Montag, 27. Mai 2019

Auf den Sattel, fertig, los!

Ausgabe 05/2012
Kommen Sie in die Gänge! Radfahren macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Gesundheit. Und: Es liegt voll im Trend.

Foto: Viola - pixelio.de
Wussten Sie eigentlich, dass es weit über tausend Songs und Musikstücke gibt, die sich rund um den Volkssport Radfahren drehen? Das beginnt schon mit den musikalischen Referenzen an das Veloziped der von Josef Strauss komponierten Polka schnell, Op. 259, die 1869 uraufgeführt wurde, geht über den unzählige Male gecoverten Daisy-Walzer von Henry Dacre und reicht bis zur Fahrradhymne des Rockzeitalters „Bicycle Race“ von Queen. Kein Wunder, ist doch das Radfahren per se eine musikalische Angelegenheit: Denken Sie nur an den Takt des Tretens, des Atmens, die Geräusche von Schaltung, Ketten, Klingel ...

Gesund schlechthin. Vielleicht macht das auch den Spaßfaktor aus, der so viele am Treten der Pedale begeistert, doch davon abgesehen ist Fahrradfahren auch ein gesunder Sport und eine optimale Trainingsform. Radfahren macht schlank, stärkt Herz-Kreislauf- und Immunsystem, schont die Gelenke und hebt die Stimmung. Tatsächlich verbraucht eine Stunde leichtes Radfahren 240 bis 300 Kalorien. Wer regelmäßig in die Pedale tritt, trainiert damit Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel, stärkt den Herzmuskel und erhöht die Sauerstoffaufnahme. Zudem macht die Bewegung an frischer Luft den Körper grundsätzlich widerstandsfähiger, die Gelenke werden nicht so stark wie bei anderen Sportarten belastet, trotzdem wird Ausdauer trainiert und Fett verbrannt. Schnelligkeit, Kraft, Konzentration und Koordination verbessern sich, und es gibt positive Auswirkungen auf Geist und Psyche, denn Radfahren setzt auch die körpereigenen Glückshormone (Endorphine) frei. Experten empfehlen die trendige Sportart übrigens insbesondere Menschen mit Rücken-, Gelenks- und Herz-Kreislauf-Problemen.

Vor der Fahrt. Wenn das nicht Gründe genug sind, sich in den Sattel zu schwingen! Doch wie so oft gilt auch hier: Allzu schnell ist ungesund. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich einige Minuten lang aufwärmen. Dehnen Sie besonders die Bein- und Schultergürtelmuskulatur. Empfehlenswert ist auch, nicht sofort eine große Steigung in Angriff zu nehmen, sondern sich eher im Flachen „einzurollen“, damit der Puls nicht rasant hochschießt. Idealerweise cremen Sie Ihre Füße vor Beginn der Fahrt mit einer guten Fußcreme ein, denn das vermeidet etwaige brennende Fußsohlen. Apropos lästige Beschwerden: Oftmals klagen Radfahrer über Schmerzen oder Steifheit in der Wirbelsäule. Dies kann daran liegen, dass Sie den Lenker Ihres Fahrrads zu tief eingestellt haben oder einen zu großen Rahmen gewählt haben. Leiden Sie beim Radeln unter Taubheit oder Schmerzen in den Händen, so ist vielleicht der Sattel zu tief nach unten geneigt oder der Höhenunterschied bzw. der Abstand zwischen Sattel und Lenker zu groß. Schmerzen in den Knien deuten auf einen zu hoch oder zu tief eingestellten Sattel oder einen zu hohen Gang hin.

Die richtige Ausrüstung. Was das optimale Fahrrad betrifft, so muss zunächst die Rahmengröße auf die Körpergröße abgestimmt sein. Wichtig sind auch Höhe, Neigung und Federung des Sattels und des Lenkers. Eine aufrechte Sitzposition ist zu bevorzugen. Optimal sind Lenker mit zwei Griffhöhen. Niemals zu vergessen – der Helm: Er muss fest sitzen, darf aber nicht drücken. Und: Fahrradhandschuhe bieten nicht nur Schutz vor Schwielen, sondern auch vor schmerzhaften Abschürfungen an den Handballen. Wenn Sie „richtige“ Radbekleidung tragen wollen, achten Sie auf einen engen Sitz und bei Radlerhosen auf eine gute Polsterung durch eingenähte Rehlederflächen oder Gelkissen. Sorgen Sie außerdem für entsprechenden Sonnenschutz, besonders auch an Ohren, Nase und Lippen. Auch Nässe und Kälte können ein Problem beim Radfahren darstellen. Wer kennt nicht das schweißnasse Leibchen nach der Berganfahrt, das beim Abfahren nur allzu schnell zu einer Verkühlung führen kann? Eine leichte Überjacke kann hier Abhilfe schaffen, doch noch klüger ist es, das Leibchen am Gipfel zu wechseln.

rad1Foto: Dieter Schütz - pixelio.de

Essen und trinken nicht vergessen. Prinzipiell gilt auch beim Fahrradfahren: viel trinken – vor allem bei Hitze! Einfache und optimale Durstlöscher sind Mineralwasser mit wenig Kohlensäure. Der Körper braucht auch regelmäßige Energiezufuhr – am besten schon nach einer halben Stunde kleine Bissen knabbern –, idealerweise Obst wie Bananen, Apfelspalten, Marillenstücke oder Vollwert-Kuchenstücke mit Trockenfrüchten und Nüssen.

Einkehr und Rast. Zu guter Letzt sollten Sie nicht auf eine Rast verzichten, denn der Körper braucht nach jeder sportlichen Betätigung Regeneration. Kombinieren Sie die Rast mit lockeren Dehnungsübungen. Zu wenig Regeneration führt dazu, dass der Körper die Trainingsreize nicht mehr so gut verarbeiten kann, die Leistung sinkt und die Infektanfälligkeit steigt.

Die wohlverdiente Belohnung. Auch nach der Tour sollten Sie nochmals auslockern – vielleicht in einem warmen Bad oder in der Dampfkammer – und Gymnastik machen. Das verhindert Kreuz- und Muskelschmerzen. Wenn Sie sich noch etwas Gutes gönnen wollen, lassen Sie sich massieren – das hilft gegen Verspannungen und belebt die Sinne!

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-05 130x173

Aktuelles Heft 05/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Juni

 

Unsere Ausgabe 04/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Wie informieren Sie sich über Nebenwirkungen von Medikamenten?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information