Dienstag, 17. September 2019

Auf den Sattel, fertig, los!

Ausgabe 2013/06

Sommerzeit ist Radfahr-Zeit! Wir haben uns auf die Suche nach den schönsten Radwegen Österreichs gemacht!


Foto: Steiermark Tourismus ikarus.cc

Radfahren ist nach wie vor der beliebteste Sport der Österreicher (gefolgt von Laufen und Schwimmen). Kein Wunder, ist er doch jene Ausdauersportart, die durch die gleichmäßige Bewegung die Muskeln am günstigsten beansprucht und trainiert. Da das Fahrrad das Körpergewicht trägt, ist Radfahren äußerst gelenksschonend und somit auch für ältere oder übergewichtige Menschen sowie für Rheumatiker sehr zu empfehlen. Abnehmen geht trotzdem leicht: Eine Stunde leichtes Radfahren lässt durchschnittlich 260 Kalorien purzeln. Tritt man regelmäßig in die Pedale, werden außerdem das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel sowie Kraft und Kondition trainiert. Und, klar: Durch die Bewegung an der frischen Luft wird unser Immunsystem gestärkt. Nicht zu vernachlässigen sind auch die psychischen Faktoren: Wie bei jedem Sport schüttet der Körper beim Radfahren Endorphine und andere Hormone aus, wodurch wir uns glücklicher, selbstbewusster, stressfreier und weniger schmerzempfindlich fühlen. Also, nichts wie rauf auf den Sattel und fröhlich in die Pedale getreten!

Wie im Bilderbuch. Österreich bietet zahlreiche wunderschön idyllische und ausgedehnte Radwege. Die meisten davon erstrecken sich entlang eines herrlich kühlen Flusses oder Sees, führen an romantischen Naturerlebnissen und kulturellen Sehenswürdigkeiten vorbei und bieten natürlich auch viele Möglichkeiten, bei einem Heurigen oder Gasthaus eine gemütliche Pause einzulegen und das eine oder andere kulinarische Schmankerl zu genießen.
 
Donauradweg. Einer der schönsten Radwege Österreichs ist der Donauradweg, der sich entlang des viel besungenen Stromes von Passau nach Wien erstreckt. Die beliebteste Radstrecke Europas ist 380 Kilometer lang, zum Großteil eben, zu 90 Prozent verkehrsfrei und perfekt beschildert – was den Donauradweg mehr als familienfreundlich macht. Man radelt durch Wälder, Weinbaugebiete, Obstplantagen und Weinberge; dabei lernt man verschiedene berühmte Regionen kennen, wie die Wachau, den Nibelungengau oder den Strudengau. Die idyllische Landschaft hilft beim Abschalten und beinhaltet berühmte Highlights wie die Schlögener Schlinge (hier ändert die Donau zweimal ihre Richtung), Österreichs einziges Trappistenkloster (in Engelhartszell), die Wallfahrtskirche Maria Taferl sowie das Stift Melk. Die Versorgung entlang der Route ist natürlich lückenlos, es gibt Gasthäuser, Heurige, Supermärkte, Radlertreffs, Pensionen und Hotels.

Murradweg. Ähnlich wie der Donauradweg ist auch der Radweg im steirischen Murtal von Gegensätzen geprägt, führt die Route doch an Schlössern genauso vorbei wie an Bergruinen, abgelegenen Bauernhöfen, Kürbisfeldern, Obstplantagen und verschiedenen Museen (u. a. Freilicht- und Biermuseum). Dazwischen findet sich die österreichische Genusshauptstadt Graz. Die Strecke ist 457 Kilometer lang und fordert den Radler mit so manchem Anstieg. Ein bisschen Übung oder Training vorab ist also zu empfehlen. Entlang der Mur erstreckt sich eine beeindruckende Naturlandschaft, die Heimat für 200 Vogelarten bietet. Saftig-grüne Almen, Seen und Flusslandschaften machen den Murradweg zu einen der schönsten Flussradwege im Alpenraum.

Innradweg. Der 517 Kilometer lange Radweg entlang des Inns gilt als Geheimtipp unter den Radtouren – und ist deshalb auch noch nicht von (Rad-)Touristen überlaufen! Die Strecke führt durch Tirol, Bayern und Oberösterreich, dementsprechend abwechslungsreich ist auch die Landschaft: Der wilden Gebirgslandschaft Tirols folgt die sanfte Hügellandschaft in Bayern und Oberösterreich. Auch zahlreiche Städte, die für ihre Schönheit bekannt sind (z. B. Innsbruck, Kufstein, Braunau, Passau), werden im Rahmen dieser Radtour absolviert. Das Gelände ist leicht hügelig, trainieren Sie also schon mal Ihre Kondition!  

Salzkammergut-Radweg. Den Salzkammergut-Radweg sollten sich eher Radfahrer mit einer sehr guten Kondition vornehmen: Die Strecke ist zwar „nur“ 350 Kilometer lang, den Pedalritter erwarten von Anfang an jedoch immer wieder steile Anstiege. Die Anstrengung lohnt sich aber. Malerische Bergkulissen, insgesamt 13 tiefblaue Seen, zahlreiche grüne Wiesen und dunkle Wälder begleiten den ambitionierten Radler während seiner Tour. Im Auwald bekommt man mit etwas Glück Wildschweine zu sehen, in Bad Aussee wartet auf alle Lebkuchen-Liebhaber die Ausseer Lebzelterei (mit Panoramablick vom Dachstein bis ins Tote Gebirge!), in Bad Ischl lässt sich auf den Spuren von Kaiser Franz Joseph und seiner Sisi wandeln. Die Nebenstraßen der Strecke sind überwiegend verkehrsarm. Start und Ziel ist jeweils die Stadt Salzburg (direkt am Hauptbahnhof).

Etschtal-Radweg. Südtirol ist auch für einen Radurlaub eine Reise wert! Der Etschtal-Radweg verläuft entlang der Etsch, dem längsten Fluss Südtirols. Die Strecke beginnt in Reschen, weiter über Bozen und endet in Verona, dem berühmt-romantischen Schauplatz von Shakespears „Romeo und Julia“. Der Etschtal-Radweg führt Sie durch die schönsten Obst- und Weingärten Südtirols. Da die Straßen meist sehr flach und höchstens leicht hügelig sind, eignet sich diese Radroute besonders für Einsteiger und Familien. Kulinarische Schmankerl und das eine oder andere Schnapserl dürfen Sie bei dieser Tour nicht verpassen! Achten Sie aber darauf, dass der Radweg zumindest im Meraner Land und im Vinschgau kein durchgehend markierter oder verlaufender Weg ist, sondern sich eher als regionales Fahrradnetz versteht, das die wichtigsten Ortschaften der Ferienregionen verbindet.

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