Sonntag, 29. November 2020

Auf dem Rad durch unsere Heimat - Weitere Regionen

Ausgabe 2020.06
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Kärnten: Velden am Wörthersee – Lendkanal-Runde von Klagenfurt West-Bahnhof

Eines der vielen Highlights dieser Tour, die direkt beim Bahnhof Klagenfurt West startet, ist die Holzbrücke bei Greuth, die einem, nach 27 Kilometern Fahrt den Weg zu versperren scheint. Sie wirkt aus der Entfernung so, als stünde eine Scheune mitten am Weg. Über die Brücke radelt man weiter bis in den Luftkurort Velden, flaniert ebendort ein bisschen, fährt dann weiter entlang des Wörthersee-Nordufers, wo es eine Reihe von einladenden Rastplätzen gibt. Hernach geht es weiter entlang der Ostbucht bei Klagenfurt – auch auf dieser Strecke ist für ausreichende Bade- und Rastplätze gesorgt. Dann fährt man noch einige Kilometer den alleeartigen Lendkanal entlang, der direkt in die Stadt führt – und schon sieht man ihn, den Lindwurm, das Wahrzeichen der Stadt Klagenfurt. Heuer wird es wohl nichts werden mit dem Reisen in die Ferne, da bietet sich ein Besuch in Minimundus an, wo man seit 62 Jahren 159 Miniaturmodelle von Sehenswürdigkeiten aus allen Kontinenten bestaunen kann. Hernach kann man ums Eck noch das größte Binnensee-Strandbad Europas besuchen. Von dort sind es nur mehr wenige Minuten bis zum Ausgangspunkt und Ziel der Radtour, dem Bahnhof.

Länge: 72,6 km
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer, gute Kondition erforderlich, tauglich für sportlich Ambitionierte

 

Oberösterreich: Traunradweg R4 von Gmunden nach Asten (Linz)

Das schöne Gmunden am Traunsee – das in und nach den Eiszeiten entstanden ist – zählt nicht nur zu den beliebtesten Sommerfrischeorten im Salzkammergut, sondern ist auch bekannt für die ebendort hergestellte Gmundner Keramik. Bevor man die Traun entlang losradelt, empfiehlt sich ein Spaziergang durch die Stadt und ein Besuch im K-Hof Kammerhof Museum. In den Schauräumen erfährt man Interessantes rund um Ton, und im weltweit einzigen Museum für historische Sanitärobjekte dreht sich alles ums das stille Örtchen. Von Gmunden führt der Weg über Ohlsdorf und Laakirchen nach Stadl-Paura, wo in einem der ältesten Häuser des Ortes das Schiffleutmuseum untergebracht ist. Dort bekommt man einen Einblick über die Salzschifffahrt, die Flößerei und den Schiffsbau auf der Traun. Weiter geht es nach Lambach – bekannt für das aus dem 11. Jahrhundert stammende, sehenswerte Benediktinerstift – und immer entlang des Flusses nach Wels und Au an der Traun, bis man das Naturschutzgebiet Traun-Donau Auen erreicht. Dort laden die Badestrände am Kleinen sowie am Großen Weikerlsee zur Erfrischung ein. In Asten bei Linz sind Sie am Ziel angelangt, denn dort mündet die Traun in die Donau.

Länge: 82,8 km
Dauer: 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel, für alle Altersgruppen

 

Salzburg: Tauernradweg von Krimml bis Zell am See

Der Start der Radtour beginnt gleich hinter dem Bahnhof in Vorderkrimml und führt mit einem leichten Anstieg entlang der Krimmler Ache bis zu den Krimmler Wasserfällen am Talausgang. Mit einer Fallhöhe von 380 Metern über 3 Stufen und 42.000 Litern Wasser, die im Schnitt pro Sekunde in den Abgrund stürzen, zählen sie zu den schönsten und beeindruckendsten Wasserfällen der Alpen. Sie wurden bereits 1967 (1994 folgte die Wachau und als drittes Gebiet in Österreich 2003 der Nationalpark Thayatal) mit dem Europäischen Naturschutzdiplom, das alle fünf Jahre nach Prüfung erneuert wird, ausgezeichnet. Von dort geht es entlang des Gebirgsbaches und der Salzach durch den Pinzgau. Der erste der drei idyllischen Badeseen auf dem Weg befindet sich in Hollersbach. Einige Kilometer weiter, in Mittersill, bietet es sich an, das Nationalparkzentrum zu besuchen. Von dort radelt man etwa eine halbe Stunde zum Badesee in Uttendorf oder zu dem im nächsten Ort, in Niedernsill. Weiter die Route entlang geht es bis nach Kaprun und von dort sind es nur mehr 8,5 Kilometer bis zur Seepromenade in Zell am See.

Länge: 65 km
Dauer: 4,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht, gute Kondition erforderlich, tauglich für sportlich Ambitionierte

 

Tirol: Rundtour von Kirchdorf zum Pillersee

Man fährt recht gemütlich von Kirchdorf aus durch das Tal der Fieberbrunner Ache nach St. Johann in Tirol. Von Mühlbach bis nach Obwall – da ist der Radler nach etwa 14 km Fahrt aber eh noch recht fit – steigt die Trasse steil auf 901 Meter an, aber hernach geht es wieder gemütlich weiter über St. Jakob in Haus bis nach St. Ulrich am smaragdgrünen Pillersee. Der ist, laut einer Sage, durch eine große Flut entstanden, die als Strafe für prahlerisches und sündiges Verhalten eines reichen Bauern und seiner Kameraden auf der Alm aus dem Boden quoll und die Frevler samt der Hütte in die Tiefe riss. Nach einer ausgiebigen Rast an diesem bildschönen Gebirgssee führt der Weg weiter – moderat bergauf, bergab, bergauf – bis nach Waidring und Epfendorf. Von dort ist es nur mehr ein Katzensprung bis zum Ausgangspunkt. In Kirchdorf am Wilden Kaiser ist ein Besuch der Tiroler Schaukäserei ein Muss. Die Gäste können beim Käsemachen zusehen, bekommen einen kurzweiligen Infofilm über die Herstellung gezeigt, im Stüberl oder auf den Bänken vor dem uralten Bauernhaus gibt es eine Jause – und Käse kaufen kann man dort auch.

Länge: 42 km
Dauer: 5,30 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel, sehr gute Kondition erforderlich, tauglich für sportlich Ambitionierte

 

Vorarlberg: Walgau-Rheintal-BodenseeRadweg

Das ist ein Radweg für Menschen, die sich nicht allzu sehr verausgaben möchten. Denn: Bludenz, wo es losgeht, liegt auf 554 Metern und Bregenz, das Ziel, auf 396 Metern. Wer lieber tritt, als gemütlich rollt, kann den Weg andersrum fahren. Die anderen rollen nach einem Rundgang durch das mittelalterliche Städtchen Bludenz entlang der Ill, vorbei an Baggerseen und tiefgrünen Auwäldern bis nach Feldkirch. Dort ist ein gut erhaltener mittelalterlicher Stadtkern sowie die mächtige Schattenburg zu besichtigen, die um 1200 erbaut wurde, heute ein Museum beherbergt und eine von den besterhaltenen Burgen in Mitteleuropa ist. Von Lustenau führt die Route auf dem Rheintal-Radwanderweg nach Norden. Auch hier laden wieder Baggerseen zum Verweilen ein. Ab dem Dörfchen Meiningen geht es den Rhein abwärts nach Hohenems und den Alten Rhein entlang nach Lustenau, einer Marktgemeinde, die über hundert Jahre lang das Zentrum der Stickereiindustrie war. Die Route führt vorbei an Fußach und Hard zum Bodenseeufer nach Bregenz und dort kann man als krönenden Abschluss mit der Pfänderbahn auf den 1.064 Meter hohen Hausberg fahren und die unvergleichliche Aussicht auf das Dreiländereck Schweiz–Deutschland–Österreich genießen.

Länge: 67,5 km
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht, für alle Altersgruppen geeignet

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