreichs erste Outdoor-Flusslandschaft: In 34 Grad Celsius warmem Wasser gleitet man gemütlich an den verschiedenen Flussstationen (unter anderem einer Salzgrotte) vorbei.

Familien. Gerade Familien mit Kindern suchen Spaß und Action, wenn es um das sommerliche Badevergnügen geht. Fast alle Thermen Österreichs haben spezielle Angebote für Kinder, einige stechen dabei heraus: Die Alpentherme Gastein setzt, betont Lemmerer, im Sommer gezielt auf das Zielpublikum Kinder, unter anderem mit dem „Verrückten Kindersommer“, für gestresste Eltern gibt es die „Hot Action Days“ mit inszenierten Show-Saunaaufgüssen und musikalischer Untermalung. Die Lebenstherme (Therme Loipersdorf) geht mit dem „längsten Familiensommer“ einen ähnlichen Weg: Von 6. Juni bis 9. September 2017 zahlen Kinder unter 16 Jahren nur 1 Euro Eintritt – inkludiert sind hier alle Angebotsbereiche, wie zum Beispiel der Wasserspielpark, die fünf Rutschen im Fun Park und der Baby Beach für die ganz Kleinen. Der weitläufige Freibereich überzeugt mit Wellenbad, Breitwellenrutsche, Sprungturm sowie mit einem Sport- und-Spiel-Park, der unter anderem einen Beachvolleyballplatz umfasst. Zusätzlich punktet die Therme Loipersdorf mit abwechslungsreichen Events wie dem „#wearewater-Fest“ mit Tausenden Wasserbällen, einem Kulinarikfestival oder dem Dirndlspringen. Für Kinder gibt es ab Anfang Juli zusätzlich das Animationsprogramm „Abenteuer-Camp“. Auch die Therme Laa präsentiert sich im Sommer als Paradies für Kinder: Hier sorgen Meerjungfrauenschwimmen, ein Bocciaturnier oder ein Rätselrallye-Tag für Spaß. In der Eurotherme Bad Schallerbach ist der Familienwasserpark Aquapulco mit einem überdimensionalen Wasserspielgarten seit vielen Jahren eine beliebte Sommerattraktion. In der Therme Bad Radkersburg (www.parktherme.at) wartet auf die Kinder ein Wildwasserbach, eine Kanufahrt auf der Mur, eine Poolbar, ein spezielles Outdoor-Fitnessprogramm sowie ein Kinder-Club.

Hitze-Rabatte. Sehr viele Thermen bieten spezielle Preisnachlässe im Sommer an. Ein paar Beispiele: Die Therme Wien lockt in den Sommermonaten nicht nur mit längeren Öffnungszeiten bis 22 Uhr, sondern auch mit fairen Sommertarifen: Bei Ankündigung von mindestens 25 Grad Celsius Tageshöchsttemperatur reduzieren sich die Preise für die Tageskarten um 25 Prozent. Ähnliche „Hitze-Rabatte“ in der KärntenTherme: Steigt das Thermometer auf 30° C und mehr, gibt‘s die Tageskarte für Kinder bis 13 Jahren um 1 Euro. Und auch die Alpentherme Gastein setzt mit Sommersaisonkarten, Familienaktionen, wöchentlichen Kindertagen sowie Kombi-Tickets mit den Gasteiner Bergbahnen preisliche Anreize.

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